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6 Finanzlektionen die wir aus der COVID-Pandemie lernen können

6 Finanzlektionen die wir aus der COVID-Pandemie lernen können

Corona hat mein finanzielles Leben glücklicherweise nur begrenzt getroffen. Zwei Monate Kurzarbeit haben mich aber dazu gebracht, einiges zu überdenken. Dinge, die mir und dir gleichzeitig helfen können, finanzielle Freiheit zu erreichen. Einige Finanzlektionen die ich mitnehme, will ich dir vorstellen.

Der Gedanke „ich bin noch jung, ich kann später sparen“ wurde durch die Pandemie etwas durchgeschüttelt. 

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1. Notgroschen anlegen 

Drei bis vier Monatsgehälter sollte das Ziel sein. Und aus meiner Sicht ist das die wichtigste der Finanzlektionen. Ein Ereignis wie die Corona-Krise zeigt, wie schnell es gehen kann, ohne Job, oder zumindest mit weniger Einkommen dazustehen. Ein finanzielles Polster (am besten schnell verfügbar und nicht an Termine gebunden) ist dabei Gold wert. 

Und ja, vielleicht erscheint das jetzt gerade nicht notwendig. Aber vielleicht hast du irgendwann mal Verpflichtungen, eine Familie oder ähnliches. Und das Polster erst dann aufzubauen ist ungleich schwieriger. Also mach es jetzt. Ich mache es auch. 

Leg einen Dauerauftrag an, der gleich Anfang Monat auf dein Sparkonto wandert. Geld welches nicht da ist, gibst du nicht aus. Wie du einfach Sparen kannst, zeige ich dir hier. 

2. Zusätzliches Einkommen generieren

Wenn es um Anlagen oder andere Finanzprodukte geht, lernen wir schnell zu diversifizieren und unsere Risiken zu verteilen. Die Information meines Arbeitgebers, dass wir plötzlich weniger Lohn erhalten werden hat mich zum Nachdenken angeregt. Warum vertrauen wir beim Lohn auf eine einzelne Quelle? Auch hier sollten wir unser Risiko und damit unsere Einkommensströme besser diversifizieren. 

Ideen hierzu gibt es einige: 

  • Lege einen Blog an und lerne wie man damit Geld verdienen kann. (Vielleicht mit Chimpify*?)
  • Mache dein Hobby zu einer Einnahmequelle und beschäftige dich mit Stockfotografie 
  • Du kannst ein wenig mit Grafikprogrammen umgehen, und ein T-Shirt-Business aufbauen? 
  • Baue dir einen Nebenerwerb als Texter oder Freelancer in dem Gebiet in dem du gut bist, auf. 
  • Oder ganz altmodisch: mähe den Rasen deiner Nachbarn, gehe für die älteren Menschen in deinem Umfeld einkaufen oder fahre Pizzas aus – mit dem Fahrrad, das hält gleich noch fit dazu. 

3. Unnötige Ausgaben einschränken. 

Wir geben oft Geld aus, ohne das wir es merken. Kontogebühren, teure Handy-Abos, Zinsen auf Kreditkarten, unnötige Mitgliedschaften die sich nicht rechnen, und sooo vieles mehr. 
Hier einige Ideen, diese einzuschränken: 

  • Überprüfe dein Handy- und Internetabonnement. Ich habe darum alles zu Wingo* gewechselt – nach Jahren zu viel bezahlen, kostet mich das ganze mit wenig Aufwand plötzlich weniger als die Hälfte. Bei gleichem Service. 
  • Brauchst du wirklich eine Kreditkarte mit hohen Zinsen? Ich habe mit NEON einen Anbieter gefunden, der mir die Mastercard als Kontokarte zur Verfügung stellt. Damit geht alles: Onlineshopping, Einkaufen, Gelb beziehen und versenden. Gebührenfrei. Nach einem halben Jahr damit bin ich überzeugt. Warum kannst du hier nachlesen. (Und wenn du bei der Anmeldung den Code „PlanBesser“ eingibst, bekommst du 10.- Startguthaben)
  • Mach dir deinen Kaffee zuhause, statt ihn unterwegs zu kaufen. 
  • Koche selber
Unbenannt

4. Lerne, wie Geld funktioniert. 

Geld ist ein riesiges Thema, in dem es immer etwas zu lernen und entdecken gibt. Darüber wurden unzählige Bücher geschrieben, ganze Bewegungen wie der Frugalismus haben sich gebildet. Bilde dich weiter. Jede Woche ein wenig. Das mache zumindest ich in dieser Zeit, wenn wir schon nicht Reisen können, oder Freunde besuchen, an Open Airs gehen, oder was auch immer. 

5. Plane deine Ausgaben 

Ein Budget ist hierbei nur der Anfang. Lege ein Budget an – zu wissen, was du ausgibst, ausgeben kannst und willst, hilft. Aber ein Budget hilft nur, wenn du dich daran hälst. 

  • Schreibe Einkaufslisten. Und geh nicht hungrig einkaufen. Beides hilft, deine Kosten im Griff zu haben. 
  • Willst du etwas grösseres kaufen, kaufe es nicht jetzt, sondern erst nächsten Monat. Erstens vergehen einige Wünsche einfach wieder (das spart am meisten), zweitens kannst du dir noch einmal überlegen ob du es dir wirklich leisten kannst und ob es dich wirklich weiter bringt. Gerade Impulskäufe sind oft unnötig und teuer. Und wenn du es wirklich noch immer willst, hast du so einen Monat Zeit das beste Angebot dafür zu finden. 

Gerade in diesen unsicheren Zeiten sind das zwei Punkte auf die ich noch mehr achte. 

6. Überprüfe dich selber

Nimm dir die Zeit. Überprüfe einen Monat lang dein Budget, in dem du deine Ausgaben peinlich genau notierst. So kannst du nicht nur überprüfen, ob dein Budget stimmt, du hinterfragst dabei gleichzeitig deine Ausgaben, da du dir über jede einzelne kurz Gedanken machen musst, wenn du sie notierst. 

Die wichtigsten Finanzlektionen zusammengefasst:

Für die, die ihre Finanzlektionen für schwere Zeiten nur ganz kurz noch einmal auffrischen wollen:

1. Lege einen Notgroschen an
2. Generiere zusätzliches Einkommen
3. Schränke unnötige Ausgaben ein
4. Lerne wie Geld funktioniert
5. Plane deine Ausgaben
6. Überprüfe dich selber

Was hat dir die Pandemie über deinen Umgang mit Geld gelernt? Lasse mir einen Kommentar da – ich lerne gerne dazu! 

Finanzielle Freiheit. Ein guter Start für ein besseres Ich

Finanzielle Freiheit. Ein guter Start für ein besseres Ich

Geld macht nicht glücklich. Aber wenn es fehlt, macht das sicher unglücklich. Wenn wir uns um uns selber kümmern wollen, ist es hilfreich, nicht alle Gedanken darauf verwenden zu müssen, wie wir Ende Monat die Miete bezahlen, oder ob der Tank noch reicht bis zum nächsten Gehalt. 

Was wir also wollen, ist finanzielle Freiheit. Doch wie kommen wir an den Punkt, an dem Geld nicht Sorgenkind, sondern Türöffner zu neuen Chancen ist? 

Schritt 1: Übersicht verschaffen

Als Allererstes solltest du dir eine Übersicht über deine finanzielle Situation verschaffen. Einkünfte, Ausgaben, Vermögen und ganz wichtig: Schulden. Damit siehst du schon einmal, wohin dein Geld fliesst. Eine gute Basis bietet hier die Budgetberatung Schweiz. 

Ich war erstaunt zu sehen, wie viel ich eigentlich ausgebe. Wenn man sich achtet, wohin das Geld fliesst, lassen sich viele Posten schon reduzieren, oder im besten Fall sogar eliminieren. Aber zum günstiger Leben kommen wir ein andermal. 

Schritt 2: Schulden abbauen

Das Budget ist gemacht, die Schulden sind aufgelistet. Und der wichtigste Schritt zur finanziellen Freiheit ist: die Schulden loswerden. Viele der Posten werden wohl sogar Zinsen oder Gebühren kosten. Selbst Zinsfreie Darlehen „kosten“ dich Geld, du könntest das Geld, welches du jeden Monat zurückzahlst investieren und damit selber mehr Geld machen…. 

Auf das Thema Schulden abbauen komme ich in einem späteren Post detailliert zurück. Bis dahin: zahle deine Schulden, Kreditkartenrechnungen und gleiche das Minus auf deinen Konten ab, ohne neue Schulden zu machen. Verzichte dafür heute, du kannst dir dafür später mehr leisten. 

Wenn dir die Schulden aber über den Kopf wachsen, dann suche dir professionelle Hilfe. Zum Beispiel bei der Schuldenberatung Schweiz. Und das zwar bevor es zu spät ist. 

Schritt 3: Rücklagen bilden

Schulden abbauen ist ja schon hart, aber Rücklagen bilden und diese auch nicht anzufassen, dass fällt vielen noch schwerer. Aber drei bis sechs Monatsgehälter für schlechte Zeiten auf der Seite zu haben ist unglaublich befreiend. Und verhindert die Entstehung neuer Schulden. Versuche 10% deines Gehalts zur Seite zu legen. Am besten mit einem Dauerauftrag, auf ein separates Konto. 

Liegt das heute nicht drin? Dann lernst du hier bald, wie du a) weniger ausgibst und b) mehr verdienst. Bis dahin, leg zur Seite was du kannst. Corona hat uns allen gezeigt, wie zerbrechlich wir sind. Wer weiss, wann das nächste Mal eine solche Krise kommt und vielleicht auch dich betrifft. 

Schritt 4: Passives Einkommen generieren. 

Nun, die Basis ist gelegt. Nun ist es aber so: als Angestellter tauschen wir Zeit gegen Geld. Das ist ein schlechter Tausch. Zumindest wenn das die einzige Einnahmequelle ist. Der Unterschied zwischen dem Mittelstand und „den Reichen“ ist, dass die Reichen ihr Geld für sich arbeiten lassen. Aber auch, dass sie ihre Zeit von Ihrem Einkommen abgekoppelt haben. Durch Anlagen, Aktien, Fonds und Immobilien, aber auch durch Unternehmen und andere Menschen die für sie arbeiten. 

Wie das funktioniert? Bleib mir treu und ich finde es mit dir zusammen heraus. 

Manche versuchen es mit Bloggen. Andere mit digitalen Produkten. Verkaufe deine eigenen Produkte – verkaufe T-Shirts mit Shopify*, die Möglichkeiten sind endlos – und mein Blog unterstütz dich dabei.

Schritt 5: Die finanzielle Freiheit

Es gibt in den Weiten des Internet unzählige Ansichten, was finanzielle Freiheit bedeutet. Für mich bedeutet sie, dass ich meinen Lebensstandard, den ich heute pflege, mit passivem Einkommen bestreiten kann. Also nicht arbeiten muss, aber arbeiten kann. Dann kann isch nämlich frei entscheiden, was ich arbeiten will. Das ich mir Zeit nehmen kann für meine Liebsten, meine Familie und Freund und für mich selber. Um ein besserer Mensch zu werden. Ohne dabei denken zu müssen: Ich sollte Arbeiten, nicht Leben. Das will ich nicht (mehr). 

Du willst mehr? Mehr sollst du haben!

Das kratzt natürlich nur an der Oberfläche. Nachfolgend zwei Bücher, die den Umgang mit Finanzen und die Wichtigkeit von Sparen und keine Schulden haben, eindrücklich beleuchten. Auch wenn du nicht die Ambitionen zum Millionär hast, unbedingt lesenswert: 

Rich Dad Poor Dad, von Robert T. Kiyosaki* bei Orell Füssli kaufen

Der Weg zur finanziellen Freiheit, von Bodo Schäfer* bei Orell Füssli kaufen

Also folge mir auf meinem Weg. Lerne mit mir. Kopiere was für mich funktioniert. Wenn ich scheitere, mach es nicht – oder besser.