Homeoffice – Zuhause produktiv sein

Homeoffice – Zuhause produktiv sein

Vor der COVID-Pandemie war Homeoffice für viele so etwas wie ein Privileg. Nur wenige Jobs haben dieses Konzept erlaubt. Nun ist es für viele von uns zum Alltag geworden. Nicht länger ist es immer nur freiwillig und stellt uns auch vor Herausforderungen, die wir so nicht gewohnt sind. Aber wie arbeitest du von zuhause produktiv? Wie bringst du im Homeoffice die gleiche Leistung – oder sogar eine bessere Leistung – als in deinem gewohnten Büro?

Homeoffice – Die Vor und Nachteile

Die Vorteile des Homeoffice

  • Zeitersparnis
    Der Arbeitsweg ist wahnsinnig kurz. Kein Stau, keine Züge und Busse die vollgestopft und zu spät sind. Kein durch den Regen rennen oder im Sommer verschwitzt im Büro ankommen. Keine nervige Suche nach einem Parkplatz. Dein neuer Arbeitsweg ins Homeoffice ist wohl unter 10 Meter lang. Der durchschnittliche Arbeitnehmer spart sich etwa eine Stunde pro Tag, wenn er vom Küchentisch ins Büro nur wenige Meter Weg zurücklegen muss.
  • Flexibilität
    Ein Friseurbesuch um 11.30, das Kind am Mittag von der Kita abholen, die Pakete entgegennehmen oder das Abendessen schon um 15 Uhr ansetzten – im Homeoffice kein Problem. Ja, du solltest deine Kollegen oder den Chef ins Bild setzten, wann du an deinem Homeoffice-Arbeitsplatz erreichbar bist, aber die Koordination von diesen Dingen ist zuhause viel einfacher und schneller zu erreichen.
  • Work-Life Balance
    Die Kinder zuhause betreuen, den Hund nicht alleine lassen müssen und all die Punkte, die ich bereits unter Punkt 2 erwähnt habe lassen die Koordination von Beruf und Freizeit viel einfacher werden. Aber Achtung: die „Balance“ im Wort ist nicht zu unterschätzen, das „Life“ und die „Work“ sollte in Balance bleiben.
  • weniger Ablenkung
    Keine klingelnde Telefone der Kollegen, niemand, der dir während der Arbeit auf die Schulter tippt und dich aus der Konzentration reisst und niemand der zu unpassenden Zeiten unpassende Witze reisst. Also mehr Zeit, effizient zu arbeiten.
  • tiefere Kosten
    Selber Kochen ist sicherlich günstiger als das tägliche Essen in der Kantine oder in der Stadt. Keine Fahrkosten, weniger Abnutzung am Auto. Die Hemden müssen nicht in die Reinigung und der selbst gebrühte Kaffe ist sicherlich auch günstiger als der Kaffee aus der Büro-Maschine. Du kannst also ordentlich sparen, wenn du es richtig machst, Für die Einrichtung deines Homeoffice musst du aber vielleicht mit deinem Arbeitgeber eine Abmachung treffen, das kann sonst teuer werden.

Die Nachteile des Homeoffice

  • weniger soziale Kontakte
    Wer den täglichen Austausch im Flur schätzt, den kurzen Schwatz an der Kaffeemaschine oder das einfach Abwickeln von Fragen über den Bildschirm, dem wird zuhause etwas fehlen. Es wird nicht empfohlen, die gesamte Zeit nur im Homeoffice zu verbringen, damit Teams weiter voll funktionsfähig sind und wir nicht vereinsamen.
  • andere Quellen der Ablenkung
    Ja – ich habe oben von mehr Konzentration gesprochen. Aber die Kinder, das Klingeln des Postboten, und all die Möglichkeiten die man zuhause hat, bieten neue Quellen der Ablenkung, die es zu organisieren gilt. Aber dazu später mehr.
  • fehlende Motivation
    Zuhause haben wir normalerweise weniger Druck, weil die soziale Kontrolle weniger stark ist, als das im Büro der Fall wäre. Es scheint, als hättest du für deine Aufgaben ewig Zeit. Aber dann einfach länger zu arbeiten ist kontraproduktiv. Und auch wenn es niemand sieht: zieh dich wenigstens ordentlich an, damit du dich auf den „Work-Mode“ einstellen kannst.
  • Vorurteile
    So lange nicht alle Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten, kann es so wirken, als würden die zuhause weniger arbeiten, als die im Büro – einfach weil man sie nicht sieht. Helfen können hier klare Ziele, Aufgaben und für den Vorgesetzten einsehbare Pendenzenlisten, damit die geleistete Arbeit sichtbar wird. Sonst besteht die Gefahr mehr zu arbeiten, da man nicht faul wirken will.
  • Vermischung von Beruf und Freizeit
    Die Unterlagen liegen auf dem Bett, abends um sieben kommen noch Anrufe von Kunden und auch beim gemütlichen Fernsehabend kreisen die Gedanken noch um den Job? Wer im privaten Umfeld arbeitet, läuft Gefahr, keine klaren Grenzen zu ziehen – weder anderen noch sich selbst gegenüber. Auch und gerade die, die von zuhause arbeiten, brauchen einen klaren Arbeitsschluss und einen fixen Platz wo die Arbeit stattfindet.

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11 Tipps um im Homeoffice produktiv zu sein

Nun kennen wir die Vor- und Nachteile des Homeoffice. Und wenn du selber schon Erfahrungen mit dem Arbeiten von Zuhause gesammelt hast, bist du dem einen oder anderen davon sicherlich bereits begegnet. Darin enthalten waren auch bereits einige Dinge, die es zu beachten gilt, wenn du zuhause effizient arbeiten willst. Hier aber noch im Detail, die wichtigsten 10 Tippst, die die das Leben im Homeoffice einfacher gestalten.

Schmeiss das Smartphone aus dem Zimmer

Nichts ist so verlockend, wie der kleine Kasten, der alles kann. Aber wenn du nach 4 Stunden Arbeit im Flow merkst, dass du überhaupt nichts verpasst hast und erst noch produktiver warst als sonst ist das ein richtig tolles Erlebnis. Auch wenn wir alle glauben, dass wir Multitasking beherrschen – das ist ein Irrglaube. Unser Gehirn kann immer nur etwas auf einmal. Setz dich hin und mach was du machen sollst. Das Smartphone rennt nicht weg, versprochen.

Zieh dich so an wie im Büro

Du musst vielleicht nicht in Anzug und Krawatte im Homeoffice sitzen. Aber eben auch nicht im Pyjama. Das bewusste Umziehen versetzt dich in den Arbeitsmodus. Und Abends hilft der Garderobenwechsel beim Abschalten. Die Arbeitskleidung kommt weg, du hast Feierabend.

Schaff Abstand zur Freizeit

Ja, der Reiz zu putzen, kochen, abzuwaschen oder sogar private Dinge zu erledigen ist gross. Das ist eine Art der Verdrängung, die die meisten von uns tief in sich tragen. Oder hattest du beim Lernen für die Schule oder Uni nie das dringende Bedürfnis den Staubsauger zu schwingen? Meine Bude war nie so sauber wie während den Prüfungszeiten im Studium.

Es spricht nichts dagegen, das Abendessen schon am Nachmittag anzusetzen. Aber das solltest du während einer deiner geplanten Pausen machen. Du betrügst sonst nicht nur dich, sondern auch deinen Arbeitgeber.

Plane Pausen und mache sie

Pausen sind zuhause fast noch wichtiger als im Büro – weil die soziale Komponente fehlt. Wenn du alleine zuhause bist kommt niemand und fragt, ob du kurz einen Kaffee trinken willst. Auch Mittags steht wohl niemand auf der Matte und will mit dir zum Inder um die Ecke oder in die Kantine.

Darum solltest du dir schon vorher überlegen, wann und wie lange du Pause machen willst. Zu Beginn lohnt es sich vielleicht einen Timer zu stellen, damit du einmal in der Stunde aufstehst und kurz Pause machst. Einen interessanten Beitrag zu Pausen und der Steigerung der Konzentration findest du zum Beispiel hier im Selbst-Management Blog von Thomas.

Plane deine Zeit in Blöcke

Wenn du ins Büro gehst, bist du wahrscheinlich immer etwa zur gleichen Zeit dort, gehst immer etw zur gleichen Zeit in die Mittagspause und arbeitest wohl immer etwa gleich lang. Warum sollte das zuhause anders sein? Weiter mein Tipp: trage dir die Zeiten gleich in den Kalender ein, damit auch deine Arbeitskollegen wissen, wann sie dich erreichen können und wann nicht. Versuch dich an den Plan zu halten, sonst kommt plötzlich Ferienstimmung auf, das wäre kontraproduktiv.

Richte dir einen richtigen Arbeitsplatz ein

Ein ordentlicher Bürostuhl*, ein höhenverstellbarer Schreibtisch*, eine ordentliche Lampe*. Die Suva bietet hierzu Tipps und Tricks, wie so ein Arbeitsplatz passend eingerichtet ist. Ein ergonomischer Arbeitsplatz macht dich effizienter, produktiver und hilft, im Homeoffice langfristig gesund zu bleiben.

Setze Regeln, auch für dein Umfeld

Gerade wenn du nicht alleine lebst, ist es enorm hilfreich, Regeln zu setzen. Wenn du für dein Büro zuhause einen Raum mit Türe frei machen kannst – perfekt. Wenn die Türe zu ist, bist du bei der Arbeit. Das solltest du aber auch kommunizieren, gerade wenn du Kinder hast. Wenn du keinen solchen Raum einrichten kannst, bastle dir ein „Bitte nicht stören“ Schild. Das hilft aber auch dir, feste Blöcke einzuhalten.

Homeoffice mit Kindern
Homeoffice mit Kindern

Nutze Tools

Noch viel mehr als im Büro ist es wichtig, alles Aufgaben im Blick zu behalten. Ich nutze als Todo-Liste und Planungstool Todoist* – und es macht genau was es soll, über alle Plattformen.

RescueTime* – die erste Hilfe für produktives Arbeiten.

Falls dein Arbeitgeber nicht bereits Kollaborations-Tools zur Verfügung stellt, hier einige Tools die dich dabei unterstützen:

  • Slack
  • Microsoft Teams
  • Hangout

Vergiss nicht zu kommunizieren

Ja, den ganzen Tag alleine zu arbeiten kann einem – je nach Persönlichkeit – fast wahnsinnig machen. Versuche Sitzungen nicht durch Mails, sondern Videokonferenzen zu ersetzen. Dinge, für die du vorher deinen Pultnachbar persönlich gefragt hast, solltest du vielleicht telefonisch besprechen.

Geh auch mal raus

Der fehlende Arbeitsweg, die Mittagspause zuhause, weniger Bewegung im Büro, das alles ist zwar bequem und vielleicht auch günstiger. Aber sicher nicht gesund. Ersetze die halbe Stunde Arbeitsweg am Morgen mit einer kurzen Joggingrunde, geh Mittags kurz mal raus. Sport macht dich nämlich erfolgreicher.

Nutze meine Tipps um den inneren Affen (oder Schweinehund) an die Leine zu nehmen

Fazit

Sei dir bewusst, dass du zuhause nicht 8 Stunden am Stück produktiv sein wirst, du bist das auch im Büro nicht – versprochen. es geht nicht um die Zeit, sondern um das Ergebnis. und die Chancen zuhause stehen höher, dass du in den Flow kommst. Aber dafür musst du dich organisieren, einrichten und auch mal streng mit dir und deinem Umfeld sein.

Mit etwas Disziplin und Organisation bevor du anfängst, kann das Homeoffice deine Arbeit aber auch besser machen. Effizienter. Und vielleicht sogar bessere Resultate in kürzerer Zeit.

Was sind deine Erfahrungen und TIpps für das Arbeiten von Zuhause?

Mehr Produktivität durch weniger arbeiten?

Mehr Produktivität durch weniger arbeiten?

Weniger arbeiten macht produktiver. Wie du weniger machst und damit mehr erreichst.

Oder: wie dich weniger arbeiten produktiver macht.

Wer schon einmal eine grosse Arbeit, Thesis oder ähnliches verfasst hat, wird das kennen: 80% der Leistung erfolgt in den letzten 20% der Zeit. (oh, Pareto funktioniert überall). Wenn man es richtig macht, braucht mann aber dafür trotzdem keine 36-Stunden Schichten zu schieben. Wenn es um Produktivität geht ist nicht alles so einfach wie es scheint.

Die meisten Bücher zum Thema Produktivität, von David Allen* oder der Weg zum Wesentlichen*, oder auch einige die ich schon vorgestellt habe erzählen so im grossen und ganzen das selbe: steh scheiss früh auf, mach dich frisch, unterteile deine Arbeitszeit in Blöcke, sortiere sie nach Priorität führe Listen und plane voraus.

Aber: ich mag frühmorgens nur um wandern zu gehen. Aber nicht zum arbeiten. meist fange ich an zu arbeiten, weil mich mein Facebook-Feed genug genervt hat. Oder es langsam auffällt, wenn ich den dritten Kaffee geholt habe.

Wirklich produktiv bin ich dann leider zu seltsamen Zeiten, wenn die anderen nach Hause gehen, oder ich eigentlich mit meiner besseren Hälfte vor dem TV sitze und plötzlich Blogbeiträge schreibe. Ich glaube schon dass viele der Tools nützlich sind – ich nutze ja selber einige davon. Aber ich glaube auch dass wir alle unterschiedlich sind, dass Produktivität etwas sehr persönliches ist. Mit unterschiedlich geschalteten Gehirnen, unterschiedlichen Fähigkeiten und jeder mit seinen eigenen Situationen in denen er oder sie produktiv ist.

Arbeit und Produktivität sind nicht lineare Funktionen

Die meisten von uns, für die meiste Zeit unseres Lebens, gehen davon aus, dass Arbeit eine lineare Funktion ist. Linear bedeutet hier: je mehr du arbeitest, desto mehr kannst du schaffen. Die Erwartung ist, dass, wenn ich 12 statt 10 Stunden arbeite, ich 20% mehr Output generiere.

Wie Wahrheit ist, dass unsere Gehirne nicht so funktionieren. Und das fühlt sich nicht gut an, nein, es ist frustrierend. Und so kann es kommen, dass wir denken wir sollten für die geleistete Zeit bezahlt werden – dabei sollte es die tatsächlich geleistete Arbeit – der Output – sein, für die wir bezahlt werden.

Erwartung und Realität vom Verhältnis von Arbeitsertrag und geleisteter Zeit

Die einzig lineare Arbeit, die wir leisten können, sind die ganz einfachen Dinge. Boxen einpacken, Fliessbandarbeit. Weil wir dafür den Kopf nicht wirklich brauchen. Und dann wird darauf geschlossen, dass kopflastige Arbeit genau so zu funktionieren hat. Und diese Erwartungshaltung, und die Tatsache dass unser Kopf eben das nicht mitmacht, führt höchstens zu Frustration oder, im schlimmsten Fall, zum Burn-Out.

Unsere Arbeit folgt dem Gesetz der abnehmenden Grenzerträge

In Fachchinesisch an einem Beispiel erklärt:

Wird für das Produkt X oder die Partei Y bisher kaum oder wenig geworben und nun der Werbeaufwand stark erhöht, dann wachsen die Umsatzerlöse bzw. die Stimmanteile zunächst progressivan. Ab einem bestimmten Punkt wachsen sie nur noch degressiv, bis sie schließlich asymptotisch gegen Null tendieren. Dieser Trend lässt sich bei gleichbleibender Qualität auch durch noch so großen Aufwand nicht mehr umkehren.

Quelle: wikipedia – Ertragsgesetz

Oder einfacher:

Du gehst 10 Minuten joggen. Das ist gesund. Läufst du nun beim nächsten Mal 20 Minuten ist das nicht doppelt so gesund. Und eine ganze Stunde joggen ist sicherlich nicht 6x so gesund wie die 10 Minuten. Deine Muskeln werden müde, ihre Fähigkeit zum Wachstum nimmt mit steigender Dauer wieder ab (oder kann sogar ins negative kippen). 2 Stunden im Gym bringen übrigens kaum mehr als eine Stunde – ausser dass du eine Stunde Zeit verlierst.

Und warum gilt das für unsere Arbeitsleistung? Das Gehirn, genau wie ein Muskel, wird müde und bringt nicht mehr die selbe Leistung. Problemlösung, Entscheidungen und Kreativität benötigen Energie die nicht endlos verfügbar ist und die nicht, oder nur begrenzt, mit Kaffee aufgefüllt werden kann. Die Erträge die am Ende eines langen Arbeitstages noch geerntet werden sind viel härter erkämpft als sie es wahrscheinlich wert sind. Im schlimmsten Fall sind sie so schlecht, dass du am nächsten Tag noch Korrekturen vornehmen musst.

Wenn du die Arbeit aber an diesem Abend bereits abgegeben hast, die Mail schon verschickt oder 3000 zusätzliche Worte in deinem Buch geschrieben hast, kann es auch sein dass du nicht mehr korrigieren kannst oder umsonst gearbeitet hast. Das wären dann negative Grenzerträge.

Genau aus diesem Grund macht weniger arbeiten eben produktiver!

Zuerst, ein paar Belege. Klingt ja alles toll – aber ich habe das nicht erfunden. Auch wenn ich das gerne erfunden hätte. Aber ich habe halt nach dem Bachelor das Studieren gelassen. Daum sollen das andere für mich belegen:

Und davon gibt es jede Menge weiterer Beispiele. Aber ich will nicht länger suchen, auch mein Hirnmuskel will lieber weniger, dafür gut arbeiten.

Hebeleffekte nuzen

Aber eben, wir sind nicht alle gleich. Eine Besonderheit unseres Hirns ist es, durch gewisse Dinge einen Gang höher zu schalten. Beispielsweise wenn Deadlines anstehen. Oder du etwas tust, dass du gerne tust. Oder in den Flow kommst. Eben bei jedem ein wenig anders. Diese Hebel gilt es zu identifizieren und zu nutzen.

Und es gibt dinge, die schalten dich wieder einen Gang runter. Unangenehmes. langweiliges und vielleicht sich wiederholendes. Je nach Typ eben. Und das wirkt sich dann auch auf deine anderen Tätigkeiten aus.

Hebeleffekt - weniger arbeiten, produktiver sein
Hebeleffekt – weniger arbeiten, produktiver sein

Wenn du die Freiheit hast, setze die positiven Hebel an den Anfang deiner Arbeit. Und die negativen an das Ende deines Tages. So „fährst du schneller“ für die Arbeiten dazwischen. (Ja, ich weiss, ich habe schon über Eat the Frog first gesprochen, das kann aber eben auch ein positiver Hebel sein. Das musst du für dich selber herausfinden, was für dich funktioniert).

Produktiver durch weniger Arbeit?

JA! Aber: mir ist klar, nicht jeder kann selber seinen Tag so steuern, dass er die Hebeleffekte zu seinen Gunsten nutzen. Wenn du in einer Agentur oder in einem Startup arbeitest, kannst du nicht nach 6 Stunden Feierabend machen, nur weil die Forschung belegt hat, dass du eigentlich nach diesen 6 Stunden gar keinen Nutzen mehr bringst. Aber du kannst vielleicht diese Infos als Basis für ein Gespräch, oder wenn du selbständig arbeitest, für dich selber direkt, nutzen.

Und ja, du musst deinen Zeit eben doch einteilen – weil Deadlines sind eben Deadlines. Und auch wenn die Forschung sagt, dass du in 6 Stunden gleich viel schaffst wie in 8 Stunden – eine ganze Abschlussarbeit, die Vorbereitung für einen Anlass, oder was auch immer der grosse, anstehende Task ist kannst du wahrscheinlich trotzdem nicht einfach hinauszögern und dann in 6 Stunden erledigen.

Weniger arbeiten kannst du auch in dem du weniger Ablenkung hast. Mein „Tool-Tipp“ hierzu: RescueTime* – der Name ist Program. Weiter: Vorbereitung ist das halbe Leben. Als To-Do Liste nutze ich Todoist. Das beste Tool ever 🙂

Und dann helfen meine Tipps zu weniger Pro­kras­ti­na­ti­on

20 Tipps um mit dem Minimalismus anzufangen

20 Tipps um mit dem Minimalismus anzufangen

«Mehr ist mehr» – das ist oft das, womit wir unseren eigenen Wert definieren. Ein durchschnittlicher Amerikanischer Haushalt besitzt rund 300’000 Gegenstände. Aber macht das glücklich? Wohl oft ganz im Gegenteil. Immer den neusten, besten oder einfach dem was ich noch nicht habe hinterher zu jagen bedeutet Stress, die Ursache aller Zivilisationskrankheiten. Der Minimalismus versucht dem Gegensteuer zu bieten.

Minimalismus ist kein fix fertiges Konzept. Du musst dich selber auch nicht als Minimalist bezeichnen, kannst aber aus dieser Bewegung sicherlich etwas mitnehmen. Ja, viele Menschen hören nicht mehr damit auf, wenn sie erst einmal angefangen haben, ihr Leben zu entrümpeln und bewusster zu leben. Das Gefühl ist einfach befreiend. Es entwickelt sich für viele zum Lebensstil. 

Der Anfang zu einem einfacheren Leben ist nicht schwer

Aber wo fängst du an? Ich würde dir raten: nicht alles auf einmal – sonst wird es kompliziert. Hier einige Ideen, wo du mit einem minimalistischen Leben beginnen kannst. Und dann auch gleich weitermachen, wenn es dich gepackt hat.

1. Fass die erste Stunde deines Tages dein Handy nicht an.

Ja, vielleicht ist es besser, wenn du die einen altmodischen Wecker kaufst. Wenn du das Handy als Wecker nutzt, ist das erste was du nach dem Aufwachen siehst, deine ungelesenen Malis, die 14 Nachrichten aus einer Gruppe und den Terminkalender des Tages. Lass deinen Kopf erst einmal aufwachen, sich sammeln und sortieren, bevor du ihn mi all dem belastest.

2. Nimm dir Zeit für das, was du gerade tust

Multitasking funktioniert einfach nicht – egal was du sagst. Konzentriere dich auf etwas, und sei es nur auf deinen Kaffee. Geniesse die Momente, im hier und jetzt. Und der Verzicht auf Multitasking hilft gleich noch, dass die Sachen die du auch machst sauber und korrekt erledigt sind – und du gibst allem etwas mehr Bedeutung.

3. Iss ohne Ablenkung

Nimm dir Zeit für Geschmäcke, Gerüche und das Aussehen deines Essens. Positiver Nebeneffekt: das Hungergefühl ist schneller gestillt und du nimmst weniger Kalorien zu dir.

4. Geh zu Fuss

Lass dein Auto stehen, oder steig eine Station früher aus der Bahn, der Tram oder dem Bus aus und geh den Rest zu Fuss. Zu Fuss gehen kostet nichts, du hast Zeit für dich und deine Gedanken und tust dir gleich noch etwas Gutes dabei.

5. Stehe früher auf

Deine Morgenroutine bestimmt, wie sich dein Tag anfühlt. Jetzt wo du dir für alles mehr Zeit nimmst, solltest du vielleiht 10-15 Minuten früher aufstehen, um den Tag nicht schon mit Stress zu starten.

6. Bitte keine Werbung

Würde das jeder machen, könnten wahnsinnig viele Ressourcen gespart werden. Du musst weniger Altpapier entsorgen, kaufst weniger unnötige Produkte (weil du nicht auf grosse Sale-Werbung anspringst, wenn du sie nicht siehst) und es liegt weniger Post die du sowieso nie liest auf deinem Tisch.

7. Melde dich von allen Newslettern ab

Sie lenken dich ab, verführen dich dazu, Dinge zu kaufen die du gar nicht brauchst. Sie füllen deinen Posteingang und verschwenden deine Zeit und unterbrechen den Flow. Bestelle sie ab. Alle. Wenn du nach einigen Tagen oder Wochen den einen Newsletter wirklich vermisst, melde dich wieder an. Ich denke aber nicht, dass das der Fall ist.

8. Sortiere Hefte und Zeitschriften aus

Alles was du in den nächsten zwei Wochen nicht liest, kommt weg – das wäre mein Vorschlag. Vielleicht suchst du dir sogar nur die Artikel raus, die du wirklich lesen willst. Für die nimm dir dann aber auch Zeit. 

Minimalismus_Deko

9. Deko ade

Sind wir ehrlich. Welchen Nutzen bringen Dekorationen deinem Leben? Mehr Aufwand zum staubwischen? Und wenn glaubst, dass deine Wohnung ohne Deko weniger toll ist, schau dir mal all die Designer-Häuser an – da steht kaum Deko. Oder google wie die Wohnungen von Minimalisten aussehen. Toll, sage ich dir! Und wenn doch Deko: weniger ist mehr!

10. Räume deinen Badezimmerschrak auf

Wie viele Duschgels, Seifen und Cremes brauchst du wirklich? Hinterfrage mal alles, was dort so rumsteht. Brauchst du das? Oder fängt es einfach nur Staub?

11. Räume deinen Desktop auf

Spare Zeit und hör auf zu suchen. Mach endlich Ordnung auf deinem Desktop, ja dem ganzen PC. Suche dir ein System. Nicht nur wirst du schneller fündig, nein, auch dein PC läuft schneller, wenn du Ordnung schaffst und das löschst, was du seit Jahren nicht geöffnet hast. 

Minimalismus_Arbeitsplatz

12. Meditiere täglich

Fang mit 5 Minuten an. Ja, Meditation klingt esoterisch auf den ersten Blick. Und ja, die ersten Versuche sind vielleicht nicht ganz so entspannend, wie man denken könnte. Du lernst, unwichtige und störende Gedanken besser kontrollieren zu können und bewusster damit umzugehen. Meditation ist Krafttraining für den Kopf. Für den Anfang eignen sich Apps wie Headspace oder Calm hervorragend. Probiere es.

13. Sag nein zu Sachen die dir nichts bringen

Bringt mich das weiter, macht mich das glücklich. Diese beiden Fragen solltest du dir bei allem stellen, was nicht wirklich verpflichtend ist. Weil Steuern zahlen bringt mich nicht weiter und macht mich nicht glücklich, muss aber sein. Aber das Treffen mit der alten Schulfreundin, der x-te Besuch bei den Schwiegereltern diesen Monat… Macht dich das glücklich? Wenn nicht, sag nein.

14. Schränke deine Bildschirmzeit ein

Wir verbringen fast alle mehrere Stunden pro Tag an unserem Handy. Wie viel davon ist produktiv oder macht glücklich? Viel schlimmer, oft macht es unglücklich. Beispielsweise durch die Angst, etwas zu verpassen (FOMO). Definiere Zeitfenster, in denen dein Handy gesperrt bleibt – dafür gibt es Apps oder teilweise unterstützt dich sogar das Telefon selber dabei. All die Zeit, die du nun hast, toll!

15. Was du nach 2 Monaten nicht angefasst hast, kommt weg

Tipp: Pack all deine Sachen in Umzugkartons. (Das klappt am besten, wenn du sowieso gleich umziehst. Du kannst das aber auch einfach so machen). Nimm nur aus den Kartons, was du auch brauchst – die Sachen können dann nach Gebrauch bei dir «einziehen». Alles was nach zwei Monaten noch in den Kartons ist, kommt weg. Spende es, verkaufe es, wie auch immer.

16. Koche selber. Mit frischen Zutaten

Das bringt gleich mehrere Vorteile mit sich. Es ist günstiger. Es ist gesünder, da du weniger künstliche oder raffinierte Zusätze zu dir nimmst. Du weisst was du isst. Es schmeckt so, wie du es willst. Die Portion hat die richtige Grösse. Du kannst vorkochen und morgen gleich noch etwas mit zur Arbeit nehmen. Und Kochen ha etwas entspannendes und Beruhigendes, nimm dir die Zeit.

17. Bau dein eigenes Essen an

Um an den letzten Punkt anzuknüpfen, kannst du dein Essen oder deine Gewürze selber anbauen. Hast du einen Balkon? Tomaten, Gurken, Chili, da wächst alles Mögliche. Du hast keinen? Pflanze zumindest deine Kräuter und Sprossen selber, das wächst hervorragend auch in der Küche. Ohne Pestizide, ohne Abfall, von Hand geerntet.

18. Trink Leitungswasser

Weniger Verpackung, weniger Abfall, kein Schleppen, kein Zucker, keine künstlichen Süssstoffe, jederzeit verfügbar, preislich unschlagbar und lecker. Zur Abwechslung gib etwas Ingwer oder Minze, Zitrone oder Orange in die Wasserflasche. Es gibt keinen Grund, in Plastik gelagertes Wasser oder noch schlimmer, teure und ungesunde Süssgetränke nach Hause zu tragen.

19. Setze dir selber eine No-Buy-Challenge

Verpflichte dich für eine gewisse Zeit (z.B. einen Monat lang) nichts neues zu kaufen. Klar, Essen und Dinge des täglichen Gebrauchs sind in Ordnung. Aber keine Kleider, Bücher, Spiele, kein online Shopping, etc.) Das kann dazu führen, dass du merkst, dass das was du schon hast eigentlich mehr als nur reicht. Und du lernst, neue und vielleicht bessere Wege zu gehen. Für Bücher gibt es Bücherschränke, vieles was man nur ein oder zwei Mal braucht kann man auch ausleihen.

20. Kaufe nicht auf Vorrat

Das unterscheidet den Minimalisten vom Frugalisten. Dieser würde ich wohl seine «Standardprodukte» dann einkaufen, wenn sie im Angebot sind, um Geld zu sparen. Welcher Weg für dich der richtige ist, musst du entscheiden.

Bereit mit dem Minimalismus zu beginnen?

Und, wo fängst du an? Schreib es in die Kommentarspalte, ich freue mich. 

Dieser Betrag kommt ganz ohne Affiliate-Links aus – und Bloggen ist nur ein Hobby, das aber leider nicht gratis ist. Wenn du meine Arbeit aber schätzt, würde ich mich über einen Kaffee sehr freuen:

Buy Me A Coffee
Superfood aus der Region – nicht vom anderen Ende der Welt

Superfood aus der Region – nicht vom anderen Ende der Welt

Was sind Superfoods?

Superfood aus der Region, die bessere Alternative?

Unter dem Begriff Superfoods versteht man Nahrungsmittel, welche eine hohe Konzentration an Nähr-, Wirk- und Vitalstoffen beinhalten. Weiter wird ihnen eine positive Wirkung auf unsere Gesundheit nachgesagt wird. Superfoods sind im besten Fall vollwertig und naturbelassen und sollen eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen.

Laut dem Wörterbuch Oxford English Dictionary wird mit dem Begriff ein „nährstoffreiches Lebensmittel, das als besonders förderlich für Gesundheit und Wohlbefinden erachtet wird“, bezeichnet.

Das Europäische Informationszentrum für Lebensmittel bezeichnet „Lebensmittel, insbesondere Obst und Gemüse, die aufgrund ihres Nährstoffgehaltes einen höheren gesundheitlichen Nutzen als andere Nahrungsmittel haben“, als Superfood.

Quelle: Wikipedia

Aber warum denn regionale Superfoods?

Viele Superfoods wie beispielsweise Goji-Beeren, Maca-Pulver oder Chia-Samen kommen aber aus weit entfernten tropischen Regionen. Nun macht es aber Sinn, nicht nur auf uns und unsere gesunde Ernährung zu achten, sondern auch auf den Fussabdruck den wir auf unserem angeschlagenen Planeten hinterlassen, zu achten.

Bonuspunkt: durch die kürzeren Transportwege und die bessere Verfügbarkeit, sind die heimischen Superfoods oft günstiger als ihre internationalen Konkurrenten. Ein gesunder Weg zu sparen.

Leinsamen

Chia-Samen sind wohl eines der ersten Produkte, das uns in den Sinn kommt, wenn wir „Superfood“ hören. Sie sind reich an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, Antioxidantien und Chia-Samen wirken verdauungsfördernd.

Leinsamen

Als regionale Alternative, die nicht mit dem Schiff um die halbe Welt fahren müssen, empfehle ich Leinsamen. Sie werden aus Flachs gewonnen, der zur Herstellung von Kleidern oder Werkstoffen genutzt wird. Die ganze Pflanze wird somit verwertet. Bonuspunkt für die Leinsamen. Gesund sind die Samen wegen ihres hohen Gehalts an ungesättigten Omega 3-Fettsäuren, die gut für das Herz-Kreislaufsystem sind und die Blutfettwerte tief halten.


Zudem bieten Leinsamen viel Fol- und Panthothensäure, die beide gut für schöne Haut und Haare sind. Und letzteres soll sogar Akne mildern. Ein weiterer wertvoller Stoff sind Lignane. Dabei handelt es sich um sekundäre Pflanzenstoffe, die vor Krebs schützen sollen.

Sanddorn

Sanddorn - Superfood aus der Region

Sanddorn enthält sehr viel VItamin C. (ca. 800mg / 100g) und wird in unserer Region nur von der Hagebutte (1250mg /100g) geschlagen. Darüber hinaus ist Sanddorn auch reich an Vitamin E, der Spurenelemente Eisen, Kalzium, Mangan und Magnesium und enthält sogar Vitamin B12. Das sonst nur in tierischen Produkten vorkommt. Besonders im Winter stärkt das Wildobst damit unser Immunsystem und hilft bei Erkältungen. Zusätzlich wirkt Sanddorn entzündungshemmend und fördert die Wundheilung.


Am häufigsten konsumiert wird das Wildobst in Form von Sanddornsaft, Mus, Tee, Sanddornöl, Marmelade oder Gelee und Sirup.

Sauerkraut

Sauerkraut - Superfood
Sauerkraut – Superfood

Egal ob selbst gemacht oder fix fertig gekauft – das doch eher traditionell wirkende Gericht kann durchaus zu den Superfoods gezählt werden. Sauerkraut ist reich an probiotischen Milchsäurebakterien. Sie wirken in vielerlei Hinsicht gesundheitsfördernd. Sie unterstützen die Bildung der Darmflora, unterstützen die Verdauung und erleichtern die Aufnahme von Nährstoffen. Die bringt es dann auch gleich selber mit: Sauerkraut enthält die Vitamine C, B und K.

Brennnessel

Brennnesseln oder besser gesagt ihre Blätter zeichnen sich durch einen hohen Eisengehalt aus. Zudem beinhaltet die Wunderpflanze Kalium, Kalzium, Silizium (in Form löslicher Kieselsäure), Vitamin A, Vitamin E und Vitamin C. Da die Brennnessel darüberhinaus sehr eiweissreich ist, findet sie besonders grosse Beliebtheit in der vegetarischen und veganen Küche.

Brennnesseltee

Der Brennnesselpflanze sagt man folgende Heilwirkung nach: blutreinigend, entgiftend, positive Auswirkung auf die Blutbildung, Rheuma, Gicht, Verdauungsleiden, Gallenerkrankungen und Entzündungen.

Konsumiert wird Brennnessel getrocknet als Tee, in Smoothies, als Pesto, in Salaten, als Salatdressing oder als Suppe.


Tipp damit es nicht brennt
Brennnesselblätter für ca. 5 Minuten in ein Tuch einwickeln, in warmes Wasser legen, kleinschneiden und zum Salat geben. Für den Wintervorrat die gesammelten Blätter in der Sonne oder bei warmen Temperaturen an der Luft trocknen lassen.

Kürbiskerne

Kürbiskerne sind wertvolle Vitamin- und Enzymlieferanten

Kürbiskerne - superfood aus der Region

In ihnen stecken Phytosterole. Diese sollen eine positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel und die Prostata haben. Zusätzlich enthalten die Kerne des Kürbis Vitamin E, wertvolle Enzyme, Beta-Carotin sowie ungesättigte Fettsäuren.

Besonders positiv sticht die enthaltene Linolsäure hervor, die von unserem Körper nicht selbst gebildet werden kann. Sie beugt aber Bluthochdruck vor und senkt das Herzinfarktrisiko. Die Aminosäure Tryptophan, welche als natürlicher Stimmungsaufheller bekannt ist, ist ebenfalls in den Wunderkernen enthalten. Mit 100g Kürbiskernen decken Sie den täglichen Bedarf am Mineralstoff Magnesium.

Walnüsse (oder hier in der Schweiz einfach Baumnüsse genannt)

Walnüsse - die Supernuss

Walnüsse sind das Kraftpakte unter den heimischen Nüssen. Hier die vielen Punkte, mit denen sich die Nuss dafür qualifiziert:

  • Antioxidantien neutralisieren freie Radikale und schützen damit unsere Zellen vor Krebs und einer frühzeitigen Alterung
  • Kalium stärkt unser Herz und unsere Muskeln
  • Magnesium ist wichtig für das Herz, die Muskeln, den Kreislauf und unsere Nerven
  • Eisen unterstützt die Blutbildung
  • Kalzium brauchen unsere Zähne und Knochen
  • B-Vitamine stärken unsere Nerven und beeinflussen unsere Psyche positiv
  • Zink stärkt unsere Immunabwehr, ist wichtig für eine gute Haut und das Wachstum von Haaren und Nägeln
  • Vitamin A unterstützt unsere Augen und macht unsere Haut elastisch
  • Vitamin C ist das Power-Vitamin für unsere Abwehrkräfte
  • Omega-3 Fettsäuren senken den Cholesterinspiegel und halten unsere Arterien frei

Sonnenblumenkerne

Sonnenblumenkerne - heimischer Superfood

Die kleinen, knackigen Kerne der gelben Sonnenblume, welche im Herbst geerntet werden, enthalten überwiegend gesunde Fette, also einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Diese übernehmen wichtige Funktionen in unserem Körper und beeinflussen unseren Cholesterinspiegel positiv.


Zudem sind sie reich an Beta-Carotin, Folat, Vitamin E, Kalium, Magnesium, Zink und Eisen. 100g der Kernen decken bereits die Hälfte unseres Tagesbedarfs an Zink. Und dieses Spurenelement ist wichtig für unsere Gesundheit. Zink ist unter anderem beteiligt an der Bildung von Insulin und ist Bestandteil zahlreicher Enzyme. Es stärkt unseren Körper in den Bereichen Haut, Nerven und Infektionsabwehr. Wo immer es also möglich ist, sollten wir diese kleinen Kerne in unseren Speiseplan aufnehmen. Sie sind ein toller Snack für zwischendurch.

Honig

Honig als Superfood

Honig enthält um die 200 Inhaltsstoffe – von denen viele einen Zweck für uns erfüllen. Er ist zum Beispiel gesund durch seinen hohen Anteil an Mangan und Eisen, was der Blutbildung hilft. Die in ihm enthaltenen Sekrete wirken appetitanregend und er ist reich an Vitaminen. In gesundem Honig stecken etwa Vitamin C, B2 und B6, Niacin und Pantothensäure


Bereits zwei Teelöffel Honig pro Tag, am besten gelutscht, sollen dank des enthaltenen Phosphors etwa die Nerven beruhigen. Nebeneffekt: Der Stoff fördert den Knochen- und Zahnaufbau. Honig ist auch gesund, da er die Verdauung fördert, was er durch den enthaltenen Fruchtzucker wie auch Fermente erreicht. Du bekommst ihn oft direkt vom Hof, ohne jegliche industrielle Verarbeitung.

Fazit: Superfood aus der Region – die besser Alternative

Superfoods sind kein Allheilmittel. Wichtig ist eine ausgewogene und vielseitige Ernährung. Aber die Superfoods können genau das unterstützen. Und die heimischen Alternativen zu Goij, Acai und Co können dies auf nachhaltige Art und Weise. Dazu gibt es sie oft direkt vom Hof, unverpackt und wie gesagt günstiger.


6 Finanzlektionen die wir aus der COVID-Pandemie lernen können

6 Finanzlektionen die wir aus der COVID-Pandemie lernen können

Corona hat mein finanzielles Leben glücklicherweise nur begrenzt getroffen. Zwei Monate Kurzarbeit haben mich aber dazu gebracht, einiges zu überdenken. Dinge, die mir und dir gleichzeitig helfen können, finanzielle Freiheit zu erreichen. Einige Finanzlektionen die ich mitnehme, will ich dir vorstellen.

Der Gedanke „ich bin noch jung, ich kann später sparen“ wurde durch die Pandemie etwas durchgeschüttelt. 

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1. Notgroschen anlegen 

Drei bis vier Monatsgehälter sollte das Ziel sein. Und aus meiner Sicht ist das die wichtigste der Finanzlektionen. Ein Ereignis wie die Corona-Krise zeigt, wie schnell es gehen kann, ohne Job, oder zumindest mit weniger Einkommen dazustehen. Ein finanzielles Polster (am besten schnell verfügbar und nicht an Termine gebunden) ist dabei Gold wert. 

Und ja, vielleicht erscheint das jetzt gerade nicht notwendig. Aber vielleicht hast du irgendwann mal Verpflichtungen, eine Familie oder ähnliches. Und das Polster erst dann aufzubauen ist ungleich schwieriger. Also mach es jetzt. Ich mache es auch. 

Leg einen Dauerauftrag an, der gleich Anfang Monat auf dein Sparkonto wandert. Geld welches nicht da ist, gibst du nicht aus. Wie du einfach Sparen kannst, zeige ich dir hier. 

2. Zusätzliches Einkommen generieren

Wenn es um Anlagen oder andere Finanzprodukte geht, lernen wir schnell zu diversifizieren und unsere Risiken zu verteilen. Die Information meines Arbeitgebers, dass wir plötzlich weniger Lohn erhalten werden hat mich zum Nachdenken angeregt. Warum vertrauen wir beim Lohn auf eine einzelne Quelle? Auch hier sollten wir unser Risiko und damit unsere Einkommensströme besser diversifizieren. 

Ideen hierzu gibt es einige: 

  • Lege einen Blog an und lerne wie man damit Geld verdienen kann. (Vielleicht mit Chimpify*?)
  • Mache dein Hobby zu einer Einnahmequelle und beschäftige dich mit Stockfotografie 
  • Du kannst ein wenig mit Grafikprogrammen umgehen, und ein T-Shirt-Business aufbauen? 
  • Baue dir einen Nebenerwerb als Texter oder Freelancer in dem Gebiet in dem du gut bist, auf. 
  • Oder ganz altmodisch: mähe den Rasen deiner Nachbarn, gehe für die älteren Menschen in deinem Umfeld einkaufen oder fahre Pizzas aus – mit dem Fahrrad, das hält gleich noch fit dazu. 

3. Unnötige Ausgaben einschränken. 

Wir geben oft Geld aus, ohne das wir es merken. Kontogebühren, teure Handy-Abos, Zinsen auf Kreditkarten, unnötige Mitgliedschaften die sich nicht rechnen, und sooo vieles mehr. 
Hier einige Ideen, diese einzuschränken: 

  • Überprüfe dein Handy- und Internetabonnement. Ich habe darum alles zu Wingo* gewechselt – nach Jahren zu viel bezahlen, kostet mich das ganze mit wenig Aufwand plötzlich weniger als die Hälfte. Bei gleichem Service. 
  • Brauchst du wirklich eine Kreditkarte mit hohen Zinsen? Ich habe mit NEON einen Anbieter gefunden, der mir die Mastercard als Kontokarte zur Verfügung stellt. Damit geht alles: Onlineshopping, Einkaufen, Gelb beziehen und versenden. Gebührenfrei. Nach einem halben Jahr damit bin ich überzeugt. Warum kannst du hier nachlesen. (Und wenn du bei der Anmeldung den Code „PlanBesser“ eingibst, bekommst du 10.- Startguthaben)
  • Mach dir deinen Kaffee zuhause, statt ihn unterwegs zu kaufen. 
  • Koche selber
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4. Lerne, wie Geld funktioniert. 

Geld ist ein riesiges Thema, in dem es immer etwas zu lernen und entdecken gibt. Darüber wurden unzählige Bücher geschrieben, ganze Bewegungen wie der Frugalismus haben sich gebildet. Bilde dich weiter. Jede Woche ein wenig. Das mache zumindest ich in dieser Zeit, wenn wir schon nicht Reisen können, oder Freunde besuchen, an Open Airs gehen, oder was auch immer. 

5. Plane deine Ausgaben 

Ein Budget ist hierbei nur der Anfang. Lege ein Budget an – zu wissen, was du ausgibst, ausgeben kannst und willst, hilft. Aber ein Budget hilft nur, wenn du dich daran hälst. 

  • Schreibe Einkaufslisten. Und geh nicht hungrig einkaufen. Beides hilft, deine Kosten im Griff zu haben. 
  • Willst du etwas grösseres kaufen, kaufe es nicht jetzt, sondern erst nächsten Monat. Erstens vergehen einige Wünsche einfach wieder (das spart am meisten), zweitens kannst du dir noch einmal überlegen ob du es dir wirklich leisten kannst und ob es dich wirklich weiter bringt. Gerade Impulskäufe sind oft unnötig und teuer. Und wenn du es wirklich noch immer willst, hast du so einen Monat Zeit das beste Angebot dafür zu finden. 

Gerade in diesen unsicheren Zeiten sind das zwei Punkte auf die ich noch mehr achte. 

6. Überprüfe dich selber

Nimm dir die Zeit. Überprüfe einen Monat lang dein Budget, in dem du deine Ausgaben peinlich genau notierst. So kannst du nicht nur überprüfen, ob dein Budget stimmt, du hinterfragst dabei gleichzeitig deine Ausgaben, da du dir über jede einzelne kurz Gedanken machen musst, wenn du sie notierst. 

Die wichtigsten Finanzlektionen zusammengefasst:

Für die, die ihre Finanzlektionen für schwere Zeiten nur ganz kurz noch einmal auffrischen wollen:

1. Lege einen Notgroschen an
2. Generiere zusätzliches Einkommen
3. Schränke unnötige Ausgaben ein
4. Lerne wie Geld funktioniert
5. Plane deine Ausgaben
6. Überprüfe dich selber

Was hat dir die Pandemie über deinen Umgang mit Geld gelernt? Lasse mir einen Kommentar da – ich lerne gerne dazu! 

NEON – die Banken-App im Langzeittest

NEON – die Banken-App im Langzeittest

Seit April 2020 – also gut ein halbes Jahr – nutze ich nun NEON. Vom Oboarding, über die Vor- und Nachteile, die Nutzung und das Erlebnis erzähle ich dir hier. Willst du sparen, brauchst du ein Konto. Fürs Ausgeben auch.

Und wenn du es selbst ausprobieren willst, nutze den Code: PlanBesser und erhalte 10.- Startguthaben (und die Kontokarte geschenkt – die kostest sonst 10.-. Du bekommst also 20.- geschenkt). Einfach so. 

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Was ist NEON? 

NEON ist, in ihren eigenen Worten: 

  • Ein Konto
  • Eine App
  • Eine Karte 

Ein Konto: 

NEON ist ein Privatkonto – du kannst damit überweisen, Geld empfangen, bezahlen. Was man mit einem Konto halt so macht. 

Eine App: 

Sofort und überall Zugriff auf all deine Transaktionen, direkte Überweisungen, aber auch auf Sonderangebote von ihren Partnern, eine monatliche Übersicht deiner gesammelten Ein. und Ausgaben, Zugang zu eBill, usw. 

Eine Karte: 

NEON stellt dir gratis (wenn du meinen Code nutzt, sonst kostet die 10.-) eine Mastercard zur Verfügung, die als deine Kontokarte funktioniert. Du kannst also überall damit bezahlen, auch dort wo sonst nur Kreditkarten funktionieren. Kostenlos. Und dazu darfst du 2x im Monat gebührenfrei Geld abheben. 

NEON arbeitet mit der Hypothekarbank Lenzburg. Es steht also eine solide Schweizer Bank dahinter, inkl. den damit verbundenen Sicherheiten. 

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Meine Erfahrungen 

Die Eröffnung: fix. App laden, registrieren. Anschliessend flogt ein kurzer Videocall, bei dem ich mein Gesicht und meine ID kurz zeigen musste. Erledigt. Einige Tage später war das Konto eröffnet, die Mastercard lag im Briefkasten. 

Die Bedienung: Einfach und übersichtlich. Die App macht alles was ich von ihr erwarte, ohne das ich es lange suchen muss. 

Die Anbindung an E-Bill: Für mich ein riesen Plus. Ich wollte nämlich nicht gleich alles hinschmeissen und nur noch NEON verwenden, sondern erst einmal testen. Die Anbindung an E-Bill funktioniert mit mehreren Konten gleichzeitig – super! Ich muss mich auch nicht neu registrieren, meine offenen Rechnungen waren nach der Anmeldung einfach in der NEON-App verfügbar. 

Verfügbarkeit: Immer, überall. in einem halben Jahr hatte ich nicht einmal die Situation, dass ich mit NEON nicht hätte bezahlen können. Ganz im Gegenteil zur Post, meiner letzten Finanzdienstleisterin.  Kosten: Bisher keine… Ja, die Karte kostet 10.-. Aber du kannst ja den Code PlanBesser bei der Anmeldung nutzen, dann wird dir diese geschenkt. Und bekommst noch 10.- obendrauf. Nett. Im Detail: 

Kontogebühr gratis

  • Überweisung Inland (CHF) gratis
  • Überweisung Ausland Zum Devisenmittelkurs 0.8 – 1.7% Gebühren 
  • Erstkarte 10 CHF (fürs Plastik) (ausser du nutzt meinen Code: PlanBesser)
  • Grundgebühr gratis
  • Einkauf Inland gratis
  • Einkauf Ausland gratis
  • Abhebung CHF Inland An allen Bancomaten 2 mal pro Monat gratis, danach 2 CHF
  • Abhebung Ausland An allen Bancomaten 1.5% 
  • Wechselkursaufschlag 0% (Interbankenkurs)

Bargeld: Du kannst 2x pro Monat gratis Bargeld abheben an jedem Automaten. Danach kostet es dich 2.- pro Bezug. Reicht dir das nicht, kannst du an Kiosken und und überall wo es verfügbar ist, via Sonect gratis Geld beziehen. Das habe ich allerdings nicht getestet, ich bin fast Bargeldfrei unterwegs. 

Sicherheit: NEON gibt sich wirklich Mühe, sicher zu sein. Nebst der Einlagesicherung deines Vermögens bis 100’000 CHF ist auch die IT-Sicherheit auf einem Top Stand. Das kannst du hier bei NEON selber nachlesen: NEON-Blogpost zum Thema Sicherheit 

Nachteile

Die halten sich in Grenzen. Das einzige was ich vermisse ist Apple-Pay. Dann kann ich endlich mein Revolut-Konto auflösen, da ich lieber eine CH-Lösung verwenden würde. Als Nachteil könnte man den fehlenden Kontakt zu einem Bankberater nennen, aber das brauche ich nicht. Und wenn einmal etwas ist – der Support ist wirklich toll! 

Fazit

NEON macht das, was ich von einem Konto erwarte. Es ist sicher, funktioniert und kostet nichts. Es ruft mich niemand an, der mir weitere Produkte aufschwatzen will, NEON funktioniert einfach. Jetzt bitte noch mit Apple-Pay, dann bin ich wirklich zurfieden. 

Willst du es ausporbieren? Dann bekommst du mit dem Gutscheincode PlanBesser einfach 10.- geschenkt: 

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Disclaimer: Nein, ich werde dafür nicht bezahlt. Das ist meine ehrliche Meinung. Wenn du den Code einlöst, bekomme ich aber auch 10.-. Diese Möglichkeit hast du aber auch, wenn du das Konto eröffnet hast, kannst du deine Freunde einladen und ihnen 10.- Startguthaben mit auf den Weg geben. 

Frugalismus – kann man das essen?

Frugalismus – kann man das essen?

Frugalismus – die Kunst des bescheidenen Lebens. Oder: wie gehe ich mit 40 (oder gerne auch vorher) in Rente? Frugal, aus dem Englischen bedeutet einfach nur „bescheiden“ oder „einfach“. Daraus hat sich in den letzten Jahren, zusammen mit dem Minimalismus eine ganze Bewegung von jungen und junggebliebenen Menschen gebildet, deren Ziel es ist, sich mit 30 oder 40 in Rente zu begeben. 

Diese Idee ist aber nicht neu. In den USA gibt es schon seit einigen Jahrzehnten die sogenannte FIRE-Bewegung, die genau dieses Lebensmodell verfolgt. Die Abkürzung FIRE steht für Financial Independence, Retire Early – auf Deutsch: Finanzielle Unabhängigkeit, früher Ruhestand.

Es bedeutet aber nicht, auf alles Glück zu verzichten, ganz im Gegenteil. Der Verzicht schafft Platz für andere schöne Dinge im Leben. 

Frugalismus vs. Minimalismus 

Im Mittelpunkt des Minimalismus steht das Entschlacken des Lebens – sei es materiell oder sozial. Es wird einfach auf das verzichtet, was einem nicht vorwärts bringt. Die Frugalisten auf der anderen Seite stellen den Vermögensaufbau und die Reduktion der Lebenshaltungskosten in den Vordergrund. Je weniger du ausgibt, desto früher kannst du dich von deinem Job verabschieden. Das Ziel eines „richtigen“ Frugalisten ist die finanzielle Freiheit. Die eines Minimalisten das ablenkungsfreie, glückliche Leben. 

Was braucht es zur finanziellen Unabhängigkeit? 

Um finanziell unabhängig zu sein, benötig man in etwas das 25-fache seiner jährlichen Ausgaben – so die Theorie. Komme ich mit 2000.- im Monat aus, brauche ich also etwa 600’000.-. Je weniger ich also zum Leben brauche, desto mehr kann ich jeden Monat zurück legen – und andererseits muss ich weniger ansparen um mein Ziel zu erreichen. 

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Wichtiger als das Einkommen ist also die Sparquote – wie viel meines Einkommens ich jeden Monat zur Seite legen kann. 

Ein passives Einkommen wie Erträge aus Finanzprodukten oder Dinge wie Stockfotografie oder das sogenannte „T-Shirt Business“ sind nur einige Ansätze. Auch Dinge wie eine gut strukturierte Vorsorge fürs Alter verkürzen den Weg zum Ziel. 

positive Nebeneffekte 

So bedacht und überlegt zu Leben ist sicherlich anstrengend. Die Entschlackung die dafür notwendig ist, hat aber aus ihre positiven Seiten. Du merkst, wie schön die kostenlosen Dinge im Leben sind. Freunde & Familie, die Natur, selber zu kochen. Aber auch wie viel einfacher und leichter das Leben wird, wenn du nicht immer dem neusten und tollsten hinterher jagst, sondern lernst, dich mit dem zu begnügen was du schon hast. 

Gute soziale Beziehungen, eine erfüllende Tätigkeit, Lachen, Gesundheit, Sport, lebenslanges Lernen. Alles Dinge, die nicht viel Geld kosten müssen. 

Bücher zum Thema

Wenn du dich eingehender damit beschäftigen willst, hier einige Empfehlungen: 

Der reichste Mann von Babylon* von George S. Clason

Rich Dad, Poor Dad* von Robert Kiyosaki

Der Weg zu finanziellen Freiheit* von Bodo Schäfer

80/20 – Pareto funktioniert auch beim Laufen

80/20 – Pareto funktioniert auch beim Laufen

Das Paretoprinzip, benannt nach Vilfredo Pareto (1848–1923), auch Pareto-Effekt oder 80-zu-20-Regel genannt, besagt, dass 80% der Ergebnisse mit 20% des Gesamtaufwandes erreicht werden. Die verbleibenden 20% der Ergebnisse erfordern mit 80% des Gesamtaufwandes die quantitativ meiste Arbeit. 

Wie Sport erfolgreich macht, das haben wir bereits besprochen. Aber wie werden wir im Sport erfolgreich? Oder: warum klappt es dort einfach nicht mit dem Erfolg? 

Was machen wir denn falsch? 

Beim Laufen, oder grundsätzlich im Ausdauersport, verhält es sich unter der Eilte sehr ähnlich. Sie trainieren 80% der Zeit sehr (für ihr Verhältnis) langsam. Mit tiefem Puls – so dass sie dabei problemlos ein ganzes Gespräch führen können. Ewas, das Gelegenheits- oder Hobbyläufer nicht machen – und sie damit von der Elite unterscheidet. Der Gelegenheitsläufer läuft immer schnell. No pain, no gain. 

Schlimmer noch – nicht nur werden die langsamen Einheiten zu schnell oder zu fordernd geleistet. Nein, die Einheiten die wirklich schnell sein sollten, für die fehlt dann die Kraft. So trainieren Amateure oft im Graubereich zwischen Ausdauer und Schnelligkeit. Das verhindert den Aufbau einer soliden Ausdauerbasis (langsames Training) und dem schneller werden (Training am Limit oder knapp darunter). Weiter steigt die Anfälligkeit für Verletzungen, die bei einem sehr langsamen Training viel tiefer wäre. Wir sind oft müde, ausgebrannt und verlieren vielleicht sogar den Spass am Sport. 

Die dauernd hohe Intensität bedeutet kontanten Stress für unseren Körper. Die Regenerationszeit verlängern sich und wir schaffen es nicht mehr, den Stress in Fitness umzuwandeln. 

Und wie geht’s besser? 

Mit dem 80/20 Ansatz sinken nicht nur diese Risiken, nein – wir werden wirklich besser. Auch wenn langsam laufen oder fahren, schwimmen oder rudern nicht auf den ersten Blick wirkt, als würde es Sinn machen. Eine Studie des Journals of Sports Physiology and Performance veröffentlichte eine Studie, in der die eine Gruppe nach der 80/20 Regel trainierte, die andere Gruppe in mittlerer und hoher Intensität. 

Für die ganz Interessierten, hier etwas wissenschaftliche Literatur dazu: 
Seiler & Tonnessen in Sportscience 13, 2009

Am Ende des zehnwöchigen Projektzeitraums liefen die Sportler der 80/20-Gruppe die 10-Kilometer im Durchschnitt 41 Sekunden schneller als die Athleten der Kontrollgruppe.

Wenn du mit einer Puls-Uhr unterwegs bist, könnte dein Training in etwa so aufgeteilt sein:

Zonen

Zone 1: Du sollst dich wirklich noch unterhalten können. Ein Tempo, dass du den ganzen Tag laufen könntest, ohne umzufallen. Das erhöht die aerobe Fitness, lehrt den Körper Fett als Energiequelle zu nutzen und lernt den Körper, weite Strecken zu laufen. Je grösser das Fundament, desto Rösser das Haus, dass du im Anschluss darauf stellen kannst. 

Zone 2: Die Tempoläufe. Wahrscheinlich genau das Tempo, welches viele Läufer anschlagen, wenn sie ohne Plan joggen. Angenehm hart. Sie erhöhen die Latatschwelle und helfen dir schnelle Läufe länger auszuhalten. Aber sie sind für den Körper sehr anstrengend uns sollten nur sparsam eingesetzt werden. 

Zone 3: Hoch intensive Läufe: „All out“. Sie tun weh, sind über dem was sich gut anfühlt – aber sie machen schneller. Gezielt, sparsam und auch nicht das ganze Jahr über.  

Hat deine Puls-Uhr 5 Zonen? Dann wäre es etwa: 
Zone 1+2 = Zone 1
Zone 3+1/2 der Zone 4 = Zone 2 
Zone 4+5 = Zone 3

Zusammengefasst:

  • weniger Verletzungen
  • schnellere Erholung
  • grössere aerobe Basis: weiter Laufern ohne müde zu werden
  • mehr Spass, weniger Stress
  • Erfolg garantiert 

Der Tipp zum Schluss: 

Führe Buch. Sonst wird es schwierig sich daran zu halten. Das muss nicht unbedingt ein Notizbuch sein. Nutze Strava, oder eine Laufapp wie Nike Run Club, eine Polar, Garmin oder Suunto-Uhr, die Apple-Watch, irgend etwas um deine Läufe aufzuzeichnen. Es hilft dir nicht nur, in der richtigen Geschwindigkeit zu laufen, nein, es macht auch deine Fortschritte sichtbar. 

Und jetzt: hör auf zu prokrastinieren, steh auf, zieh die Schuhe an und geh laufen! Los!

Buchtipp zum Thema: 80/20 Running von Matt Fitzgerald 

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Stockfotografie – mit deinem Hobby Geld verdienen

Stockfotografie – mit deinem Hobby Geld verdienen

Schritt vier meines Plans zur finanziellen Freiheit ist, passive Einkommensquellen aufzubauen. Sind wir ehrlich – Einkommen ist nie ganz passiv. Du musst immer in Vorleistung gehen. Entweder finanziell, wenn du Geld investierst, oder mit deiner Zeit, indem du Beiträge oder Bücher schreibst, YouTube-Videos drehst, oder in diesem Beispiel hier: fotografierst. 

Ich fotografiere seit vielen Jahren. Mal mehr, mal weniger. Gestartet habe ich, etwas peinlich, als Partyfotograf. Aber vor den grandiosen iPhone-Kameras war das halt ein Ding. Seit da hatte ich immer eine Spiegelreflexkamera oder eine Spiegellose Systemkamera. Die Bilder, mit denen habe ich aber nie viel gemacht: Instagram, mal ein Fotobuch für eine (Ex-)Freundin, solche Dinge eben. 

Aber mit all der Ausrüstung, dem Wissen und den vielen Bildern auf meinen Festplatten kann man auch Geld verdienen. 

Geld mit Bildern verdienen? 

Ja! Es werden jeden Tag tausende von Bildern (gegen Geld) heruntergeladen. Viele Unternehmen beschäftigen schon lange keinen Hausfotografen mehr – schon gar nicht, wenn das gesuchte Bild vom anderen Ende der Welt kommen soll. Du findest Bilder von Stockagenturen auf Blogs, in Prospekten, in Zeitschriften, auf Buchdeckeln, in Geschäftsberichten, Firmenwebseiten, einfach überall. 

Es gibt viele Wege, mit Fotos Geld zu verdienen. Aber die niedrigsten Hürden bietet wohl die Stockfotografie. Du brauchst kein Studio, keine vollprofessionelle Ausrüstung, keine Kontakte und musst nichts selber verkaufen. Alles was du brauchst, sind hochwertige Bilder (die Stockagenturen prüfen sehr streng auf Qualität) und Motive, die jemand kaufen will. 

Hast du die Bilder erst einmal hochgeladen, bleiben sie dort verfügbar, werden weiter verkauft, ohne dass du etwas tun musst. Das Einkommen ist also passiv. Regelmässiges Uploaden hilft aber, deine Umsätze hoch zu halten. Aktive Fotografen werden meist besser gerankt.

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Ja, aber wie viel Geld? 

Jetzt ist es aber nicht so, dass dich ein Bild reich machen wird. Pro Verkauf kannst du mit 0.25$ – 2.50$ rechnen, je nach dem, welche Art Lizenz der Kunde kauft. Videos bringen übrigens deutlich mehr ein – Beträge um 20-50$ sind pro Verkauf keine Seltenheit. Gerade Drohnenvideos verkaufen sich gut. Die Bilder können aber unzählige Male gekauft werden, über Jahre immer und immer wieder. Ja, Qualität ist wichtig – aber Umsätze machst du hier mit der Menge an Fotos.

Der Reisebilder-Markt ist gut gesättigt. Viele digitale Nomaden bessern so ihr Budget auf. Meine Recherche sagt: mit einem Portfolio von 1000 Bilder ca. 100$ pro Monat. In anderen Gebieten, wie Menschen bei der Arbeit, sind es wohl auch mal 200-400$ im Monat, mit derselben Anzahl Bildern. 

Und wenn ich nicht nur Reisebilder verkaufen will? 

Shutterstock* (und auch die anderen Agenturen) informieren jeden Monat darüber, welche Art von Bildern sich gerade gut verkauft, in welchen Nischen ihnen noch Angebote fehlen. 

Zum Beispiel hier auf der Shotliste von Shutterstock. 

Hast du einen interessanten Beruf? Bilder aus der Industrie und der Arbeitswelt werden immer nachgefragt. Für einen Käser, Schlosser oder Winzer, der Beispielbilder seiner Arbeit zeigt, sehe ich hier grosses Potenzial. Aber nicht vergessen: wenn Menschen auf dem Bild zu sehen sind, müssen sie einen Model-Vertrag unterschreiben. 

Übrigens: Die Bilder gehören noch immer dir, die Rechte am Bild kann man nicht verlieren. 

Was brauchst du, um mit Stockfotos Geld zu verdienen? 

  1. Eine ordentliche Kamera. Das kann eine Systemkamera, eine DSLR oder im Notfall sogar ein Smartphone sein. 
  2. Du musst technisch einwandfreie Fotos machen können. Korrekte Belichtung, richtiger Fokus, ein gutes Auge und ein wenig Verständnis für Bildkompositionen. 
  3. Im besten Fall hast du bereits einen ganzen Haufen Bilder auf der Festplatte, willst in Kürze sowieso auf Reisen gehen und/oder du willst dich intensiv mit Fotografie auseinandersetzen. 
  4. Motivation. Du musst die Bilder auch bearbeiten – aber das gehört zum Fotografieren sowieso dazu – und sie bezeichnen und verschlagworten. 

Wenn du das alles hast und willst – go for it! 

Meine Kameraempfehlung für den Einsteiger in Foto und Film: Canon EOS M50
-> bei Amazon kaufen*

Für den ambitionierten Fotografen, der vielleicht mehr will: Canon EOS RP
-> bei Amazon kaufen*

Oder wenn es dazu noch in 4k filmen soll: Sony A7iii
-> bei Amazon kaufen*

Das passende Stativ: Rollei C5i
-> bei Amazon kaufen* 

Also gut – wo lade ich meine Bilder hoch?  

Es gibt fast so viele Plattformen wie Fotografen. Für den Anfang, um Erfahrungen zu sammeln, würde ich mich auf einige wenige fokussieren, der Aufwand für das Hochladen und Verschlagworten ist nicht ganz klein. Hier die grössten und bekanntesten Anbieter. 

  • Shutterstock* (Meine Empfehlung zum Einstieg) 
  • Adobe Stock 
  • Alamy
  • Getty Images 
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Lade deine Bilder hoch, gib ihnen aussagekräftige Titel, füge bis zu 50 Schlagwörter hinzu (mehr ist besser, du wirst mit vielen, aber auch aussagekräftigen Wörtern besser gefunden). Anschliessend werden deine Bilder von den Agenturen geprüft. Wenn Menschen im Bild sind, benötigst du einen Vertrag – diese Verträge sind auf den jeweiligen Seiten einfach zu finden. Auch Firmenlogos werden nicht akzeptiert. Die Agenturen sind in ihren Beurteilungen sehr streng. Ablehnungsraten von 20-50% sind keine Seltenheit. 

Und nun? 

Es ist wie überall im Leben. Geduld, Beharrlichkeit, Konstanz und auch etwas Freude sind nötig. Du wirst nicht über Nacht reich werden. Aber wenn du mit deinen Fotos, die du vielleicht sowieso hast, oder die du machst, weil dir das Fotografieren Spass macht, Geld verdienen kannst, ist das toll. 

Die Stockfotografie gibt dir eine tolle Basis, ein besserer Fotograf zu werden. Du kannst ausprobieren, üben, ohne gleich jemandem die Hochzeit zu versauen oder Kunden zu enttäuschen. 

Und, was machst du mit all deinen Urlaubsfotos? 

Wie Sport dich erfolgreicher macht

Wie Sport dich erfolgreicher macht

Warum machen so viele erfolgreiche Menschen Sport? Klar, der Ausgleich zur Arbeit, könnte man sagen. Aber daneben lernt einem der Sport so viel, was man im Leben anwenden kann. Im Beruf, im Privaten, in Beziehungen oder Freundschaften. 

Kann man Erfolg lernen? 

Ich würde sagen: Ja. Ein Mittel dazu, zeige ich dir hier. Sport hat unglaublich viele Effekte. Du lebst länger und gesünder, fühlst dich fitter. Er verbessert deine Haltung und damit die Art, wie andere Menschen dich wahrnehmen. Es räumt deinen Kopf auf. Und er lehrt dich Lektionen fürs Leben: 

Erfolg kommt durch Beständigkeit

Niemand gewinnt ein Rennen, nur weil er per Zufall ein guter Läufer ist. Erfolg kommt durch harte, beständige Arbeit. Es sind die Stunden im Schwimmbad, in denen du die Kacheln am Beckenboden zählst, die kalten und nassen Tage im Wald, all die Stunden die niemand sieht. Bleib dran, sonst fällst du zurück. Das heisst nicht, dass du das ganze Leben dasselbe machen musst. Aber wenn du in einem Gebiet etwas erreichen willst, bedingt dass Arbeit. Lerne, lies, bleib dran, sonst wird das nichts.

Plane. Sonst bleibt dein Ziel ein Traum

Um im Sport etwas zu erreichen brauchst du einen Plan, einen Trainingsplan. Und genau so ist es im Leben. Willst du wirklich etwas erreichen, braucht es dafür Meilensteine und Strategien. Planlos etwas erreichen ist eher unrealistisch. So hat jedes erfolgreiche Unternehmen eine Strategie, die auch regelmässig überprüft wird. Daraus werden Ziele abgeleitet, heruntergebrochen und ihre Umsetzung regelmässig überprüft. Frage dich regelmässig, wo du hin willst. Überlege, wie du da hin kommst, was es dazu braucht, schreibe es auf und zieh es durch.

Arbeite an den Grundlagen

Ein guter Läufer trainiert vielleicht 5% oder weniger in seinem Wettkampftempo. Kein Gewichtheber hebt in seinem Training immer sein Maximalgewicht. Nein, das macht er nur im Wettkampf. Einen Grossteil seines Trainings verbringt er im sogenannten Grundlagenbereich. Das gilt überall: verbringe mehr Zeit damit, die Grundlagen zu festigen.

Fang klein an.

Wenn du einen Marathon laufen willst, wirst du nicht am ersten Tag einfach so 42 Kilometer rennen können. Beginne mit 500 Meter. Dann mit einem Kilometer. Dann fünf. Fange klein an und skaliere dann langsam, dafür beständig nach oben.

Lerne Demut

Sport führt dir immer wieder vor Augen, wo deine Grenzen sind. Bewegst du dich über diese Grenzen hinaus, wirst du Schmerzen haben, nicht mehr weiterkommen, dich verletzen oder ausbrennen. Willst da wachsen, musst du die Grenzen langsam verschieben. Willst du sie zu schnell verschieben, fällst du zurück. Alles ist möglich, aber nicht passiert von heute auf morgen.

Erholung ist wichtig

Mindestens so wichtig wie die Leistung, ist die Zeit dazwischen. Wenn du denkst, immer auf dem gleichen Level Leistung bringen zu können, wirst du keine Fortschritte machen. Das gilt sowohl kurzfristig, mit regelmässigen trainingsfreien Tagen – wie auch langfristig, mit längeren Phasen mit reduzierten Umfängen. Geniesse deine Freizeit, mach auch mal Urlaub. Da kommen die besten Ideen, und du hast danach wieder den Elan weiter zu machen.

Übernimm Verantwortung

Du bist für deinen Erfolg verantwortlich. Klar, du kannst dir Unterstützung holen, Tipps, einen Trainer. Aber arbeiten, trainieren und gewinnen musst du selbst. Das hat aber auch einen entscheidenden Vorteil: wenn du Erfolg hast, dann ist es dein Erfolg. Den kann man dir nicht wegnehmen. DU hast es selbst in der Hand. Nicht nur im Sport, sondern überall im Leben. Die Opferrolle, die Ansicht, dass die Welt dich aufhält, dass bringt dich nicht weiter.

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Und jetzt, lauf los!

Oder hebe Gewichte. Boxe. Nicht zu schnell, nicht zu weit, nicht zu hart. Stück für Stück. Dafür konstant. Aber mach dir diese Gedanken dabei einmal. Du wirst schnell feststellen, dass diese Lektionen stimmen. Und Sport auch noch viele weitere Vorzüge bietet. Mens sana in corpore sano – ein gesunder Geist in einem gesunden Körper. Sport ordnet die Gedanken, wirkt ausgleichend und weißt dich gleichzeitig auch einmal in die Schranken, ohne dass die Konsequenzen existenziell sind – eine tolle Plattform um zu wachsen. 

Hast du dir diese Gedanken schon einmal gemacht? 

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