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20 Tipps um mit dem Minimalismus anzufangen

20 Tipps um mit dem Minimalismus anzufangen

«Mehr ist mehr» – das ist oft das, womit wir unseren eigenen Wert definieren. Ein durchschnittlicher Amerikanischer Haushalt besitzt rund 300’000 Gegenstände. Aber macht das glücklich? Wohl oft ganz im Gegenteil. Immer den neusten, besten oder einfach dem was ich noch nicht habe hinterher zu jagen bedeutet Stress, die Ursache aller Zivilisationskrankheiten. Der Minimalismus versucht dem Gegensteuer zu bieten.

Minimalismus ist kein fix fertiges Konzept. Du musst dich selber auch nicht als Minimalist bezeichnen, kannst aber aus dieser Bewegung sicherlich etwas mitnehmen. Ja, viele Menschen hören nicht mehr damit auf, wenn sie erst einmal angefangen haben, ihr Leben zu entrümpeln und bewusster zu leben. Das Gefühl ist einfach befreiend. Es entwickelt sich für viele zum Lebensstil. 

Der Anfang zu einem einfacheren Leben ist nicht schwer

Aber wo fängst du an? Ich würde dir raten: nicht alles auf einmal – sonst wird es kompliziert. Hier einige Ideen, wo du mit einem minimalistischen Leben beginnen kannst. Und dann auch gleich weitermachen, wenn es dich gepackt hat.

1. Fass die erste Stunde deines Tages dein Handy nicht an.

Ja, vielleicht ist es besser, wenn du die einen altmodischen Wecker kaufst. Wenn du das Handy als Wecker nutzt, ist das erste was du nach dem Aufwachen siehst, deine ungelesenen Malis, die 14 Nachrichten aus einer Gruppe und den Terminkalender des Tages. Lass deinen Kopf erst einmal aufwachen, sich sammeln und sortieren, bevor du ihn mi all dem belastest.

2. Nimm dir Zeit für das, was du gerade tust

Multitasking funktioniert einfach nicht – egal was du sagst. Konzentriere dich auf etwas, und sei es nur auf deinen Kaffee. Geniesse die Momente, im hier und jetzt. Und der Verzicht auf Multitasking hilft gleich noch, dass die Sachen die du auch machst sauber und korrekt erledigt sind – und du gibst allem etwas mehr Bedeutung.

3. Iss ohne Ablenkung

Nimm dir Zeit für Geschmäcke, Gerüche und das Aussehen deines Essens. Positiver Nebeneffekt: das Hungergefühl ist schneller gestillt und du nimmst weniger Kalorien zu dir.

4. Geh zu Fuss

Lass dein Auto stehen, oder steig eine Station früher aus der Bahn, der Tram oder dem Bus aus und geh den Rest zu Fuss. Zu Fuss gehen kostet nichts, du hast Zeit für dich und deine Gedanken und tust dir gleich noch etwas Gutes dabei.

5. Stehe früher auf

Deine Morgenroutine bestimmt, wie sich dein Tag anfühlt. Jetzt wo du dir für alles mehr Zeit nimmst, solltest du vielleiht 10-15 Minuten früher aufstehen, um den Tag nicht schon mit Stress zu starten.

6. Bitte keine Werbung

Würde das jeder machen, könnten wahnsinnig viele Ressourcen gespart werden. Du musst weniger Altpapier entsorgen, kaufst weniger unnötige Produkte (weil du nicht auf grosse Sale-Werbung anspringst, wenn du sie nicht siehst) und es liegt weniger Post die du sowieso nie liest auf deinem Tisch.

7. Melde dich von allen Newslettern ab

Sie lenken dich ab, verführen dich dazu, Dinge zu kaufen die du gar nicht brauchst. Sie füllen deinen Posteingang und verschwenden deine Zeit und unterbrechen den Flow. Bestelle sie ab. Alle. Wenn du nach einigen Tagen oder Wochen den einen Newsletter wirklich vermisst, melde dich wieder an. Ich denke aber nicht, dass das der Fall ist.

8. Sortiere Hefte und Zeitschriften aus

Alles was du in den nächsten zwei Wochen nicht liest, kommt weg – das wäre mein Vorschlag. Vielleicht suchst du dir sogar nur die Artikel raus, die du wirklich lesen willst. Für die nimm dir dann aber auch Zeit. 

Minimalismus_Deko

9. Deko ade

Sind wir ehrlich. Welchen Nutzen bringen Dekorationen deinem Leben? Mehr Aufwand zum staubwischen? Und wenn glaubst, dass deine Wohnung ohne Deko weniger toll ist, schau dir mal all die Designer-Häuser an – da steht kaum Deko. Oder google wie die Wohnungen von Minimalisten aussehen. Toll, sage ich dir! Und wenn doch Deko: weniger ist mehr!

10. Räume deinen Badezimmerschrak auf

Wie viele Duschgels, Seifen und Cremes brauchst du wirklich? Hinterfrage mal alles, was dort so rumsteht. Brauchst du das? Oder fängt es einfach nur Staub?

11. Räume deinen Desktop auf

Spare Zeit und hör auf zu suchen. Mach endlich Ordnung auf deinem Desktop, ja dem ganzen PC. Suche dir ein System. Nicht nur wirst du schneller fündig, nein, auch dein PC läuft schneller, wenn du Ordnung schaffst und das löschst, was du seit Jahren nicht geöffnet hast. 

Minimalismus_Arbeitsplatz

12. Meditiere täglich

Fang mit 5 Minuten an. Ja, Meditation klingt esoterisch auf den ersten Blick. Und ja, die ersten Versuche sind vielleicht nicht ganz so entspannend, wie man denken könnte. Du lernst, unwichtige und störende Gedanken besser kontrollieren zu können und bewusster damit umzugehen. Meditation ist Krafttraining für den Kopf. Für den Anfang eignen sich Apps wie Headspace oder Calm hervorragend. Probiere es.

13. Sag nein zu Sachen die dir nichts bringen

Bringt mich das weiter, macht mich das glücklich. Diese beiden Fragen solltest du dir bei allem stellen, was nicht wirklich verpflichtend ist. Weil Steuern zahlen bringt mich nicht weiter und macht mich nicht glücklich, muss aber sein. Aber das Treffen mit der alten Schulfreundin, der x-te Besuch bei den Schwiegereltern diesen Monat… Macht dich das glücklich? Wenn nicht, sag nein.

14. Schränke deine Bildschirmzeit ein

Wir verbringen fast alle mehrere Stunden pro Tag an unserem Handy. Wie viel davon ist produktiv oder macht glücklich? Viel schlimmer, oft macht es unglücklich. Beispielsweise durch die Angst, etwas zu verpassen (FOMO). Definiere Zeitfenster, in denen dein Handy gesperrt bleibt – dafür gibt es Apps oder teilweise unterstützt dich sogar das Telefon selber dabei. All die Zeit, die du nun hast, toll!

15. Was du nach 2 Monaten nicht angefasst hast, kommt weg

Tipp: Pack all deine Sachen in Umzugkartons. (Das klappt am besten, wenn du sowieso gleich umziehst. Du kannst das aber auch einfach so machen). Nimm nur aus den Kartons, was du auch brauchst – die Sachen können dann nach Gebrauch bei dir «einziehen». Alles was nach zwei Monaten noch in den Kartons ist, kommt weg. Spende es, verkaufe es, wie auch immer.

16. Koche selber. Mit frischen Zutaten

Das bringt gleich mehrere Vorteile mit sich. Es ist günstiger. Es ist gesünder, da du weniger künstliche oder raffinierte Zusätze zu dir nimmst. Du weisst was du isst. Es schmeckt so, wie du es willst. Die Portion hat die richtige Grösse. Du kannst vorkochen und morgen gleich noch etwas mit zur Arbeit nehmen. Und Kochen ha etwas entspannendes und Beruhigendes, nimm dir die Zeit.

17. Bau dein eigenes Essen an

Um an den letzten Punkt anzuknüpfen, kannst du dein Essen oder deine Gewürze selber anbauen. Hast du einen Balkon? Tomaten, Gurken, Chili, da wächst alles Mögliche. Du hast keinen? Pflanze zumindest deine Kräuter und Sprossen selber, das wächst hervorragend auch in der Küche. Ohne Pestizide, ohne Abfall, von Hand geerntet.

18. Trink Leitungswasser

Weniger Verpackung, weniger Abfall, kein Schleppen, kein Zucker, keine künstlichen Süssstoffe, jederzeit verfügbar, preislich unschlagbar und lecker. Zur Abwechslung gib etwas Ingwer oder Minze, Zitrone oder Orange in die Wasserflasche. Es gibt keinen Grund, in Plastik gelagertes Wasser oder noch schlimmer, teure und ungesunde Süssgetränke nach Hause zu tragen.

19. Setze dir selber eine No-Buy-Challenge

Verpflichte dich für eine gewisse Zeit (z.B. einen Monat lang) nichts neues zu kaufen. Klar, Essen und Dinge des täglichen Gebrauchs sind in Ordnung. Aber keine Kleider, Bücher, Spiele, kein online Shopping, etc.) Das kann dazu führen, dass du merkst, dass das was du schon hast eigentlich mehr als nur reicht. Und du lernst, neue und vielleicht bessere Wege zu gehen. Für Bücher gibt es Bücherschränke, vieles was man nur ein oder zwei Mal braucht kann man auch ausleihen.

20. Kaufe nicht auf Vorrat

Das unterscheidet den Minimalisten vom Frugalisten. Dieser würde ich wohl seine «Standardprodukte» dann einkaufen, wenn sie im Angebot sind, um Geld zu sparen. Welcher Weg für dich der richtige ist, musst du entscheiden.

Bereit mit dem Minimalismus zu beginnen?

Und, wo fängst du an? Schreib es in die Kommentarspalte, ich freue mich. 

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