Sinnvoller Vermögensaufbau & Fehler die du vermeiden kannst

Sinnvoller Vermögensaufbau & Fehler die du vermeiden kannst

Vermögen aufzubauen, das wünschen wir uns doch alle. Egal ob wir damit anfangen, oder (noch) mehr Vermögen aufbauen wollen. Wenn du die folgenden Fehler vermeidest, kann ein sinnvoller Vermögensaufbau auch bei dir klappen.

Es ist einfacher zu beantworten, welche Fehler du beim Vermögensaufbau vermeiden solltest. Dennoch gebe ich dir hier auch Strategien zum Vermögensaufbau mit auf den Weg. Kurz, ich versuche dir zu zeigen, wie ein sinnvoller Vermögensaufbau klappen kann.

Warum solltest du Vermögen aufbauen?

Vermögen ist nicht einfach nur das Geld auf deinem Konto. Vermögen umfasst sämtliche Dinge mit Wert die du besitzt – abzüglich aller deiner Verbindlichkeiten. Wenn du viel Geld auf dem Konto hat, aber daneben mit einem Berg Schulden kämpfst bist du unter dem Strich pleite – zumindest vereinfacht gesagt.

Der Vorteil von Vermögen gegenüber Einkommen ist: es geht weniger schnell verloren. Wenn du deinen Job verlierst, ist es nicht einfach weg. Dein Einkommen schon.

Wie du herausfindest, wie viel Vermögen es braucht um nicht mehr arbeiten zu müssen, findest du in meinem Beitrag über die F.I.R.E-Bewegung.

Und im Alter musst du dich mit Vermögen nicht auf ein marodes Rentensystem verlassen. Privater Vermögensaufbau ist der sicherste Weg, Altersarmut vorzubeugen.

Bevor du mit dem Vermögensaufbau beginnst

Tilge deine teuren Schulden

Ein sinnvoller Vermögensaufbau sollte erst beginnen, wenn du deine Schulden getilgt hast – zumindest die, die Kosten verursachen. Kreditkarten, überzogene Konten oder Konsumkredite haben so hohe Zinsen, dass du das mit den Renditen deiner Anlagen unmöglich wieder reinholen kannst.

6% Rendite sind super – nützt aber nichts, wenn du 12% Zinsen auf deinen Schulden bezahlst.

Lege eine kleine Reserve an

Bevor du beginnst, dein Geld in irgend etwas zu investieren, solltest du dir etwa 3 Monatsgehälter zur Seite legen. Ein Defekt an deinem Auto, ein abgebrochener Zahn. Solche Dinge können deine Finanzplanung auf den Kopf stellen. Und dann brauchst du einfach und schnell verfügbares Geld.

Wenn du in einem dummen Moment Aktien verkaufen musst, weil du das Geld gerade jetzt brauchst, kann das massive Verluste bedeuten. Leg es auf ein Sparkonto, Es muss da auch nicht arbeiten, es soll einfach als Reserve für schlechte oder unvorhersehbare Zeiten dienen.

Sparen ist der schlechteste Weg, Vermögen aufzubauen

Wenn du eine Umfrage machst, wie man Vermögen aufbaut, werden die meisten Menschen sagen: Sparen.

Die Zinspolitik der Zentralbanken hat Sparen als Mittel zur Vermögensbildung quasi unbrauchbar gemacht. Die Zinsen, die du auf einem Sparkonto erwarten kannst, liegen im Moment unter der Inflationsrate:

Das ist nicht grundsätzlich falsch – es ist der einfachste und naheliegendste Schritt, der einem dazu einfällt. Aber die Frage war: wie geht sinnvoller Vermögensaufbau?! Und dann ist klassisches Sparen der falsche Weg.

Sparkonto - sinnvoller Vermögensaufbau
Quelle. K-Tipp Schweiz. Zinsen, mit denen ein sinnvoller Vermögensaufbau nicht möglich ist. Stand: 20.11.20

Das Schweizer Konsumentenmagazin K-Tipp führt eine Übersicht der Zinskonditionen auf Sparkonten. Dort zeigt sich: ohne Sonderkonditionen ist 0.5 % Zins das höchste aller Gefühle.

Lege ich heute 100’000 unverzinst zur Seite, ist es bei einer angenommenen Inflationsrate von 1.8% in 20 Jahren noch 69’539.00 wert…. Ja, zur Zeit ist die Inflation tiefer als 1.8% – das wird sich aber sicherlich wieder ändern. Dazu kämen dann noch Kontoführungsgebühren und allenfalls die Vermögenssteuer.

Solange die Zinsen ähnlich hoch oder tiefer als die Inflationsrate liegen, ist klassisches Sparen = Wertvernichtung.

Womit baue ich denn dann Vermögen auf?

Um eine höhere Rendite zu erzielen, bieten sich börsengehandelte Produkte an. Beispielsweise Aktien, Fonds, oder in einigen Fällen Obligationen, können für einen sinnvollen Vermögensaufbau verwendet werden.

In den letzten Jahren hat es sich gezeigt das auch P2P Produkte wie Bondora* gute bis sehr gute Renditen abwerfen.

Um sinnvoll Vermögen aufbauen zu können, muss die Rendite höher sein als die Kosten und die Inflation zusammen.

Je höher die Rendite, desto höher das Risiko

Das war schon immer so. In der aktuellen Phase sehr niedriger Zinsen trifft das aber noch mehr zu. Rendite, Sicherheit und Verfügbarkeit (Liquidität) standen schon immer in einem Spannungsfeld. Sie lassen sich in einem Dreieck darstellen. Quasi das magische Dreieck des Vermögensaufbaus.

sinnvoller Vermögensaufbau: Dreieck des Geldes

Wenn du in einer Ecke mehr willst, musst du in einer andern, oder sogar in beiden, Abstiche in Kauf nehmen. Das richtige Gleichgewicht zu finden ist also wichtig. Und: diversifizieren um das Risiko zu minimieren. Weil im Moment gibt es hohe Renditen wirklich nur mit hohem Risiko. Aber dazu später mehr.

Risiken minimieren – Rendite optimieren

Beim Anlegen gibt es viele Fallstricke und Stolpersteine, die einem im Weg stehen können. Um nicht darüber zu stolpern, macht es Sinn, sich früh genug eine Strategie zurecht zu legen.

Wird das ganze Kapital in einem Sektor angelegt, kann das verehrende Folgen haben.

Beispiel: Wenn du all dein Geld in die Elektro-Mobilität investierst, mag dir das heute als tolle Idee erscheinen. Was wenn sich aber nächstes Jahr heraus stellt, dass Wasserstoff viel nachhaltiger und effizienter ist? Oder die Tesla-Blase platzt? Dann nimmst du sehr hohe Wertverluste in Kauf.

Wenn du also deine Investitionen nicht ausreichend streust, hättest du dein Geld wohl besser auf dem Sparkonto gelassen. Investiere also nicht nur in Sektoren, die du schon beruflich kennst. In diesem Fall wäre eine Krise in deinem Sektor doppelt schlimm: Dein Kapital verliert an Wert und du vielleicht sogar noch dein Einkommen dazu.

Mit vielen kleinen Investments in unterschiedlichen Werten und Sektoren schläft es sich einfach auch besser. Du musst nicht auf jedes Ereignis an der Börse reagieren, weil du im betroffenen Sektor nur wenig Geld investiert hast. Nimmt ein Wert ab, wird wohl ein anderer zunehmen und die Schwankungen ausgleichen.

Spekulation auf einzelne Werte ist etwas für Profis. Und auch die liegen mehr daneben als sie Recht haben.

Wo anfangen?

Wo fängt ein sinnvoller Vermögensaufbau denn an?

  • Zuerst: tilge deine Schulden
  • Lege etwas auf ein Sparkonto als Reserve
  • Dann: sorge erst mal fürs Alter vor
  • Fonds sind ein guter Anfang
  • P2P als Diversifizierung

Altersvorsorge

Ja, das klingt Ultra langweilig. Macht aber einfach Sinn. Zum einen: du sparst Steuern. Und dann: deine Altersvorsorge muss ja nicht nur für die Rente sein. Zumindest in der Schweiz kann sie auch für den Bau eines Hauses oder für den Weg in die Selbständigkeit verwendet werden.

Ich nutze hierzu Viac. (darüber habe ich schon einmal berichtet).

Mein Viac-Portfolio mit einem Aktienanteil von 60 % (nachhaltige Aktien) hat im Moment eine Rendite von 11.9 % – was ein wahnsinnig guter Wert ist. Die Steuerersparnis noch nicht eingerechnet.

Fonds

Fondssparpläne sind für den Anfang sehr einfach. Du zahlst monatlich einen Betrag X in einen Fonds ein. Am besten via Dauerauftrag. So musst du nicht dran denken und verfällst nicht in den Fehler (siehe unten) immer zum richtigen Zeitpunkt investieren zu wollen. Ein Fonds besteht aus vielen unterschiedlichen Aktien – je nachdem welchen Fonds du wählst. So ist das Risiko schon breit gestreut. Achte aber auf die Kosten – da gibt es grosse Unterschiede.

Mein Fondssparplan läuft im Moment noch bei Postfinance – ich bin aber auf der Suche nach neuen Möglichkeiten. Wenn du Tipps hast, die Kommentarspalte wartet.

P2P

Um nicht gänzlich von der Börse abhängig zu sein, ist es sinnvoll, sich nach Anlagen ausserhalb der Börse umzusehen. Eine Idee sind hier sogenannte P2P Plattformen. Da vergeben Privatanleger Kredite an Private oder Firmen. Und das verläuft dazu noch antizyklisch zur Börse. Wenn es der Börse schlecht geht, boomt der P2P-Markt.

Ich investiere im Moment mit Bondora Grow & Go. Da wird im Moment dein angelegtes Geld mit 6.75 % verzinst.

Vorteil: keine Mindesteinzahlungen. Du kannst also schon mit 1.- beginnen und schauen, ob das etwas für dich ist.

Und: mit diesem Link* bekommst du 5 Euro Startguthaben geschenkt!

Weitere Möglichkeiten

Nebst diesen Dingen zum Anfang geht es natürlich noch weiter:

  • Aktien – vergiss aber nicht zu diversifizieren
  • ETF’s – an der Börse gehandelte Fonds
  • Immobilien – wenn du das Kleingeld hat
  • Kryptowährungen – als Diversifikation, nicht als Hauptanlage! Sonst kannst du auch gleich Lotto spielen

Über all diese Punkte folgen in der Zukunft hier noch Beiträge – bleib mir also treu.

sinnvoller Vermögensaufbau - nicht nur Sparen
Etwas Sparen solltest du schon – aber Anlegen macht mehr Sinn

Fehler, die du dabei machen kannst

Du investierst gar nicht erst. Viele Beginner machen den Fehler, auf den richtigen Zeitpunkt warten zu wollen. Oder ewig lange das richtige Produkt zu suchen. Das ist wie mit Kinder kriegen – den richtigen Moment zu finden fühlt sich selten wirklich gut an – mach es einfach und sei dann glücklich.

Wenn du dabei nicht das grosse Ganze im Blick hast, kann folgendes durchaus passieren: Du streust deine Anlagen und Investments nicht ausreichend.

Gerade mit einer unzureichenden Streuung läufts du Gefahr, ständig umzuschichten. Dabei geht gerne vergessen, dass das immer wieder Kosten verursacht. Und du im falschen Moment Analgen, Aktien oder Investitionen abstösst und dabei Verluste einfährst.

Du hast zwar ein gutes und ertragreiches Portfolio, aber hast auf der anderen Seite noch immer Schulden, die mit ihren Zinsen deine Rendite auffressen. Das würde wenig Sinn machen.

Du hast keine Reserve – und nun gibt es einen Börsencrash, eine Finanzkrise oder ähnliches. Oder du verlierst zum Beispiel deinen Job. Dann musst du eventuell deine Anlagen zum schlechtesten Moment veräussern. Darum: habe immer etwas auf der Seite.

Deine Anlagen haben hohe Kosten. Renditen sind immer nur Prognosen. Es kann auch sein, dass du keine, oder nur kleine Gewinne machst. Die Kosten sind aber trotzdem da. Und fressen das auf, was noch da ist. Darum: schaue immer auch auf die Kosten, nicht nur die erwarteten Gewinne.

Du lässt dich von unseriösen Angeboten verlocken. Versprechungen wie: hohe Renditen ohne Kosten, oder kein Risiko bei 10 % Rendite. Nichts ist gratis. Und wenn etwas unglaublich gut erschient, frage dich, ob das Sinn macht. Schaue, was andere für Erfahrungen gemacht haben. Blogs wie diesen hier gibt es viele – wir nehmen die Angebote für dich auseinander.

Fazit – sinnvoller Vermögensaufbau

Gar nicht so schwierig, oder? Wichtig ist, nicht alles auf eine Karte zu setzten. Sich bewusst sein, was man da macht und keine Angst hat – das ist nämlich alles gar nicht so kompliziert.

Wichtig ist, dass du verstehst, das es ein langfristiges Spiel ist. Und gewinnen tut der, der am ersten anfängt – dann hat das Geld nämlich mehr Zeit um zu wachsen.

Hast du schon mit deinem Vermögensaufbau angefangen? Wie kommst du woran?

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