Seite wählen
10 Wege, weniger auszugeben – Sparen leicht gemacht

10 Wege, weniger auszugeben – Sparen leicht gemacht

Weniger auszugeben ist nicht einfach – ja, ich muss sogar sagen, ich würde lieber mehr einnehmen, als weniger ausgeben. Aber das macht natürlich nur wenig Sinn. Finanzielle Freiheit zu erreichen ist viel viel einfacher mit tiefen Ausgaben. Du hast Schulden? Gib weniger aus, begleiche die Schulden mit der Differenz. Du hast noch keinen Notgroschen auf der Seite? Gib weniger aus und bau dir mit der Differenz den Notgroschen auf. Oder noch besser? Du willst etwas ganz Besonderes anschaffen? Kauf es nicht (nein, nie!) auf Pump, sondern gib weniger aus, lege es zur Seite und kaufe es dann. 

Ich habe für dich die besten psychologischen und praktischen Tipps und Tricks, weniger auszugeben, zusammengestellt: 

Listen, Listen, Listen

Überlege dir vorher was du brauchst. Schreibe Einkaufslisten (oder suche dir eine passende App, in der Schweiz beispielsweise Bring). Dadurch reduzierst du deine Impulskäufe drastisch! Positiver Nebeneffekt: Du wirfst auch weniger weg, weil du nur das kaufst was du brauchst und dir so nichts abläuft im Kühlschrank. (Insider vom Koch: Ausser Fleisch und Fisch ist praktisch alles massiv länger haltbar, als es auf der Verpackung steht.) 

Einkaufsliste

Denk drüber nach, wirklich!

Bei Luxusgütern, warte mindestens 30 Tage, bevor du sie kaufst. Wenn du sie nach den 30 Tagen immer noch willst, kaufe sie dir. Lustiger Nebeneffekt: Bei einigen Onlinehändlern bekommst du Rabatte, wenn du Produkte einige Tage im Warenkorb liegen lässt, ohne sie zu kaufen – versuche es mal. 

Reduziere die Menge an Geld, die du ausgeben kannst

Spare mehr! Und das zwar am besten automatisiert, direkt Anfang Monat. Geld, das nicht auf deinem Konto ist, gibst du nicht aus. Wir Menschen sind, auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen, sehr träge und impulsgesteuert. Viele von uns geben ihr Geld aus, so lange sie welches haben. Wenn du deine Sparquote erhöhst – und zwar gleich Anfang Monat – hast du einfach nicht mehr so viel auf dem Konto und wirst damit automatisch schauen, dass du weniger ausgibst. Glaube mir, nach ein paar Monaten hast du dich daran gewöhnt, ein paar Franken oder Euro weniger zum Ausgeben zu haben. Und langfristig hast du gleich noch für die Zukunft vorgesorgt.

Rechne dein Geld in Stunden um 

Veranschauliche die Kosten von Dingen, die du kaufst. Geld ist nur eine Zahl, das ist manchmal schwer zu greifen. Rechne beispielsweise die Preise von Schuhen in Arbeitsstunden um. Lohnt es sich wirklich, 6 Stunden für ein paar Markenturnschuhe auszugeben? Hast du wirklich 3 Wochen am Stück nur für die neue Spiegelreflexkamera gearbeitet?

Was würde dein Geld sonst machen? 

Denke bei jeder grossen Ausgabe darüber nach, was das Geld für dich tun könnte, würdest du es anlegen. 1000 Franken für ein iPhone? Super. Die 1000 Franken wären, mit 4% Zins oder Rendite angelegt in 20 Jahren 2’191.12 Franken. Mach das mit jedem zweiten iPhone das du dir kaufen willst – deine Rente, oder dein zukünftiges Ich, das ein Haus kaufen will für seine Familie dankt es dir!

Leg dir ein Sparschwein zu – wirklich

Wechselgeld sparen: Mein Portemonnaie beispielsweise hat kein Münzfach. Ich stecke meine Münzen einfach in die Tasche. Abends, wenn ich nach Hause komme, fasse ich mir in die Tasche, nehme meine Münzen und werfe sie in eine grosse Flasche. Schon ganz oft konnte ich mir Anschaffungen (über die ich vorher 30 Tage nachgedacht habe), nur mit dem Geld aus meiner Flasche leisten. Übrigens bieten das auch einige Banken oder Finanzdienstleister an. Immer wenn du etwas kaufst, wird der Betrag auf die nächste gerade Zahl oder sogar auf den nächsten Zehner aufgerundet – die Differenz zwischen Kaufpreis und dem gewählten Betrag fliesst auf dein Sparkonto.

Sparen Sparschwein

Sharing is Caring 

Nur weil du einmal im Jahr eine Bohrmaschine brauchst, musst du dir nicht den ultimativen Bosch Bohrhammer kaufen. Frage deine Eltern, Nachbarn oder Arbeitskollegen – und falls du keine Freunde hast, suche dir eine Sharingplattform im Internet. Oder frag mich – mein teurer Bohrer ist wohl das am wenigsten genutzte Ding in meinem Haushalt. (das gilt auch für alles andere, was du nur 1-2 mal im Jahr brauchst). Dasselbe gilt für Dinge wie dein Netflix-Abo. Einen Account mit Freunden teilen ist günstiger als wenn du und dein Kumpel jeder für sich ein Abo besitzen. Und dein Freund spart damit gleich mit.

Bargeld hat doch einen Sinn

Bar zahlen ist zwar nicht mehr cool – aber wenn du Mühe hast dich an dein Budget zu halten, hebe Anfang der Woche einen fixen Betrag für deine Ausgaben ab. So siehst du bei jedem Blick in deine Börse, wie viel du noch hast. Du gibst automatisch weniger aus, weil du siehst, wie viel wirklich verschwindet.

Spare Steuern, sorge vor (uns spare Geld dabei) 

Zahle in die dritte Säule ein. Erstens ist das Geld dann weg und du gibst es nicht für Dinge aus die du nicht brauchst. Zweitens garantiert sie dir ein sorgenfreies Leben im Alter. Und zu guter Letzt sparst du, je nach Einkommen, zwischen 1500 und 2500 Franken Steuern pro Jahr. Mein Weg, wie ich das künftig mache, findest du hier. 

Reduziere Fixkosten

Überprüfe deine Fixkosten. Hier liegt viel Geld vergraben. Ich habe zum Beispiel gerade meinen Mobilfunkvertrag – oder das Natelabo wie die Schweizer sagen – zu Wingo* gewechselt. Damit spare ich jeden Monat fast 50 CHF, also 600 Franken im Jahr, die ich für den Vermögensaufbau verwenden kann. Das gleiche gilt aber auch für Versicherungen. Vergleiche – und lass dir nichts aufschwatzen. Suche dir einen Mitbewohner und prüfe, ob du das ÖV-Abo hast, das du brauchst, und nicht nur das, welches grad super praktisch war. 

Welchen absolut magischen Spartrick habe ich vergessen? 

Elf Bücher, die dich (und mich) weiterbringen

Elf Bücher, die dich (und mich) weiterbringen

Erfolgreiche Menschen lesen Bücher. Punkt. Benjamin Franklin hat sie aufgestellt, Warren Buffet, Elon Musk oder Bill Gates machen es auch so: Sie investieren jeden Tag eine Stunde oder mehr in ihre Bildung, besser gesagt, sie lesen (oder lasen im Fall von Franklin) Bücher. 

Ja, ich lese auch. Aber nicht so viel, wie ich es eigentlich möchte. Der innere Affe findet Instagram und Twitter spannender.  

Das soll sich aber wieder ändern… Als Anstoss dazu, habe ich die besten Lektüren, die meiner Meinung nach für ein besseres Leben sorgen (können), hier zusammengetragen: 

Die meisten der nachfolgenden Bücher kannst du bei Audible auch hörten, beim Auto- oder Zug fahren, beim Kochen oder putzen:

Persönlichkeit und so: 

Die subtile Kunst des Daraufscheissens* von Mark Manson

Ein Selbstoptimierungsbuch, das dich nicht optimieren will. Finde dich damit ab, nicht perfekt zu sein, nein versuch es gar nicht erst. Manson will aber nicht, dass du auf alles scheisst. Sondern er hilft dabei herauszufinden, wo es sich lohnt seine Energie einzusetzen und wo nicht. In Zeiten von Influencern und all den ach so tollen Erlebnissen, die dir dein Instafeed an den Kopf wirft, findet das Buch einen Weg zu zeigen, was es braucht, um ein glückliches und zufriedenes Leben mit dem zu führen, das man hat. Ein Weg zu der Frage, was man eigentlich will. Eine Hilfestellung um Ballast abzuwerfen.  

Das Kind in dir muss Heimat finden* von Stefanie Stahl 

Dieses Buch… naja, wie soll ich sagen… es wurde mir von einem Paartherapeuten empfohlen. Heck, i am far away from perfect… Also war ich halt auch schon mal bei eben genanntem Therapeuten. Aber lassen wir das… 

Stefanie Stahl zeigt auf eindrückliche, bildhafte Art, dass wir zwar ein Produkt unserer Kindheit sind, aber dass es Wege und Strategien gibt, mit unseren Urängsten und Automatismen umzugehen. Ja, sie sprich von Schatten- und Sonnenkindern, davon mit eben diesen Frieden zu schliessen. Das ist auf den ersten Blick vielleicht etwas seltsam, oder wirkt esoterisch… Aber wer sich darauf einlässt, findet in diesem Buch Antworten und Lösungen auf viele Probleme oder Schwierigkeiten und Wege aus den Löchern, in denen jeder von uns schon einmal war. 

Schnelles Denken, langsames Denken* von Daniel Kahneman

Wissenschaft war nie einfacher zu lesen. Jedes Kapitel handelt von einem Forschungsergebnis, aber das Buch ist leicht zu lesen und frei von Wissenschaftsjargon. Von Selbstüberschätzung, Gedankenexperimenten, der Unterschätzung des Zufalls und noch viel mehr. Ein Werk, das hilft, die eigenen Denkfehler aufzudecken, sich selbst nicht zu wichtig nehmen, aber auch sich vor (unbewussten) Fehlern anderer zu schützen. 

Bücher lesen

Arbeit, Produktivität und Geld

Die 4-Stunden Woche* von Timothy Ferriss

Wenn du sowieso schon hier gelandet bist, könnte die 4-Stunden Woche genau für dich sein.  Die 4-Stunden Woche ist so etwas wie ein grober Fluchtplan aus dem Hamsterrad. Nein, nicht alles, was Ferris beschreibt ist einfach kopierbar und er bleibt oft vage. Auch arbeitet er selber 60 Stunden pro Woche (wie er selbst sagt). Aber die 4-Stunden Woche kann den Samen pflanzen, der den Antrieb dazu gibt unser Leben und wie wir unsere Arbeit leisten zu hinterfragen und zeigt Möglichkeiten auf, etwas zu verändern.  

Das 80/20 Prinzip* von Richard Koch

Mehr Erfolg mit weniger Aufwand, lautet das Versprechen. Ja, das Pareto-Prinzip ist schon lange kein Geheimnis mehr. Aber wissen, dass zwanzig Prozent Input für achtzig Prozent Output verantwortlich sind und die restlichen achtzig Prozent Input vielleicht verschwendete Energie sind, ist das eine. Richard Koch zeigt aber spezifische Anwendungen in Beruf, Selbständigkeit, Freizeit und Familie. Nein, auch hier bekommen wir keine fertige Managementstrategie. Dafür aber Hilfestellung zumindest einzelne Bereiche unseres Lebens zu vereinfachen, unsere Energie am richtigen Ort einzusetzen und sie nicht zu verschwenden. 

Der reichste Mann von Babylon* von George S. Clason

„‚Der reichste Mann von Babylon‘ bringt die Geheimnisse des Aufbaus von Wohlstand auf den Punkt – kein anderes Buch über Finanzen hat soviel bewegt!“  – Bodo Schäfer

Clason bringt unterhaltsam, aber doch zum Nachdenken anregend, die Grundsätze des finanziellen Erfolgs auf Papier. Die Blütezeit Babylons liegt über 8000 Jahre zurück. Aber die elf Parabeln des Buches haben nicht an Wahrheit verloren. Es zeigt spannend die finanziellen Grundsätze, die wir alle verstehen sollten, auf. 

Rich Dad, Poor Dad* von Robert Kiyosaki

Zwei Vaterfiguren, zwei unterschiedliche Wege, mit Geld umzugehen. Der Eine verdient gut, ist gut ausgebildet, aber mit Geld, da kann er nicht besonders gut. Der Andere kommt aus einfachen Verhältnissen, ohne gute Bildung. Aber Letzterer verfügt über einen gesunden Umgang mit Finanzen und hilft dem Protagonisten, das richtige Mindset im Umgang mit Geld zu finden. Den Weg 1:1 umzusetzen, wird in der Schweiz oder im deutschsprachigen Raum so nicht klappen, da Immobilien hier teurer sind und viel mehr Eigenkapital mitgebracht werden muss. Aber wer die Message des Buches versteht, für den wird der Weg zur finanziellen Freiheit verständlicher. Ein Buch, das in der Schule neben Kant und Kafka auch behandelt werden sollte. 

Der Weg zu finanziellen Freiheit* von Bodo Schäfer

Und gleich noch einmal in die gleiche Kerbe. Aber noch ein wenig extremer. Sieben Jahre Verzicht und harte Arbeit. Dafür ist man nachher Millionär. Und kann, wenn man es schlau macht, von den passiven Erträgen des angehäuften Gelds leben. Einfach verständlicher Finanzunterricht, von einem, über den jeder Finanzblogger oder -youtuber schon einmal berichtet hat. Die 300 Seiten werden wohl nicht deine ganze Einstellung von Heute auf Morgen ändern – sollen sie vielleicht auch gar nicht. Aber das eine oder andere wird hängen bleiben, versprochen. 

Sonst so: 

1000 Places to see before you die* von Patricia Schultz

Fast 1200 Seiten Fernweh, Inspiration und Futter für Gedankenreisen. Nein, kein Reiseführer, eher ein Standardwerk für Menschen, die die Welt sehen wollen. 

Die Welt ist ein Buch – wer immer zuhause bleibt, sieht nur eine Seite davon. 

Patrizia Schulz hilft dabei, zumindest einen Eindruck all der anderen Seiten dieses Buches zu bekommen. 

Eine kurze Geschichte der Zeit* von Stephen Hawking

Der bekannteste und vielleicht einflussreichste Physiker unserer Zeit versucht in diesem Buch den Weg vom Urknall bis heute zu beschreiben. Und es klappt erstaunlich gut. Bis auf eine Ausnahme verzichtet Hawkin auf mathematische Herleitungen oder ähnliches, sondern erklärt, wie die Welt und der Mensch entstanden sind. 

Eine kurze Geschichte der Menschheit* von Yuval Noah Harari

Wie der Mensch wurde, wo er ist. Harari fängt da an, wo Hawking aufhört. Aber er geht das nicht einfach nur historisch an – obwohl er Geschichtsprofessor ist – sondern erklärt, dass Geld nur funktioniert, weil wir daran glauben. Wie soziale Strukturen entstehen, welche Wechselwirkungen Religionen und Kulturen zueinander haben. Die kurzweiligste, lehrreichste Geschichtsstunde. Auch für die, die mit Geschichte nicht viel anfangen können. Wenn ich nur ein einziges Buch empfehlen dürfte, es wäre eine kurze Geschichte der Menschheit!

Wissen ist Macht. Und lesen bildet. Fast alle erfolgreichen Menschen lesen überdurchschnittlich viel. Vielleicht ist das eine Scheinkorrelation – aber das würde mich erstaunen. Es fördert die Auffassungsgabe, bietet Gesprächsstoff und lässt einem die Sicht auf die Dinge aus anderen Blickwinkeln sehen. Aus Blickwinkeln von Menschen, die ihr Fach beherrschen. 

Wenn Lesen nicht so deins ist, findest du alle Bücher auch bei Audible: 

Welche Bücher fehlen? Hinterlasse mir einen Kommentar und empfiehl mir dein musst du gelesen haben-Buch! 

Prokrastination. Oder: wie ich den Affen ruhigstelle

Prokrastination. Oder: wie ich den Affen ruhigstelle

Es gibt wenige Dinge, die ich so gut kann wie prokrastinieren, darin bin ich unglaublich gut. So lange ich mich erinnern kann, erledige ich alles, was nicht ultimativ Spass macht, nach dem parkinsonschen Gesetz. Dieses besagt, dass sich Arbeit genau in dem Maße ausdehnt, wie Zeit für die Erledigung zur Verfügung steht – und nicht in dem Masse, wie komplex die Aufgabe tatsächlich ist. Also mache ich alles auf den letzten Drücker. Dann aber, geht meine Effizienz durch die Decke. 

Das hat bisher (mit einigen, kleineren Ausnahmen), gut funktioniert. Aber es löst jedes Mal Stress aus. Ich habe ein schlechtes Gewissen, stört meine Nachtruhe. Es sitz wie ein kleiner, musikalisch völlig unbegabter Affe mit einer Trompete in meinem Hinterkopf. Aber statt das zu machen was ich sollte, weil es gerade unüberwindbar gross scheint, werfe ich ihm etwas anderes zum Frass vor, damit er still ist. Youtube, Wikipedia-Bingo oder Staubsaugen. Aber ganz bestimmt nicht das, was ich eigentlich unbedingt abschliessen sollte. 

Nebst dem, dass es unangenehm ist, zu wissen dass man sollte, aber nicht tut, ist es auch gefährlich. Es hat schon Studenten den Abschluss gekostet, Angestellten ihren Job und Ehen beendet. Irgendwann kommt der Punkt, wo das Gesetz von Parkinson nicht ganz aufgeht und man eine wichtige, nicht nachholbare Frist verpasst. 

Aber niemand kann „the mind of a procrastinator“ so gut erklären wie TIm Urban: 

Inside the mind of procrastinator -TIm Urban

Das Problem Prokrastination ist definiert. Und nun? 

Es gibt unzählige Techniken, die helfen sollen. Ein paar wende ich an, das klappt meist ganz gut. Sie befriedigen den Affen in meinem Kopf. Ja, manchmal fühle ich mich etwas dumm dabei, dass ich mich selber überlisten muss um vorwärts zu kommen. Aber gerade bei Dingen, die keine Deadline haben, brauche ich Strategien, sonst erledige ich sie nie. 

Hier erst mal die Dinge, die ich anwende, und die für mich funktionieren: 

Die Pomodoro-Technik

Benannt nach der Eieruhr, die aussieht wie eine Tomate. 

Du arbeitest 25 Minuten am Stück durch. Dabei stelle ich mir einen Timer. Nach 25 Minuten mache ich 5 Minuten Pause. Das mache ich 4 mal, also zwei Stunden lang – danach folgt eine längere Pause von 25 Minuten. Das hat gleich mehrere Vorteile: 

  •  Ich nutze wieder das parkinsonsche Gesetz, das mir sonst ja eher im Weg steht. Ich will meine Aufgabe, an der ich sitze, dann nämlich in 25 Minuten abschliessen, bevor der Timer klingelt. 
  • Ich mache sehr bewusst Pausen. Das fördert wiederum die Produktivität. 
  • Ich lasse mich viel weniger ablenken. Ich habe ja nur 25 Minuten Zeit. Die Deadline ist gesetzt, der Affe ruhig. Er sagt nicht: „Oh, dein Handy liegt da, nimm es.“ Nein, er weiss, in spätestens 25 Minuten wird er wieder befriedigt. So lang kann er sich gedulden.  

Nun, die Pomodoro-Technik ist, aus meiner Sicht, perfekt für Studenten. Lernphasen, Arbeiten, etc. lassen sich damit perfekt abarbeiten. Im Büroalltag ist das manchmal schwierig. Sie den ganzen Tag zu nutzen ist nicht möglich. Aber ich plane alle paar Tage eine fixe Session (sprich 2 Stunden oder 4 Runden), inklusive Blocker in meinem Kalender, AirPods in den Ohren und umgeleitetem Telefon. Dabei erledige ich die Fleissarbeiten, die sich seit der letzten Session angesammelt haben.  Wenn mich jemand unterbricht, sage ich ihm: hey, ich melde mich in 2 Stunden bei dir – klappt fast immer. 

To-Do-Listen. Mit Deadlines! 

Ich führe Listen. Ja, ganz altmodisch. Aber natürlich digital. Todoist* ist mein ständiger Begleiter. Nebst meiner Prokrastination bin ich nämlich auch noch vergesslich. Und: es ist einfach befreiend, sich nichts merken zu müssen. Habe ich es einmal aufgeschrieben, fühlt sich das an, als hätte ich den Müll raus gebracht. 

Alles was 5 Minuten oder weniger dauert, mache ich sofort. (naja, ausser ich finde es unnötig, dann mache ich es vielleicht auch einfach nicht. Aber zur Eisenhower-Matrix und zu Pareto komme ich ein andermal)  

Alles was länger als fünf Minuten dauert, kommt auf meine Liste. Todoist kann beispielsweise aus Mails Aufgaben machen. Ich habe es auf dem Handy als App, in Outlook als Plug-In und auf dem Desktop für die Übersicht in gross. Also: ich werfe alle Aufgaben in den Eingang von Todoist. Am Abend, bevor ich nach Hause gehe (oder sofort, wenn der Endtermin klar ist), terminiere ich meine Aufgaben. So weiss ich am Morgen, wenn ich im Büro bin: das steht heute also an. 

To Do Liste

Die Deadlines müssen im Übrigen auch nicht stimmen. Wenn ich am Freitag abgeben muss, den Termin aber auf Mittwoch Abend setzte und sage: am Mittwoch muss(!) ich fertig sein, klappt das ganz gut. Sich selbst belügen klappt relativ gut. 

Weiter hat die App noch mehr gegen das Aufschieben zu bieten: du kannst einstellen, wie viele Aufgaben du pro Tag / Woche mindestens erledigen willst, und zeigt dir deinen Fortschritt an. Es motiviert ungemein zu sehen: oh, noch zwei Aufgaben aus meinen Tasks, dann habe ich es geschafft. Da mache ich manchmal Sachen, die ich eigentlich erst an nächsten Tag erledigen wollte. 

Wenn du willst, kannst du hier gratis zwei Monate Todoist Premium ausprobieren*. Die App ist aber schon in der Gratisversion unschlagbar gut. 

Eat that frog first

Zuoberst auf der erstellten Liste steht übrigens immer die unangenehmste Aufgabe. Warum? Sie ist das erste, was ich an nächsten Tag erledige. Bevor ich meine Emails beantworte oder die neusten Marketingblättchen durchblättere. Manche sagen, dass das so toll sein, weil man am Morgen noch viel Energie hat. Kann sein, merke ich nicht. Bei mir ist es eher so, dass ich dann schon mitten drin stecke, bevor mein verschlafener Affe im Kopf gemerkt hat, was da genau vor sich geht. 

Und ich bin dann auch ein wenig stolz, dass ich diese Aufgabe jetzt geschafft habe. Alles andere geht dann leichter, ich habe ja schon bewiesen dass ich auch die unangenehmen Ding erledigen kann. 

Darüber (und noch über viel mehr zum Thema Zeitmanagement) gibt es ein gutes Buch: 
Eat that frog, von Brian Tracy*

Und hier noch obendrauf: Elf Bücher die dich weiterbringen

Nein, dass alles klappt nicht immer

Aber es hilft, dass ich keine Nachtschichten einlegen muss. Es hilft, dass ich nicht um meinen Job bangen muss und unterstützt mich dabei, meine Rechnungen nicht nur auf dem Stapel liegen zu lassen, sondern pünktlich zu bezahlen. 

Ist mein System perfekt? Nein. Ich habe noch Raum mich und mein Zeitmanagement zu verbessern. Mal viel und mal sehr viel. Wenn ich etwas nütliches finde, etwas das den Affen sediert – ich melde mich. 

Und dein Affe so? 

Wie geht Altersvorsorge im Jahr 2020? VIAC ausprobiert.

Wie geht Altersvorsorge im Jahr 2020? VIAC ausprobiert.

Vorweg: es besteht keine Kooperation zwischen mir und VIAC. Niemand soll denken, ich wolle ihm hier etwas andrehen, wo unter Umständen eine ganze Menge Geld hinfliesst, im Verlaufe der Zeit! 

VIAC – kann man das essen? 

Viac ist eine App-basierte Vorsorgelösung für die Säule 3a. Du kannst aber, im Gegensatz zu den Lösungen, die ich bisher gesehen habe, deine Investitionen jederzeit und ohne Kosten anpassen. Du kannst deine Anlagestrategie also vom verzinsten Konto bis zu 97% Aktien immer anpassen. Viac bietet die Möglichkeit dein Risiko stufenlos anzupassen. Was ich enorm spannend finde, ist die Möglichkeit beispielsweise nur in regionale Produkte, oder was ich sehr ansprechend finde, in nachhaltige Anlagen zu investieren. Dabei wird eine kleine Depotgebühr erhoben, je nach Aktienanteil in deinem Portfolio. Die Kosten sind aber nur etwa halb so hoch, wie bei andern Vorsorgelösungen. 

Dabei ist es nicht eine shady Garagenlösung, nein, das Geld wird von der Terzo Vorsorgestiftung der WIR Bank verwaltet. Alle Daten liegen in der Schweiz, das Geld ist via Einlagensicherung auch in schwierigen Zeiten sicher. 

Du kannst bis zu 5 Portfolios eröffnen, damit du deine Altersvorsorge gestaffelt beziehen kannst. Und du kannst für jedes der Portfolios unterschiedliche Strategien wählen. Wer mag, kann sich sogar die investierten ETF’s und Indexfonds selber zusammenstellen. Da will ich gerade noch nicht hin. Aber Möglichkeiten sind immer toll. 

 Säule 3a? Was ist das? 

In der Schweiz ist die Altersvorsorge breit abgestützt. Die sogenannt erste Säule bilden die AHV (Alters- und Hinterlassenenversicherung) die IV (Invalidenversicherung) und die EO (Erwerbsersatz während des Dienstes), sowie die ALV (Arbeitslosenversicherung). Diese Beiträge sind obligatorisch und werden im Angestelltenverhältnis direkt vom Gehalt abgezogen. 

Die zweite Säule bildet die berufliche Vorsorge. Diese ist für Angestellte obligatorisch. Für Selbständigerwerbende ist sie zwar freiwillig, aber dringend zu empfehlen. Die erste und zweite Säule sollten zusammen im Rentenfall, je nach Einkommen vorher, rund 60% des Jahreslohnes vor Pension abdecken. 

Die dritte Säule, um die es hier geht, soll die persönliche finanzielle Situation im Alter aktiv verbessern. Sie ist zwar nicht obligatorisch, wird aber durch staatliche Massnahmen (Steuererleichterungen) aktiv unterstützt. Es kann in gewissen Fällen, wie z.B. für eine Hypothek zum Kauf eines Eigenheims oder für die Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit auch vorbezogen werden. Die einbezahlten Prämien oder Beiträge lassen sich vom steuerbaren Einkommen abziehen. 

So viel zur Theorie…

Wie sieht meine Altersvorsorge heute aus? 

Nun, ja, ähm… nicht so… 

Ich zahle zwar mehr als nötig in die Pensionskasse meines Arbeitgebers ein. Geld das nie bis zu mir kommt ist in guten Händen, oder so. Aber das wollen wir ja ändern. Daneben habe ich ein Säule 3a Konto bei der Postfinance. Aber der Betrag dort ist eigentlich eher klein. Ich zahle seit drei Jahren jeden Monat 100.- ein. Man rechne… Möglich wären übrigens 6’826.- pro Jahr, die nicht nur Rendite abwerfen, sondern auch gleich noch Steuern sparen. 

Darum habe ich mich mit Viac für eine Lösung entschieden, die Spass macht. Das soll mich animieren, auch mehr einzuzahlen. 

Also. VIAC. Aber das alles ist doch sicher kompliziert, mit Besuch bei der Bank und so? 

Nope. Es hat mich ungefähr die Dauer eines Kaffees auf meinem Balkon gekostet. Alles am Handy. Und schon habe ich meine Altersvorsorge eingerichtet.

Folie1

In was will ich investieren, die Ermittlung des Anlage- / Risikoprofils. anschliessend die Personalien, ein Foto von ID oder Pass machen und hochladen. Digital signieren und schon bist du dabei. 

Willst du bestehende Vorsorgeguthaben zu Viac transferieren? Dafür gibt es eine Vorlage.

Es gibt aber nichts gratis, oder? 

Nein, nichts. Sorry. Aber Viac ist im Vergleich einfach unschlagbar günstig. Der Cash-Anteil, also der Teil, der nicht in Aktien angelegt ist, kostet dich nichts. Der Rest, der nach deinen Wünschen angelegt wird, kostet dich pro Jahr 0.52%. Darin ist aber alles enthalten, Handel von Wertpapieren sowie die Entgelte der Depotbank für die Konto- und Depotführung. Das ist rund 1% günstiger als der durchschnittliche Aktienfonds. Damit sparrst du dir bis zur Rente schnell einmal ein paar Tausend Franken im Vergleich zu anderen Anlagemöglichkeiten. 

Ich werde mein 3a-Konto bei der PostFinance auflösen – so viel ist es ja nicht – und zu Viac transferieren. Nach einiger Zeit werde ich das Review auffrischen und meine Erfahrungen im laufenden Betrieb teilen. Also, bleibt mir treu! 

Und das Beste: So bald du eine Einzahlung gemacht hast, kannst du einen Freund werben. Viac schenkt dir und deinem Freund die Gebühren für die Verwaltung von 500 CHF, welche in euer Vorsorgedepot eingezahlt werden. Und das nicht nur einmal, nein, gleich dreimal. Und das lebenslang. Drei Freunde werben, 1500.- kostenfrei verwaltet.

Willst du einer meiner Freunde sein, die davon profitieren können? Hinterlasse einen Kommentar und wenn du interessiert bist, lasse ich dir den Code zukommen. 

Passives Einkommen – das „T-Shirt Business“ |

Passives Einkommen – das „T-Shirt Business“ |

Um mein Ziel der finanziellen Freiheit langfristig zu erreichen, will ich meine Einkünfte verbessern. Das wird wohl ein langer Weg, mit vielen kleinen Puzzleteilen. Mein aktuelles Vermögen hält sich in Grenzen, und um sinnvolle Investments zu tätigen und meine Sparquote zu erhöhen, schaue ich mich aktuell nach alternativen, wenn immer möglich passiven, Einkommenströmen um. 

Dabei bin ich auf das „T-Shirt Business“, oder auch Print on Demand gestossen. 

Ich habe mich die letzten Wochen intensiv damit beschäftigt und will hier meine Erkenntnisse teilen. 

Zuerst, was ist Print on demand? 

Print on demand bedeutet, dass das Produkt in digitaler Form vorliegt, bis zu dem Moment, in dem eine Bestellung ausgelöst wird. Nach Auslösung der Bestellung wird die Ware hergestellt und an den Kunden versandt. 

Nun drucke ich natürlich selber keine T-Shirts bei mir im Keller. Das wäre ja nicht die Idee eines passiven Einkommens, bei dem meine Zeit von meiner Arbeit abgekoppelt ist. Diese Arbeit übernehmen spezialisierte Unternehmen. Von mir kommt nur das Design – und je nach gewähltem Modell der Betrieb des Onlineshop und damit verbunden das Marketing. 

Und nein. Um Shirt-Designs anbieten zu können, musst du kein Grafiker sein. Man kann sich beispielsweise auf Fiverr für wenig Geld Designer anheuern, welche einem für wenig Geld beeindruckende Designs erstellen. 

Welche Modelle gibt es? 

Marktplatzseiten

Du erstellst (oder kaufst bei einem Designer) ein Design. Dieses lädst du auf den Seiten der Marktplatzbetreiber hoch und dieser bietet deine Designs auf seinen Produkten zum Verkauf an. Wird dein Designs gekauft, erhältst du eine Provision und der Kunde sein Shirt. It’s that simple. 

Die bekanntesten Player hierfür sind wohl Spreadshirt oder die Plattform von Amazon (Merch by Amazon)

Im eigenen Shop

Du erstellst mit Hilfe einer Shopsoftware (beispielsweise Shopify*) einen kleinen Onlineshop. Shopify bietet die Möglichkeit der Integration von Print on Demand Anbietern. Du erstellst deine Designs und definierst die Produkte beim PoD-Anbieter (z.b. Printful). Diese werden automatisch in Shopify übertragen. Weiter definierst du deine Preise, Zahlungsmethoden, Shipping, und schon kann es los gehen. Nun brauchst du nur noch Kunden… Hier macht es natürlich Sinn, sich eine klare Nische zu definieren. Spruchdesigns für Fussballfans, Katzenshirts oder Shirts für Informatiker die frisch Vater geworden sind. You name it. Es gibt für alles einen Markt. Je spezifischer die Nische, desto leichter lässt sie sich ansprechen. 

Das ist natürlich etwas komplizierter, aber du gehst nicht in der Masse der hunderttausenden von Designs auf den Marktplätzen unter. Du kannst die Kundschaft selber beinflussen, gezielt werben. Und du fühlst dich wie ein kleiner Unternehmer. Immerhin hast du ja deinen eigenen Onlineshop. 

Plantero – der Nischenshop für Pflanzenliebhaber 

Gut, ich habe mich eingelesen, Videos geschaut, mir ein wenig die Nacht um die Ohren geschlagen und mir überlegt, wo ich vielleicht schon ein wenig Vorarbeit geleistet habe, ohne das ich es wusste. Ich habe mir vor einigen Monaten einen Instagram-Kanal zum Thema Zimmerpflanzen erstellt und gesehen, wie gross und auch ein wenig verrückt diese Community ist. Habe mich hingesetzt, Photoshop geöffnet, ein paar coole Designs erstellt. Einen Shopify-Shop eröffnet und mithilfe von Printful meine Shirts und Taschen gestaltet. 

Voila: 

plantero.store

Screenshot 2020 04 13 03.06.56

Und nun? 

Wie die Erstellung im Detail funktioniert hat, meine Erfahrungen mit den beiden Anbietern Shopify und Printful, wie ich meine Designs mache, welche Wege es gibt das auszulagern oder zu vereinfachen, oder auch ob ich damit überhaupt Geld verdiene… Um das soll es hier in Zukunft auch gehen. Das Internet sagt, kein Problem, damit wird jeder Millionär. 

Zu Beginn werde ich mir sicherlich die Mühe machen und alle Designs selber erstellen. Aber sobald die ersten Einnahmen fliessen (sollten), werde ich weitere Designs über Fiverr erstellen lassen. Ich habe dort super Erfahrungen gemacht. Beispielsweise das Logo von PlanBesser hat mich dort fünf Dollar gekostet, und ich bin super zufrieden damit. 

Ich werde euch also mit auf meinen Weg zum Millionär nehmen. Oder euch zeigen, das es doch nicht so einfach ist. Wir finden es gemeinsam heraus!