Eine kurze Geschichte des Minimalismus

Eine kurze Geschichte des Minimalismus

Minimalismus. Die moderne Gegenbewegung zum Kapitalismus, die sich auch ein wenig mit ihrem Gegenspieler abgefunden hat. Eine kurze Geschichte des Minimalismus.

Minimalismus, der – bewusste Beschränkung auf ein Minimum, auf das Nötigste

Duden

Somit wäre das Thema definiert. Minimalistisch halt. Aber woher kommt der Minimalismus, wie wir ihn heute kennen? Nachfolgende versuche ich hier, die Geschichte des Minimalismus kurz und hoffentlich unterhaltsam zusammenzufassen.

Wenn ich schon erzähle, wie man mit dem Minimalismus anfängt, sollten wir vielleicht besprechen, was das genau ist. Und woher diese Lebenseinstellung kommt. Sie ist nämlich schon fast so alt wie die Zeit selbst.

Minimalismus – die Ursprünge

Geschichte des Minimalismus
Diogenes in seinem Pithos von Jean-Léon Gérôme – Walters Art Museum, via Wikipedia

Der Begriff Minimalismus hat erst in den letzten Jahren wirklich Fahrt aufgenommen. Die Lehre, dass weniger mehr ist, ist aber schon alt.

Nicht arm ist der, der wenig hat, sondern der, der nach mehr verlangt

Seneca – um Christi Geburt

Aber nicht nur Seneca, auch Sokrates und andere grosse Philosophen haben sich damit beschäftigt, das weniger Besitz mehr Platz für den Geist bedeutet. Auch die grossen Religionen pflegen diese Lehre seit hunderten von Jahren. Buddhistische Mönche, das Leben im Kloster, ganz ohne Besitz, das sind die Vorläufer des Minimalismus, wie wir ihn heute als Bewegung gegen die konsumorientierte Gesellschaft sehen.

Diogenes und Antisthenes waren sogenannte Kyniker. Der Kynismus ist die Überzeugung, dass die materiellen Güter (vor allem Reichtum) nicht zum Glück des Menschen beitragen. Ihm sogar hinderlich sein können.

Etwas später, etwa 300 vor Christus, wurde im alten Griechenland die Stoa begründet.

Die Stoa setzt sich aus der Lehre der Logik, Physik und Ethik zusammen. Die wichtigsten Vertreter der stoischen Philosophie waren Seneca, Epiktet und Mark Aurel. Stoiker sind der Meinung, dass alle Gemütsregungen der Glückseligkeit schaden, weil diese den Menschen fesseln und ablenken. Um volle Beherrschung seiner Selbst und damit wahre Seelenruhe zu erreichen, muss sich der Mensch auf das ihm Eigene beschränken und darf Affekte nicht aufkommen lassen. Das bedeutet auch den Verzicht von unnötigem Besitz.

Auch die Geschichte in der Bibel ist geprägt von Enthaltung. Der wohl bekannteste Charakter in der Bibel, Jesus, sagte:

„So auch jeder unter euch, der sich nicht lossagt von allem, was er hat, der kann nicht mein Jünger sein.“

Die Bibel: Lukas 14:33

Diese Liste lässt sich über die kommenden 2000 Jahre fast endlos fortsetzen. Immer wieder gab es solche Strömungen. Und einigen davon sind bis heute geblieben. In Klöstern und religiösen Gemeinschaften aller Art.

Der Aufstieg des Konsums

Mit dem Aufstieg der Industrialisierung nimmt der Konsum in unseren Breitengraden stetig zu. Je mehr wir produzieren, desto günstiger werden die Güter. Je mehr wir produzieren, desto mehr Geld haben wir um auszugeben. Der Wunsch nach Konsum ist zu einer Art Ersatzdroge geworden. Mittlerweile ist unsere Gesellschaft eine Horde von „instant-gratifikations-Junkies“. Praktisch alles ist sofort und überall verfügbar. Güter, Dienstleistungen, Informationen, soziale Kontakte, einfach alles.

Minimalismus – eine Kunstform

In den 1960ern hat der Ausdruck „Minimalismus“ in der Kunst sein Zuhause und als Wort gefunden. Die Schönheit der Einfachheit hat viele bewegt – und tut es noch immer.

Geschichte des Minimalismus
weniger ist mehr

Gerade im Möbeldesign hat dieser Stil sichtbare Spuren hinterlassen, die bis heute Bestand haben. Dort kam Anfang des 20-Jahrhundert der Trend zu weniger Verzierung auf.

Evolution der Kultur ist gleichbedeutend mit dem Entfernen des Ornaments aus dem Gebrauchsgegenstande

Adolf Loos, Architekt, 1908

Einen guten Überblick über den Weg, den der Minimalismus im Möbeldesign genommen hat, ist hier bei Pamono zu finden.

Minimalismus – wie wir ihn heute kennen

Der Minimalismus, wie wir ihn heute kennen, fernab von Religion, weit weg von den alten Römern und Griechen und (aus meiner Sicht: leider) ohne teure Möbel, kommt aus den USA. Dort zu Beginn unter „Simple Living“ (einfaches Leben), „Voluntary Simplicity“ (freiwillige Einfachheit) oder Downshifting (herunterschalten) bekannt.

Gemeint ist aber immer dasselbe: bewusster Verzicht auf Überfluss und das Hinterfragen des eigenen Verhaltens. Nicht nur in Bezug auf Eigentum, sondern auch auf Beziehungen, Arbeit und Freizeit. Eine einheitliche minimalistische Lebensweise gibt es nicht. Wohl aber eine gemeinsame Grundhaltung: Minimalisten suchen nach einer Alternative zur konsumorientierten Überflussgesellschaft, wollen aus Alltagszwängen ausbrechen und ein erfüllteres und selbstbestimmteres Leben führen.

Hier findest du einen einfachen Einstig für jedermann:

FIRE-Movement

Aus der Kombination von der Ablehnung des Konsums und dem Minimalismus haben sich weitere Strömungen gebildet. Eine davon ist die FIRE-Bewegung. Was die FIRE Bewegung genau ist, darüber habe ich in meinem Beitrag über FIRE geschrieben.

FIRE steht für:

Financial
Independence
Retire
Early

Es zieht in dieselbe Richtung wie der Minimalismus – jedoch mit einem anderen Beweggrund. Es geht nicht um die einfach „Vereinfachung“ des Lebens, sondern darum, möglichst wenig auszugeben. Das gesparte Geld sinnvoll angelegt und mit möglichst tiefen Lebenshaltungskosten, soll ein frühzeitiger Ausstieg aus dem Hamsterrad der Arbeit möglich sein.

Die Geschichte des Minimalismus – was nehmen wir mir?

Der Minimalismus ist eine Art Rückkehr zu Strömungen, die so alt sind wie die Philosophie selber. Seit der Mensch nicht mehr nur um Essen und Trinken, sondern auch um tiefere Fragen besorgt ist, ist die Idee „weniger ist mehr“ immer aufgetaucht.

Die alten Römer und Griechen, alle grossen Religionen und philosophischen Schulen kennen das Konzept des Minimalismus schon lange. Sie nannten es nur anders.

Im Möbeldesign der 60er Jahre wurde auf vieles verzichtet, um den wahren Kern der Möbel in den Fokus zu rücken. Und zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts hat man das mit dem Rest des Besitzes gemacht und es dann gleich genannt.

Verzicht um den Fokus auf das Wesentliche zu rücken. Das ist der Kern und die Geschichte des Minimalismus.

20 Tipps um mit dem Minimalismus anzufangen

20 Tipps um mit dem Minimalismus anzufangen

«Mehr ist mehr» – das ist oft das, womit wir unseren eigenen Wert definieren. Ein durchschnittlicher Amerikanischer Haushalt besitzt rund 300’000 Gegenstände. Aber macht das glücklich? Wohl oft ganz im Gegenteil. Immer den neusten, besten oder einfach dem was ich noch nicht habe hinterher zu jagen bedeutet Stress, die Ursache aller Zivilisationskrankheiten. Der Minimalismus versucht dem Gegensteuer zu bieten.

Minimalismus ist kein fix fertiges Konzept. Du musst dich selber auch nicht als Minimalist bezeichnen, kannst aber aus dieser Bewegung sicherlich etwas mitnehmen. Ja, viele Menschen hören nicht mehr damit auf, wenn sie erst einmal angefangen haben, ihr Leben zu entrümpeln und bewusster zu leben. Das Gefühl ist einfach befreiend. Es entwickelt sich für viele zum Lebensstil. 

Der Anfang zu einem einfacheren Leben ist nicht schwer

Aber wo fängst du an? Ich würde dir raten: nicht alles auf einmal – sonst wird es kompliziert. Hier einige Ideen, wo du mit einem minimalistischen Leben beginnen kannst. Und dann auch gleich weitermachen, wenn es dich gepackt hat.

1. Fass die erste Stunde deines Tages dein Handy nicht an.

Ja, vielleicht ist es besser, wenn du die einen altmodischen Wecker kaufst. Wenn du das Handy als Wecker nutzt, ist das erste was du nach dem Aufwachen siehst, deine ungelesenen Malis, die 14 Nachrichten aus einer Gruppe und den Terminkalender des Tages. Lass deinen Kopf erst einmal aufwachen, sich sammeln und sortieren, bevor du ihn mi all dem belastest.

2. Nimm dir Zeit für das, was du gerade tust

Multitasking funktioniert einfach nicht – egal was du sagst. Konzentriere dich auf etwas, und sei es nur auf deinen Kaffee. Geniesse die Momente, im hier und jetzt. Und der Verzicht auf Multitasking hilft gleich noch, dass die Sachen die du auch machst sauber und korrekt erledigt sind – und du gibst allem etwas mehr Bedeutung.

3. Iss ohne Ablenkung

Nimm dir Zeit für Geschmäcke, Gerüche und das Aussehen deines Essens. Positiver Nebeneffekt: das Hungergefühl ist schneller gestillt und du nimmst weniger Kalorien zu dir.

4. Geh zu Fuss

Lass dein Auto stehen, oder steig eine Station früher aus der Bahn, der Tram oder dem Bus aus und geh den Rest zu Fuss. Zu Fuss gehen kostet nichts, du hast Zeit für dich und deine Gedanken und tust dir gleich noch etwas Gutes dabei.

5. Stehe früher auf

Deine Morgenroutine bestimmt, wie sich dein Tag anfühlt. Jetzt wo du dir für alles mehr Zeit nimmst, solltest du vielleiht 10-15 Minuten früher aufstehen, um den Tag nicht schon mit Stress zu starten.

6. Bitte keine Werbung

Würde das jeder machen, könnten wahnsinnig viele Ressourcen gespart werden. Du musst weniger Altpapier entsorgen, kaufst weniger unnötige Produkte (weil du nicht auf grosse Sale-Werbung anspringst, wenn du sie nicht siehst) und es liegt weniger Post die du sowieso nie liest auf deinem Tisch.

7. Melde dich von allen Newslettern ab

Sie lenken dich ab, verführen dich dazu, Dinge zu kaufen die du gar nicht brauchst. Sie füllen deinen Posteingang und verschwenden deine Zeit und unterbrechen den Flow. Bestelle sie ab. Alle. Wenn du nach einigen Tagen oder Wochen den einen Newsletter wirklich vermisst, melde dich wieder an. Ich denke aber nicht, dass das der Fall ist.

8. Sortiere Hefte und Zeitschriften aus

Alles was du in den nächsten zwei Wochen nicht liest, kommt weg – das wäre mein Vorschlag. Vielleicht suchst du dir sogar nur die Artikel raus, die du wirklich lesen willst. Für die nimm dir dann aber auch Zeit. 

Minimalismus_Deko

9. Deko ade

Sind wir ehrlich. Welchen Nutzen bringen Dekorationen deinem Leben? Mehr Aufwand zum staubwischen? Und wenn glaubst, dass deine Wohnung ohne Deko weniger toll ist, schau dir mal all die Designer-Häuser an – da steht kaum Deko. Oder google wie die Wohnungen von Minimalisten aussehen. Toll, sage ich dir! Und wenn doch Deko: weniger ist mehr!

10. Räume deinen Badezimmerschrak auf

Wie viele Duschgels, Seifen und Cremes brauchst du wirklich? Hinterfrage mal alles, was dort so rumsteht. Brauchst du das? Oder fängt es einfach nur Staub?

11. Räume deinen Desktop auf

Spare Zeit und hör auf zu suchen. Mach endlich Ordnung auf deinem Desktop, ja dem ganzen PC. Suche dir ein System. Nicht nur wirst du schneller fündig, nein, auch dein PC läuft schneller, wenn du Ordnung schaffst und das löschst, was du seit Jahren nicht geöffnet hast. 

Minimalismus_Arbeitsplatz

12. Meditiere täglich

Fang mit 5 Minuten an. Ja, Meditation klingt esoterisch auf den ersten Blick. Und ja, die ersten Versuche sind vielleicht nicht ganz so entspannend, wie man denken könnte. Du lernst, unwichtige und störende Gedanken besser kontrollieren zu können und bewusster damit umzugehen. Meditation ist Krafttraining für den Kopf. Für den Anfang eignen sich Apps wie Headspace oder Calm hervorragend. Probiere es.

13. Sag nein zu Sachen die dir nichts bringen

Bringt mich das weiter, macht mich das glücklich. Diese beiden Fragen solltest du dir bei allem stellen, was nicht wirklich verpflichtend ist. Weil Steuern zahlen bringt mich nicht weiter und macht mich nicht glücklich, muss aber sein. Aber das Treffen mit der alten Schulfreundin, der x-te Besuch bei den Schwiegereltern diesen Monat… Macht dich das glücklich? Wenn nicht, sag nein.

14. Schränke deine Bildschirmzeit ein

Wir verbringen fast alle mehrere Stunden pro Tag an unserem Handy. Wie viel davon ist produktiv oder macht glücklich? Viel schlimmer, oft macht es unglücklich. Beispielsweise durch die Angst, etwas zu verpassen (FOMO). Definiere Zeitfenster, in denen dein Handy gesperrt bleibt – dafür gibt es Apps oder teilweise unterstützt dich sogar das Telefon selber dabei. All die Zeit, die du nun hast, toll!

15. Was du nach 2 Monaten nicht angefasst hast, kommt weg

Tipp: Pack all deine Sachen in Umzugkartons. (Das klappt am besten, wenn du sowieso gleich umziehst. Du kannst das aber auch einfach so machen). Nimm nur aus den Kartons, was du auch brauchst – die Sachen können dann nach Gebrauch bei dir «einziehen». Alles was nach zwei Monaten noch in den Kartons ist, kommt weg. Spende es, verkaufe es, wie auch immer.

16. Koche selber. Mit frischen Zutaten

Das bringt gleich mehrere Vorteile mit sich. Es ist günstiger. Es ist gesünder, da du weniger künstliche oder raffinierte Zusätze zu dir nimmst. Du weisst was du isst. Es schmeckt so, wie du es willst. Die Portion hat die richtige Grösse. Du kannst vorkochen und morgen gleich noch etwas mit zur Arbeit nehmen. Und Kochen ha etwas entspannendes und Beruhigendes, nimm dir die Zeit.

17. Bau dein eigenes Essen an

Um an den letzten Punkt anzuknüpfen, kannst du dein Essen oder deine Gewürze selber anbauen. Hast du einen Balkon? Tomaten, Gurken, Chili, da wächst alles Mögliche. Du hast keinen? Pflanze zumindest deine Kräuter und Sprossen selber, das wächst hervorragend auch in der Küche. Ohne Pestizide, ohne Abfall, von Hand geerntet.

18. Trink Leitungswasser

Weniger Verpackung, weniger Abfall, kein Schleppen, kein Zucker, keine künstlichen Süssstoffe, jederzeit verfügbar, preislich unschlagbar und lecker. Zur Abwechslung gib etwas Ingwer oder Minze, Zitrone oder Orange in die Wasserflasche. Es gibt keinen Grund, in Plastik gelagertes Wasser oder noch schlimmer, teure und ungesunde Süssgetränke nach Hause zu tragen.

19. Setze dir selber eine No-Buy-Challenge

Verpflichte dich für eine gewisse Zeit (z.B. einen Monat lang) nichts neues zu kaufen. Klar, Essen und Dinge des täglichen Gebrauchs sind in Ordnung. Aber keine Kleider, Bücher, Spiele, kein online Shopping, etc.) Das kann dazu führen, dass du merkst, dass das was du schon hast eigentlich mehr als nur reicht. Und du lernst, neue und vielleicht bessere Wege zu gehen. Für Bücher gibt es Bücherschränke, vieles was man nur ein oder zwei Mal braucht kann man auch ausleihen.

20. Kaufe nicht auf Vorrat

Das unterscheidet den Minimalisten vom Frugalisten. Dieser würde ich wohl seine «Standardprodukte» dann einkaufen, wenn sie im Angebot sind, um Geld zu sparen. Welcher Weg für dich der richtige ist, musst du entscheiden.

Bereit mit dem Minimalismus zu beginnen?

Und, wo fängst du an? Schreib es in die Kommentarspalte, ich freue mich. 

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Frugalismus – kann man das essen?

Frugalismus – kann man das essen?

Frugalismus – die Kunst des bescheidenen Lebens. Oder: wie gehe ich mit 40 (oder gerne auch vorher) in Rente? Frugal, aus dem Englischen bedeutet einfach nur „bescheiden“ oder „einfach“. Daraus hat sich in den letzten Jahren, zusammen mit dem Minimalismus eine ganze Bewegung von jungen und junggebliebenen Menschen gebildet, deren Ziel es ist, sich mit 30 oder 40 in Rente zu begeben. 

Diese Idee ist aber nicht neu. In den USA gibt es schon seit einigen Jahrzehnten die sogenannte FIRE-Bewegung, die genau dieses Lebensmodell verfolgt. Die Abkürzung FIRE steht für Financial Independence, Retire Early – auf Deutsch: Finanzielle Unabhängigkeit, früher Ruhestand.

Es bedeutet aber nicht, auf alles Glück zu verzichten, ganz im Gegenteil. Der Verzicht schafft Platz für andere schöne Dinge im Leben. 

Frugalismus vs. Minimalismus 

Im Mittelpunkt des Minimalismus steht das Entschlacken des Lebens – sei es materiell oder sozial. Es wird einfach auf das verzichtet, was einem nicht vorwärts bringt. Die Frugalisten auf der anderen Seite stellen den Vermögensaufbau und die Reduktion der Lebenshaltungskosten in den Vordergrund. Je weniger du ausgibt, desto früher kannst du dich von deinem Job verabschieden. Das Ziel eines „richtigen“ Frugalisten ist die finanzielle Freiheit. Die eines Minimalisten das ablenkungsfreie, glückliche Leben. 

Was braucht es zur finanziellen Unabhängigkeit? 

Um finanziell unabhängig zu sein, benötig man in etwas das 25-fache seiner jährlichen Ausgaben – so die Theorie. Komme ich mit 2000.- im Monat aus, brauche ich also etwa 600’000.-. Je weniger ich also zum Leben brauche, desto mehr kann ich jeden Monat zurück legen – und andererseits muss ich weniger ansparen um mein Ziel zu erreichen. 

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Wichtiger als das Einkommen ist also die Sparquote – wie viel meines Einkommens ich jeden Monat zur Seite legen kann. 

Ein passives Einkommen wie Erträge aus Finanzprodukten oder Dinge wie Stockfotografie oder das sogenannte „T-Shirt Business“ sind nur einige Ansätze. Auch Dinge wie eine gut strukturierte Vorsorge fürs Alter verkürzen den Weg zum Ziel. 

positive Nebeneffekte 

So bedacht und überlegt zu Leben ist sicherlich anstrengend. Die Entschlackung die dafür notwendig ist, hat aber aus ihre positiven Seiten. Du merkst, wie schön die kostenlosen Dinge im Leben sind. Freunde & Familie, die Natur, selber zu kochen. Aber auch wie viel einfacher und leichter das Leben wird, wenn du nicht immer dem neusten und tollsten hinterher jagst, sondern lernst, dich mit dem zu begnügen was du schon hast. 

Gute soziale Beziehungen, eine erfüllende Tätigkeit, Lachen, Gesundheit, Sport, lebenslanges Lernen. Alles Dinge, die nicht viel Geld kosten müssen. 

Bücher zum Thema

Wenn du dich eingehender damit beschäftigen willst, hier einige Empfehlungen: 

Der reichste Mann von Babylon* von George S. Clason

Rich Dad, Poor Dad* von Robert Kiyosaki

Der Weg zu finanziellen Freiheit* von Bodo Schäfer

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