Die Schweiz gilt als eines der reichsten Länder der Welt. Und dennoch sind die, die Aktien besitzen in der Minderheit. Der Fakt, dass du diesen Beitrag liest, heisst wohl, dass du zu dieser Minderheit gehören willst. Und das ist eine gute Entscheidung.

Zins auf Sparkonten – das ist vorbei. Aber gleichzeitig die Grundvoraussetzung für den Zinseszinseffekt, über den Einstein, nach der Frage nach der stärksten Kraft im Universum sagte: Das ist der Zinseszins.

Wo es heute noch Zinsen gibt, ist in die Investition in den Aktienmarkt, P2P-Kredite und ähnliches. Es nennt sich dort zwar Rendite und ist die Bezahlung für das Risiko, welches wir als Anleger eingehen. Die Funktion ist aber dieselbe.

Um vom Zinseszins, der stärksten Kraft im Universum, zu profitieren, musst du investieren. Dabei kann man aber Fehler beim Anlegen machen. Und ich möchte dir helfen, diese zu vermeiden.

Fehler 1: Du hast keinen Plan und keine Ziele

Was willst du mit deinen Anlagen erreichen? Dein Geld vermehren? Dann brauchst du eine wachstumsorientierte Strategie. Du willst Stabilität? Dann musst du in stabile Anlagen investieren. Oder willst du ein passives Einkommen generieren? Dann brauchst du ausschüttende Anlagen.

Fehler 2: Du gehst zu viel Risiko ein

Gut, du hast nun ein Ziel. Nun musst du das Risiko, dass du eingehen willst, mit deinen Zielen abgleichen. Sonst kannst du böse Überraschungen erleben. Wenn du einen Anlagehorizont von nur 5 Jahren hast und deine Rente davon abhängt, solltest du nicht in die Börse investieren. Was wenn im letzten Jahr die Börse 20% bis 30% nach unten geht, schaust du doof aus der Wäsche.

Bist du aber ein 20-jähriger Student, würdest du mit Anlagen in Staatsanleihen, die vielleicht 1,2% Rendite abwerfen wahnsinnig viel Rendite verpassen.

Auch solltest du nie all dein Geld auf einmal mit Risiko anlegen. Ein Notgroschen von 2-3 Monatsgehälter kann dir viele schlaflose Nächte ersparen.

Gleiche also dein Risiko und deine Ziele ab.

Tipp

Bevor du mit dem Anlegen an der Börse beginnst: Eine sinnvolle Altersvorsorge (3a) wirft nicht nur die gleichen oder bessere Erträge wie die Börse ab – sie bietet auch steuerliche Vorteile. Beginne dort.

Fehler 3: Du hinterfragst deine Ausgaben nicht

Wie ein gesunder Umgang mit deinen Finanzen aussieht, das habe ich schon einmal hier beschrieben. Deine Finanzen zu hinterfragen legt viel flüssiges Geld frei. Und das lässt sich anlegen und vermehren. (mit Zinseszins, siehe oben)

Sich immer wieder hinzusetzten und alle Ausgaben kritisch zu hinterfragen mag mühsam sein – wenn du es aber regelmässig machst, kann es auch Spass machen – immer wieder zu sehen, wo noch Potenzial vorhanden ist.

Fehler 4: Du hast deine Schulden nicht abbezahlt

Kreditkarten kosten schnell einmal mehr als 10% Zinsen. Selbst wenn sie keine Gebühren haben, kosten sie jeden Monat schnell sehr viel Geld. Auch andere Konsumschulden gehen in eine ähnliche Richtung.

An der Börse liegt der langfristige Mittelwert bei rund 7%. Auch wenn du noch so viel Geld an der Börse oder in P2P-Kredite anlegst – deine Schulden werden dir deine Gewinne wieder auffressen. Zahle also zuerst deine (Konsum)Schulden zurück, bevor du Geld anlegst.

UND: Nimm niemals einen Kredit zum Anlegen auf – das macht so wenig Sinn wie mit einem Sieb Wasser zu schöpfen oder mit einer Gabel Suppe zu essen.

Fehler 5: Du kaufst nur einzelne Aktien

Der beste Weg für ein „sicheres“ und gewinnträchtiges Portfolio ist, es zu diversifizieren. Der durchschnittliche „normale“ Anleger kann es sich nicht leisten, sich mit Einzelaktien ein diverses Portfolio aufzubauen.

ETF’s oder klassische Fonds können für kleines Geld die ganze Welt und verschiedene Branchen abdecken. Sie sind gerade für den Einstig die sicherere Wahl.

Suche nicht die Nadel im Heuhaufen. Kauf einfach den Heuhaufen.

John Bogle, Gründer des Vanguard index funds

Gegen einzelne Einzelaktien ist nicht einzuwenden. Sie können dein Einstieg in die Welt der Börse sein. Aber gerade zu Beginn ist die Empfehlung klar: ETF’s die die ganze Welt abbilden gewinnen. Und sie reduzieren die Gefahr von schlaflosen Nächten, wenn ein Unternehmen abtaucht.

Advice

Dazu gibt es noch andere Produkte wie P2P-Kredite und Co. Es macht durchaus Sinn, nicht alles Geld in die Börse zu investieren. Ein Beispiel wäre Bondora Go&Grow, mit 6.75% Zins ähnliche Erträge wie die Börse. Wenn du dich über diesen Link* anmeldest, erhältst du 5 Euro Startguthaben geschenkt.  Hier findest du meinen Testbericht zu Bondora Go&Grow

Ein kleiner Teil deines Geldes könntest du auch in Krypto-Währungen anlegen. Sie haben ein höheres Risiko, gleichzeitig aber auch eine ungleich höhere Renditechance. Ich benutze dafür Coinbase. Wenn du über diesen Link ein Konto eröffnest* und 100.- einzahlst bekommst du 110.- gutgeschrieben.

Fehler 6: Du nimmst Geld aus deinem Portfolio

Dein Portfolio ist nicht dein Sparkonto. Knappe flüssige Mittel führen dazu, dass du bei unvorhergesehenen Ausgaben dein Portfolio angreifen musst. Dazu kommt, dass der Zinseszinseffekt nur funktioniert, wenn du dein Geld arbeiten lässt.

2-6 Monatsgehälter auf der Seite schaffen die Sicherheit, dass du nicht in schlechten Zeiten deine Anlagen angreifen musst.

Fehler 7: Du „tradest“

„Hin und her macht Taschen leer“ lautet eine alte Börsenweisheit. Grundsätzlich schlägt «jetzt investieren» immer «zum besten Zeitpunkt investieren». Schon allein, weil nicht einmal der beste Trader den besten Zeitpunkt kennt.

Dazu kommen für Privatanleger die «Courtagen», die Kosten, die ein Broker für den Handel mit Wertpapieren verlangt. Einmal kaufen und dann halten – selbst Warren Buffet handelt so – und viel reicher kann man gar nicht werden.

Fehler beim Anlegen - Traden
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Traden ist keine gute Idee. Market-Timing klappt nur für Hellseher

Fehler 8: Du bezahlst zu viel

Die Angebote, Plattformen und Möglichkeiten für Investitionen sind wahnsinnig vielfältig. Und genau so vielfältig sind die Kosten für alle diese Produkte. Gerade regelmässig anfallende Kosten (TER, TCI und co.) fressen deine Gewinne – und damit den schon etwas zu oft erwähnten Zinseszinseffekt.

Vergleiche. Und lies Blogs, die sich für dich damit beschäftigen. Aber nicht nur einen. Einige von uns empfehlen nicht das, was für dich am besten ist. Sondern das, was für sie am meisten Ertrag generiert.

Fehler beim Anlegen vermeiden – Fazit

  • Räume mit deinen Finanzen auf.
  • Zahle deine Konsumschulden zurück.
  • Lege dir einen Notgroschen zur Seite.
  • Mach dir einen Plan.
  • Vergleiche die Angebote.
  • Investiere in ETF’s, nicht in einzelne Aktien.
  • Trade nicht.
  • Lass das Geld, wo es ist.
  • Investiere regelmässig.
  • Geniesse es, dass sich dein Geld vermehrt.

Das klingt einfach. Ist es auch. Aber nur wenn du es mit Köpfchen machst. Sonst rennst du mit Anlauf gegen eine teure Wand. Fehler beim Anlegen können mit etwas Köpfchen vermieden werden.

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