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Zu wenig Zeit? Wie du deine Zeit im Griff hast.

Zu wenig Zeit? Wie du deine Zeit im Griff hast.

Es gibt Tage, die haben einfach zu wenig Stunden. Oder die vorhandenen Stunden gehen einfach zu schnell vorbei. Aber: leider nein, zu wenig Zeit zu haben ist nicht der Zeit ihre Schuld. Sondern deine.

Wir haben alles die gleiche Anzahl Stunden zur Verfügung. Nur nutzen wir sie nicht alle gleich. Was die erfolgreichen Personen, bei denen es nie scheint als hätten Sie zu wenig Zeit von dir unterscheidet: Sie haben ihre Zeit im Griff. Sie nutzen sie sinnvoll.

Wenn auch dir die Zeit davon rennt – dann bist du hier am richtigen Ort gelandet.

Fühlt es sich an als hättest du zu wenig Zeit?

Dieses Gefühl kommt meist dann auf, wenn schlechte Angewohnheiten das Ruder übernehmen. Und vielleicht merkst du es nicht einmal. Aber sie zerstören deine Produktivität.

Wenn du weniger arbeiten willst, oder mehr schaffen, dann muss du dir erst einmal diesen Zeitfressern bewusst werden. Hier eine kurze Aufstellung der Probleme, die Menschen mit „zu wenig Zeit“ am häufigsten begegnen. Wenn du sie kennst, kannst du sie besser beheben.

Zu viel oder zu wenig Schlaf

Wenn dein Hany spuckt, stottert oder nicht das tut, was du von ihm willst, was machst du dann? Du startest es neu. Dieser Neustart ist beim Menschen der Schlaf.

Schlafen erlaubt es deinem Körper und deinem Geist, sich zu erholen. Alle Werkzeuge wieder dort hin zu packen wo sie hingehören und die Schuladen aufzuräumen. Es füllt deine Batterien wieder auf. Aber es muss richtig gemacht werden. Schlafen ist kompliziert. Gerade die Menge an Schlaf ist kritisch. Für einen Erwachsenen werden etwa 6 bis 8 Stunden empfohlen.

Zu wenig Schlaf macht unproduktiv. Das sollte klar sein. Aber zu viel Schlaf macht eben auch faul. Und dann sollte es noch ruhig, in passender Temperatur, wenn möglich im Bett und nicht auf dem Sofa sein. Ja, schlafen ist kompliziert. Und wenn du es falsch machst, frisst es deine Zeit.

Multitasking

Was hier kommt, ist für einige vielleicht eine Überraschung… Aber Multitasking ist ein richtig schlimmer Produktivitätskiller.

Unser Gehirn kann sich einfach immer nur auf eine Sache gleichzeitig konzentrieren. Und den vielgerühmten Flow, den kann man auch nicht erreichen, wenn man immer zwischen vielen Dingen hin- und her springt. Immer und immer wieder muss dein Kopf sich neu einstellen und den Fokus wieder finden. Lass es einfach.

Non-Stopp arbeiten

Was ist der beste Weg um mehr in weniger Zeit zu schaffen? Manche würden sagen: nonstop arbeiten.

Das kostet Energie und Motivation. Warum weniger abreiten produktiver ist, habe ich an anderer Stelle schon einmal zusammengefasst:

Mehr Produktivität durch weniger Arbeit?

Ein anderer Ansatz: mach jede Stunde 5 Minuten Pause. Für die brauchst du auch kein schlechtes Gewissen zu haben. Sie es alls kurzen Tank-Stopp an um deine Batterien aufzufüllen. Danach kann es gestärkt weiter gehen. Und sorgt am Ende dafür dass du schneller fertig bist.

Ablenkung

In einer Umgebung voller Ablenkung zu arbeiten, ist einer der Gründe dass das Gefühl nach zu wenig Zeit aufkommt. Es endet darin, dass du völlig sinnlose Dinge tust und nicht arbeitest.

Der beste Weg dem entgegen zu wirken ist, sich einen produktiven Arbeitsplatz einzurichten. Wenn du von zu Hause arbeitest, hier einige Ideen: Homeoffice, zuhause produktiv sein

Arbeitest du in einem Büro, hast du alles notwendige in Reichweite. Wenn nicht, schau dass es so ist. Wasser, einen Snack, Notizen, Ladegeräte und alles andere was du für deine Arbeit brauchst. Das verhindert, dass du deinen Workflow immer unterbrechen musst.

Wie du das Beste aus deinem Tag machst

Zu wenig Zeit?

Wenn du die Punkte oben verstanden, oder sogar schon beseitigt hast – toll. Dann kommen hier einige Inputs, wie du das Beste aus deinem Tag machst.

Habe einen Plan

Den Tag mit einem Plan zu starten, ist einer der hilfreichsten Punkte um das Gefühl on zu wenig Zeit in den Griff zu bekommen. Eine gut geplante To-Do-Liste mit Prioritäten ist ein wahrer Produktivitätsbooster

Ein Wochenkalender, in dem du einträgst was du wann erledigst wirkt genau so gut. Ich persönlich arbeite mit Todoist.* Einfach weil einfach. Und weil es überall, auf allen Plattformen funktioniert.

Positiver Nebeneffekt: wenn du die Dinge aufgeschrieben hast kannst du sie aus deinem Kopf verbannen bis es so weit ist. Das schafft Kapazitäten im Kopf. Versprochen.

Setze Prioritäten

Prioritäten zu setzen ist selbst dann wichtig, wenn du nicht das Gefühl hast, zu wenig Zeit zu haben. Und wenn du das Gefühl hast, dann solltest du das erst recht machen. Ganz einfach: das Wichtige zuerst!

Dafür gibt es verschiedene Tools. Eines davon ist das Eisenhower-Prinzip. Da will ich aber andern den Vorrang lassen. Ivan Blatter hat das – und mögliche Alternativen – ausführlich erklärt.

Weiter: Setze auch ausserhalb der Arbeit damit auseinander. Zum Beispiel wie viel Arbeit und wie viel Freizeit du brauchst um glücklich zu sein. Weil das Leben nicht nur aus Arbeit, sondern auch aus Abenteuern bestehen soll.

Vermeide Prokrastination

Ja, hier, ich bin betroffen. was du dagegen unternehmen kannst, habe ich hier beschrieben:

Verbessere dein Zeitmanagement

Alles findet sich irgendwie im Thema Zeitmanagement. Alle Tipps und Tricks hängen irgendwie damit zusammen. Das ist der Zauberspruch zu mehr Zeit.

Du nutzt bereits alle Stunden des Tages. Wenn du dich jedoch hinsetzen und berechnest, wie viel Zeit du tatsächlich am Tag verbraucht hast, wirst du feststellen, dass mehr als die Hälfte der Zeit verschwendet ist.

Zeitmanagement hält davon ab, diese unkalkulierte Zeit zu verschwenden. Es ist die Fähigkeit, die die Kraft gibt, jede Minute produktiv zu durchlaufen. Und wenn du lernst, mit Zeit umzugehen, hast du plötzlich mehr davon.

Fazit – immer noch zu wenig Zeit?

Eines ist (fast) sicher: zu wenig Zeit gibt es nicht. Nur eine schlechte Nutzung der Ressource Zeit. Vielleicht verschwendest du sie. Oder du setzt die falschen Prioritäten. Oder willst zu viel.

Zeit ist Geld. Und wenn du diese Tipps und Mittel umsetzt, bist du vielleicht plötzlich reich. Reich an Zeit. Und damit kannst du dann machen was du willst.

Wo verlierst du die meiste Zeit? Sag es mir.

Und jetzt, geh raus und erobere die Welt.

Mikroabenteuer – wie du aus dem Alltag ausbrichst

Mikroabenteuer – wie du aus dem Alltag ausbrichst

Mikroabenteuer – was soll das sein?

Jeder Tag kann Urlaub sein. Auch Mittwochs, mitten in der Arbeitswoche. Du brauchst keinen Urlaub – nein, du musst nicht einmal auf das Wochenende warten. Mikroabenteuer gehen immer. Wenn du 9-to-5 arbeitest, hat theoretisch jeden Tag ein 5-to-9-Abenteuer platz. Ein Mikroabenteuer ist, je nach Definition, alles zwischen 8 und 72 Stunden.

(und pssst, ein kleiner Tipp: für die grossen Abenteuer, besuche Outdoorista!)

Nein, dass heisst nicht, dass du nach einem strengen Tag den Mount Everest bezwingen musst. Abenteuer ist reine Einstellungssache. Schlaf im Sommer unter den Sternen. Nimm dein Bike mit zur Arbeit – und fahre über unbekannte Wege nach Hause. Bau ein Floss, mach es einfach.

Der Startschuss für das Konzept der Mikroabenteuer kam allen Anschein nach von Alastair Humphrey.  Sein Buch Microadventures: Local Discoveries for Great Escapes*  hat es in Großbritannien innerhalb weniger Stunden auf Platz 12 der Bestseller-Liste gebracht.

Mir gibt es unglaublich viel, Freitags etwas früher Feierabend zu machen, mich auf mein Fahrrad zu schwingen. Bewaffnet mit Gaskocher, Schlafsack und einem kleinen Badetuch. Vielleicht eine Zahnbürste und etwas Geld.

Alle Vorteile von Abenteuern im Alltag im Überblick:

  • du lebst nicht nur für die Wochenenden und Urlaube
  • einfache Durchführung ohne lange Vorbereitung
  • kostengünstig bis kostenlos. Perfekt für einen minimalistischen Lebensstil
  • Gefühl sein Leben aktiv zu gestalten
  • Flucht aus dem Hamsterrad bzw. ein Schritt aus deiner Komfortzone

Vor meiner und vor all unseren Türen gibt es wilde Ecken ohne Trubel – geh einfach mit offenen Augen durch die Welt.

Mikroabenteuer wandern
Mikroabenteuer – auch Wandern ist ein Abenteuer

Ideen für kleine Mikroabenteuer

Irgendwo muss man ja anfangen. Also einige kleine Abenteuer für den Start.

  • Schlaf im Garten, ohne Zelt. Nur du und dein Schlafsack
  • Stehe in der Nacht auf und mach eine Wanderung im Mondschein. Auch bekannte Orte sind in diesem Licht eine fremde Welt.
  • Bau dir einen Unterschlupf im Wald um die Ecke. Jeden Abend ein bisschen. Und am Wochenende schläfst du dann dort.
  • Geocaching – ein modernes Mikroabenteuer.
  • Wähle für deine Alltagswege andere Mittel. Gehe zu Fuss, statt mit dem Fahrrad zur Arbeit. Statt mit dem Auto stehst du eine Stunde früher auf und nimmst das Fahrrad.
  • Koche dein Abendessen auf dem offenen Feuer. Besonders im Winter toll, wenn du dann trotzdem ins warme Bett kannst.
Mikroabenteuer - koche draussen
Mikroabenteuer – koche draussen

Mikroabenteuer – Fortgeschritten

Fortgeschritten weil: die einen brauchen mehr Zeit, sind also eher fürs Wochenende. Und die anderen brauchen vielleicht eine Dusche in der Firma, brauchen vielleicht ein wenig Material. Und die dritten brauchen eine gute Fitness. Sie sind aber noch immer Mikro. Ein Abenteuer für zwischendurch.

  • Bikepacking-Tour nach der Arbeit. Und am Morgen vom Biwak / Zelt direkt wieder ins Büro. Das kannst du skalieren. 20km, 50km, 100km weg von der Arbeit? Deine Fitness und deine Arbeitszeit setzen die Grenzen.
  • Würfel-Abenteuer: würfle am Bahnhof aus, auf welchem Gleis du in den nächsten Zug einsteigst. Im Zug würfelst du, nach wie vielen Haltestellen du aussteigst. Und dann schau mal, was es dort so gibt. Am besten mit einem guten Freund.
  • Schwimm durch einen See
  • Pack dein Fahrrad, such den nächsten Fluss und finde heraus wo er entspringt in dem du ihm flussaufwärts folgst.
  • Melde dich für etwas an, was du noch nie gemacht hast. Ein Sprint-Triathlon, zum Beispiel. Der dauert keine 2 Stunden – ich würde das aber doch als Abenteuer werten. Für mich war es eines.
  • Wandere Abends auf einen Berg. Schlafe dort. Nichts ist schöner als den Sonnenaufgang in den Alpen.

Packliste für fast alles

Wenn du beschliesst, nach der Arbeit oder am Wochenende ein kleines Abenteuer in Angriff zu nehmen, dann hier die Mindestausrüstung – zumindest wenn die Übernachtung unsicher ist. Alle verlinkten Produkte benutze ich auf meinen Abenteuern, gross wie klein, und sie sind einfach super:

Bereit für dein nächstes Abenteuer?

Auch wenn die Blogparade von Torsten schon eine ganze Weile vorbei ist, verlinke ich dennoch diesen Beitrag darauf. Zumindest könnt ihr so weitere Ideen und Ansätze kennen lernen.

Die perfekten Rezepte für unterwegs findet ihr übrigens bei Outdoorista

Weiter haben bereits viele schlaue Köpfe über dieses Thema geschrieben. Hier meine Buchempfehlungen:

Mikroabenteuer: Raus und machen! Einfach gute Outdoor-Erlebnisse vor der Haustür. Ideen, Ausrüstung, Motivation*

Die coolsten Mikroabenteuer Deutschlands: Über 100 Ideen für unvergessliche Erlebnisse fern vom Alltag*

be wild: Mikroabenteuer – 50 kleine Fluchten aus dem Alltag. Der Leitfaden*

Und jetzt hör auf zu lesen. Schluss mit Prokrastination. Geh raus.
Und wenn du wieder da bist, erzähl mir von deinen Abenteuern. Was muss ich unbedingt erlebt haben? Was ist deine Empfehlung für ein Mikroabenteuer?

Gelassenheit – eine umfassende Anleitung

Gelassenheit – eine umfassende Anleitung

Persönlich bin ich eher ungelassen. Ich nehme vieles persönlich. Projiziere das Verhalten anderer darauf, was sie von mir halten. Ich bin ungeduldig. Ja, ich wirke auf andere oft unaufgeregt, gelassen. Aber wenn man mich besser kennt, oder sogar ich ist, dann merkt man – nein – Gelassenheit ist nur an der Oberfläche vorhanden.

Gelassenheit ist für mich eine Herausforderung, der ich mich aber stellen will.

Nach, oder besser mit einer kleinen Depression ist die Gelassenheit flöten gegangen. Nichts hat mehr funktioniert. Ich musste meine Bachelor-Arbeit verschieben, weil ich es einfach nicht geschafft habe ohne zu heulen anzufangen. Bei der Arbeit lief es nicht besser.

Ich habe mich schon vorher mit dem Thema beschäftigt. Aber diese depressive Episode hat mich dazu gebracht mich mehr mit mir und dem Thema Gelassenheit auseinander zu setzen. Bücher, der Besuch bei einem Psychologen, Meditation und „Spasstabletten“ haben mich wieder in die richtige Bahn gebracht. (oh da war eine Pause auf meinem Blog – das war gerade die Erklärung dazu)

Okay, was ist denn Gelassenheit?

Gelassenheit, auch innere Ruhe oder Gleichmut, ist die Fähigkeit oder innere Einstellung, die Fassung, Ruhe und Haltung zu bewahren. Das Gegenteil wäre in dem Fall Unruhe, Nervosität oder Stress. Für mich gehört zur Gelassenheit auch die Besonnenheit, die Fähigkeit in schwierigen Situationen den Verstand und das rationale Denken und Handeln zu behalten und sich nicht von Emotionen lenken zu lassen.

Das ist der Punkt dieses Blogs. Die Dinge über die ich schreibe sind auch für mich. Ich will Dinge lernen, anders machen. Glücklich, finanziell unabhängig, sportlich und eben gelassen sein. Und anderen zeigen, was ich daraus lerne.

Wenn ich an Gelassenheit denke, sehe ich einen buddhistischen Mönch. Und das kommt nicht von irgendwoher. Ein zentraler Begriff der buddhistischen Geistesschulung ist Upekkhā (skr. Upekṣā, „Gleichmut“), einer der vier Grenzenlosen Geisteszustände (Liebe, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut). Zum Bedeutungsspektrum dieses Begriffs gehören auch Gelassenheit, Nicht-Anhaften, Nicht-Unterscheiden, Loslassen. Diese Art von Gelassenheit soll die „Weisheit der Gleichheit“ zum Ausdruck bringen, das heißt die Fähigkeit, alle Menschen als gleich zu betrachten und keine Unterschiede zwischen sich selbst und anderen zu machen. Der Geisteszustand der Gelassenheit hat also zur Voraussetzung, die dualistische Unterscheidung zwischen sich selbst und anderen zu unterlassen.

Eine Anleitung zur Gelassenheit

Nicht alles was nun folgt funktioniert für mich. Aber für andere. Und nicht alles was für mich funktioniert, muss bei dir klappen. Aber ein Versuch ist es wert.

Was dir die Gelassenheit raubt

Nicht allen rauben die selben Dinge die Gelassenheit. Nicht alle nerven die selben Dinge. Welcher dieser Punkte triggert dich am meisten?

  • Ungeduld: Warteschlangen, Kinder, mit sich selber
  • Überforderung: Immer länger werdende To-Do-Listen, viel zu enge Deadlines
  • Hektik: alles muss schnell gehen
  • Angst: vor neuem, vor Schmerzen,
  • Lärm: Nachbarn über oder neben dir, Strassenlärm, etc.
  • der eigene Ehrgeiz: das (unvalidierte) Gefühl nicht zu genügen
  • Eifersucht: das dumme Gefühl, dass dein Partner jemand anderen findet
  • Unzufriedenheit: mit dem was du hast, oder eben nicht hast
  • nicht befriedigtes Harmoniebedürfnis: Streit mit dem Partner, dicke Luft

… und so vieles mehr. Bei mir ist es oft die Angst nicht zu genügen. In der Beziehung, bei der Arbeit, dass die Bachelorarbeit nicht gut genug, oder sogar nicht fertig wird (noch bevor ich angefangen hatte, toll)

Von Vorbildern lernen

Ich kenne nur sehr wenige Menschen, die sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Und ich bin mir nicht einmal sicher, ob sie die Gelassenheit gemeistert haben. Es gibt nämlich Menschen, die sagen von mir dass ich mich nicht aus der Ruhe bringen lasse. Könnten Sie doch nur in mich hinein sehen…

Aber sich diese Menschen zum Vorbild zu nehmen ist ein guter Anfang. Wenn du etwas erreichen willst, brauchst du ein Ziel. Etwas, dass sich visualisieren lässt. Und diese Menschen helfen dir dabei zu sehen, wo du hin willst. Und vielleicht musst du schon beim Lesen dieses Artikels an diese Person denken, („oh, das macht er/sie auch…“)

Diese Menschen zeichnen sich etwa durch folgende Attribute aus:

  • ruhig
  • sanftmütig
  • diplomatisch
  • freundlich
  • bescheiden
  • selbstlos
  • optimistisch
  • verständnisvoll

Ja, viele dieser Menschen sind von Natur aus so – aber man kann Gelassenheit und innere Ruhe auch trainieren. Dafür ist diese Anleitung da.

Grundlagen der Gelassenheit

  • Loslassen
  • Platz, Zeit und Raum für dich
  • Jeder hat seine eigene Wahrheit
  • Gelassenheit ist eine Entscheidung

Werkzeuge für mehr Gelassenheit

Atemübungen

Leg oder setz dich hin. Konzentriere dich nur auf deine Atmung. Atme vier Sekunden tief ein und sechs Sekunden aus. Das ist eigentlich nur die Vorstufe zur Meditation. Es hilft, dich im Hier und Jetzt zu sammeln. Den Trubel und all die Dinge um dich herum für einen Moment hinter dir zu lassen und nur das zu tun, was wirklich wichtig ist. (Versuch mal nicht zu atmen, dann merkst du, es gibt nichts wichtigeres. Ein Tag nichts trinken, essen, kein TV oder keine soziale Interaktion: no problemo. Aber 5 Minuten ohne Luft, nope.)

Meditation

silhouette of man sitting on grass field at daytime

Meditation ist die fortgeschrittene Version der Atemübungen. Du lernst deine Gedanken zu fokussieren, sie zu kanalisieren. Ist es in deinem Kopf oft laut und wirr, macht die innere Stimme was sie will? Dann ist das genau das, was ich dir empfehle. Bald folgt an dieser Stelle ein Link zu einen Artikel von mir zu diesem Thema. BIs dahin, hier ein Ausflug zu jemand anderem, was Meditation alles für dich tun kann.

Sport

Sport macht erfolgreich, davon habe ich schon berichtet. Und Sport macht gelassen. Oder vielleicht macht er erfolgreich, weil er eben auch für mehr Gelassenheit sorgt. Für mich persönlich ist Ausdauersport eher wie Meditation, wo ich meine Gedanken ordnen kann und HIT-Training macht mich einfach so gelassen, weil ich mich richtig auspowern kann.

Schlaf

Schlaf macht ausgeglichen und gelassen. Ja, man kann zu viel schlafen. Aber die meisten von uns schlafen zu wenig. Geh einfach ab und an mal um halb Neun ins Bett. Du verpasst nichts – versprochen.

Lerne Toleranz

Wir alle haben unsere ganz eigene und persönliche Realität und Sicht auf die Welt. Dies zu akzeptieren ist nicht immer einfach. Und manchmal fast gar nicht möglich. Sich aber bewusst zu werden, dass es nicht nur deine, sondern auch ganz viele andere Wahrheiten gibt, ist ein riesiger Schritt zu einem ruhigeren Geist. Sich also über andere Meinungen aufzuregen, solltest du versuchen, sie zu akzeptieren. Nur weil jemand nicht der selben Meinung wie du ist, heisst das nicht, dass ihr nicht trotzdem Freunde sein könnt.

Lerne zu beobachten, anstatt zu werten. Denk dir nicht „so ein Affe“, sondern versuch zu denken, „ah, so sieht er die Welt, interessant“. Beobachten erzeugt mehr Distanz und kostet weniger Energie als zu werten.

Arbeite an deiner Kommunikation

Viele der Dinge, die dich Gelassenheit kosten, basieren auf etwas zwischenmenschlichem.

Zuhören ist schwierig. Oft wollen wir dringend auch etwas sagen, und nerven uns, dass wir nicht zu Wort kommen. Lehne dich zurück und höre ganz bewusst zu. Versuche nichts zu sagen, ausser Interesse (aktives Zuhören). Das lässt sich trainieren. Und wenn du dann etwas sagt, hat das mehr Gewicht als bei einer Plaudertasche – vertrau mir.

Wenn du bei etwas anderer Meinung bist, versuche nicht zu widersprechen. Sondern versuche mittels Fragen herauszufinden, warum der andere so denkt oder fühlt. Aus dem Gespräch kann sich so mehr ergeben als verhärtete Fronten. Vielleicht könnt ihr beide etwas lernen.

Perfektion loslassen

Man muss erst lassen können, um gelassen zu sein

Meister Eckhart, irgendwann um das Jahr 1300

Auch, oder gerade für ein gelasseneres Leben, ist das Pareto-Prinzip, die 80/20 Regel unheimlich nützlich. Für die letzten 20 Prozent zur Perfektion brauchst du nämlich 80% der Ressourcen. Meistens reicht auch die zweit oder drittbeste Lösung völlig aus, auch wenn du das nicht glaubst – versuch es.

Und gerade in Bezug auf Menschen, egal ob du selber oder bei andern, ist Perfektion nicht möglich. Niemand ist perfekt. Nicht du, nicht dein Partner. Aber du und er sind wahrscheinlich gut. Viel mehr ist bei einem so komplexen Ding wie einem Menschen nicht notwendig und nicht möglich (Wie auch, wir verwesen langsam vor uns hin…)

Die Macht der Gedanken

Es gibt einen guten Grund, warum Meditation so weit oben auf dieser Liste steht. Es lehrt, mit Gedanken bewusster umzugehen. Du kannst dich nämlich bewusst entscheiden bei negativen Gedanken nicht hinzuhören. Und die positiven zu geniessen und nicht von Zweifeln überschatten zu lassen. Aber das braucht viel Übung und einen bewussten Umgang mit seinem eigenen Denken. Das hebe ich mir für ein andermal auf.

Sich und die Dinge weniger ernst nehmen

Es ist ganz egal was passiert – es wird vorbei gehen. Es gibt immer einen Weg. Auch wenn du das in dunklen Stunden nicht glaubst. Und ja, manchmal braucht man Hilfe, um den Weg wieder zu finden. (Siehe Psychologe und Spasstabletten, weiter oben). Wenn du vor etwas ganz dunklem stehst, nimm in deinem Kopf die Taschenlampe raus und schau dich um. Alles nur halb so schlimm.

Manchmal braucht es erst ein wenig Distanz. Geh raus, laufe, zieh dich zurück. Warte bis morgen. Egal was du gerade machen willst aus der Situation. Frage dich, was du in einem Jahr darüber denken würdest, bevor du grosse Sachen machst.

Aber egal was es ist, nimm es nicht zu ernst. Ich stelle mir das Leben manchmal als Spiel vor. Ja, wir haben nur ein Leben. Aber innerhalb des Spiels kannst du fast alles. Mir ist klar, das gilt nicht für alle Menschen auf dieser Welt. Da ich aber Deutsch schreibe, nehme ich an, dass ich mich mit einer privilegierten Zielgruppe unterhalte, die in einem Land mit ausgebauten Sozialsystem und sicheren Verhältnissen lebt. Ich war mal Koch. Heute endet meine Stellenbezeichnung auf „Manager“, ich habe noch studiert, aus eigener Kraft. Und ja, nur mit meinem eigenen Geld. Alles ist möglich. Mach kurz Pause und dann meistere das nächste Level in diesem Spiel.

Es geht nicht immer um dich – nicht einmal in einem Konflikt

Konflikte sind Gift für die Gelassenheit. Was mir aber immer hilft:

Es hat nichts mit Dir zu tun.

Sondern nur mit dem Anderen. Mit seinen Geschichten, über sich, über das Leben, vielleicht auch mit seinerGeschichte über Dich, seinem unvollständigen und verzerrten Bild von Dir – aber nie mit Dir.

Tim von myMonk

Und dann noch das, was ich schon einige Male wiederholt habe: es gibt unterschiedliche Realitäten und Wahrheiten. Wenn du das verstehst, kannst du Konflikte in einem anderen Licht betrachten.

Belastung senken

Produktiver sein bedeutet nicht unbedingt mehr zu schaffen, sondern mehr Zeit für sich und die Dinge die einem wichtig sind zu schaffen. Arbeit geht nicht um Leben und Tod – ausser in einigen wenigen Berufsgruppen, ja. Meist geht es aber nur um Geld. Wenn dir dein Körper und dein Geist sagen, dass es Zeit für eine Pause ist, nimm sie dir. Geh raus, nach Hause, in die Berge, oder 5 Minute auf Klo und atme einfach tief durch.

Manchmal ist weniger einfach mehr!

Zusammenfassung – die guten Worte zum Schluss

Die Reihenfolge der Massnahmen musst du aber für dich selber herausfinden. Einige Menschen können nur mit ruhigem Kopf Sport machen und dann den nächsten Schritt gehen. Andere müssen mit Sport anfangen, um den Kopf dort hin zu bringen, das er sich mit den anderen Punkten beschäftigen kann.

Hier noch einmal als Gedankenstütze:

  • Lerne von Vorbildern, von gelassenen Menschen
  • mach Atemübungen
  • Meditiere
  • Treibe Sport
  • Schlaf genug
  • Lerne Toleranz
  • Arbeite an deiner Kommunikation
  • Niemand ist perfekt – verinnerliche das
  • Nutze die Macht der Gedanken
  • nimm nicht alles so ernst
  • es geht nicht immer um dich
  • mehr ist nicht immer mehr
Homeoffice – Zuhause produktiv sein

Homeoffice – Zuhause produktiv sein

Vor der COVID-Pandemie war Homeoffice für viele so etwas wie ein Privileg. Nur wenige Jobs haben dieses Konzept erlaubt. Nun ist es für viele von uns zum Alltag geworden. Nicht länger ist es immer nur freiwillig und stellt uns auch vor Herausforderungen, die wir so nicht gewohnt sind. Aber wie arbeitest du von zuhause produktiv? Wie bringst du im Homeoffice die gleiche Leistung – oder sogar eine bessere Leistung – als in deinem gewohnten Büro?

Homeoffice – Die Vor und Nachteile

Die Vorteile des Homeoffice

  • Zeitersparnis
    Der Arbeitsweg ist wahnsinnig kurz. Kein Stau, keine Züge und Busse die vollgestopft und zu spät sind. Kein durch den Regen rennen oder im Sommer verschwitzt im Büro ankommen. Keine nervige Suche nach einem Parkplatz. Dein neuer Arbeitsweg ins Homeoffice ist wohl unter 10 Meter lang. Der durchschnittliche Arbeitnehmer spart sich etwa eine Stunde pro Tag, wenn er vom Küchentisch ins Büro nur wenige Meter Weg zurücklegen muss.
  • Flexibilität
    Ein Friseurbesuch um 11.30, das Kind am Mittag von der Kita abholen, die Pakete entgegennehmen oder das Abendessen schon um 15 Uhr ansetzten – im Homeoffice kein Problem. Ja, du solltest deine Kollegen oder den Chef ins Bild setzten, wann du an deinem Homeoffice-Arbeitsplatz erreichbar bist, aber die Koordination von diesen Dingen ist zuhause viel einfacher und schneller zu erreichen.
  • Work-Life Balance
    Die Kinder zuhause betreuen, den Hund nicht alleine lassen müssen und all die Punkte, die ich bereits unter Punkt 2 erwähnt habe lassen die Koordination von Beruf und Freizeit viel einfacher werden. Aber Achtung: die „Balance“ im Wort ist nicht zu unterschätzen, das „Life“ und die „Work“ sollte in Balance bleiben.
  • weniger Ablenkung
    Keine klingelnde Telefone der Kollegen, niemand, der dir während der Arbeit auf die Schulter tippt und dich aus der Konzentration reisst und niemand der zu unpassenden Zeiten unpassende Witze reisst. Also mehr Zeit, effizient zu arbeiten.
  • tiefere Kosten
    Selber Kochen ist sicherlich günstiger als das tägliche Essen in der Kantine oder in der Stadt. Keine Fahrkosten, weniger Abnutzung am Auto. Die Hemden müssen nicht in die Reinigung und der selbst gebrühte Kaffe ist sicherlich auch günstiger als der Kaffee aus der Büro-Maschine. Du kannst also ordentlich sparen, wenn du es richtig machst, Für die Einrichtung deines Homeoffice musst du aber vielleicht mit deinem Arbeitgeber eine Abmachung treffen, das kann sonst teuer werden.

Die Nachteile des Homeoffice

  • weniger soziale Kontakte
    Wer den täglichen Austausch im Flur schätzt, den kurzen Schwatz an der Kaffeemaschine oder das einfach Abwickeln von Fragen über den Bildschirm, dem wird zuhause etwas fehlen. Es wird nicht empfohlen, die gesamte Zeit nur im Homeoffice zu verbringen, damit Teams weiter voll funktionsfähig sind und wir nicht vereinsamen.
  • andere Quellen der Ablenkung
    Ja – ich habe oben von mehr Konzentration gesprochen. Aber die Kinder, das Klingeln des Postboten, und all die Möglichkeiten die man zuhause hat, bieten neue Quellen der Ablenkung, die es zu organisieren gilt. Aber dazu später mehr.
  • fehlende Motivation
    Zuhause haben wir normalerweise weniger Druck, weil die soziale Kontrolle weniger stark ist, als das im Büro der Fall wäre. Es scheint, als hättest du für deine Aufgaben ewig Zeit. Aber dann einfach länger zu arbeiten ist kontraproduktiv. Und auch wenn es niemand sieht: zieh dich wenigstens ordentlich an, damit du dich auf den „Work-Mode“ einstellen kannst.
  • Vorurteile
    So lange nicht alle Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten, kann es so wirken, als würden die zuhause weniger arbeiten, als die im Büro – einfach weil man sie nicht sieht. Helfen können hier klare Ziele, Aufgaben und für den Vorgesetzten einsehbare Pendenzenlisten, damit die geleistete Arbeit sichtbar wird. Sonst besteht die Gefahr mehr zu arbeiten, da man nicht faul wirken will.
  • Vermischung von Beruf und Freizeit
    Die Unterlagen liegen auf dem Bett, abends um sieben kommen noch Anrufe von Kunden und auch beim gemütlichen Fernsehabend kreisen die Gedanken noch um den Job? Wer im privaten Umfeld arbeitet, läuft Gefahr, keine klaren Grenzen zu ziehen – weder anderen noch sich selbst gegenüber. Auch und gerade die, die von zuhause arbeiten, brauchen einen klaren Arbeitsschluss und einen fixen Platz wo die Arbeit stattfindet.

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11 Tipps um im Homeoffice produktiv zu sein

Nun kennen wir die Vor- und Nachteile des Homeoffice. Und wenn du selber schon Erfahrungen mit dem Arbeiten von Zuhause gesammelt hast, bist du dem einen oder anderen davon sicherlich bereits begegnet. Darin enthalten waren auch bereits einige Dinge, die es zu beachten gilt, wenn du zuhause effizient arbeiten willst. Hier aber noch im Detail, die wichtigsten 10 Tippst, die die das Leben im Homeoffice einfacher gestalten.

Schmeiss das Smartphone aus dem Zimmer

Nichts ist so verlockend, wie der kleine Kasten, der alles kann. Aber wenn du nach 4 Stunden Arbeit im Flow merkst, dass du überhaupt nichts verpasst hast und erst noch produktiver warst als sonst ist das ein richtig tolles Erlebnis. Auch wenn wir alle glauben, dass wir Multitasking beherrschen – das ist ein Irrglaube. Unser Gehirn kann immer nur etwas auf einmal. Setz dich hin und mach was du machen sollst. Das Smartphone rennt nicht weg, versprochen.

Zieh dich so an wie im Büro

Du musst vielleicht nicht in Anzug und Krawatte im Homeoffice sitzen. Aber eben auch nicht im Pyjama. Das bewusste Umziehen versetzt dich in den Arbeitsmodus. Und Abends hilft der Garderobenwechsel beim Abschalten. Die Arbeitskleidung kommt weg, du hast Feierabend.

Schaff Abstand zur Freizeit

Ja, der Reiz zu putzen, kochen, abzuwaschen oder sogar private Dinge zu erledigen ist gross. Das ist eine Art der Verdrängung, die die meisten von uns tief in sich tragen. Oder hattest du beim Lernen für die Schule oder Uni nie das dringende Bedürfnis den Staubsauger zu schwingen? Meine Bude war nie so sauber wie während den Prüfungszeiten im Studium.

Es spricht nichts dagegen, das Abendessen schon am Nachmittag anzusetzen. Aber das solltest du während einer deiner geplanten Pausen machen. Du betrügst sonst nicht nur dich, sondern auch deinen Arbeitgeber.

Plane Pausen und mache sie

Pausen sind zuhause fast noch wichtiger als im Büro – weil die soziale Komponente fehlt. Wenn du alleine zuhause bist kommt niemand und fragt, ob du kurz einen Kaffee trinken willst. Auch Mittags steht wohl niemand auf der Matte und will mit dir zum Inder um die Ecke oder in die Kantine.

Darum solltest du dir schon vorher überlegen, wann und wie lange du Pause machen willst. Zu Beginn lohnt es sich vielleicht einen Timer zu stellen, damit du einmal in der Stunde aufstehst und kurz Pause machst. Einen interessanten Beitrag zu Pausen und der Steigerung der Konzentration findest du zum Beispiel hier im Selbst-Management Blog von Thomas.

Plane deine Zeit in Blöcke

Wenn du ins Büro gehst, bist du wahrscheinlich immer etwa zur gleichen Zeit dort, gehst immer etw zur gleichen Zeit in die Mittagspause und arbeitest wohl immer etwa gleich lang. Warum sollte das zuhause anders sein? Weiter mein Tipp: trage dir die Zeiten gleich in den Kalender ein, damit auch deine Arbeitskollegen wissen, wann sie dich erreichen können und wann nicht. Versuch dich an den Plan zu halten, sonst kommt plötzlich Ferienstimmung auf, das wäre kontraproduktiv.

Richte dir einen richtigen Arbeitsplatz ein

Ein ordentlicher Bürostuhl*, ein höhenverstellbarer Schreibtisch*, eine ordentliche Lampe*. Die Suva bietet hierzu Tipps und Tricks, wie so ein Arbeitsplatz passend eingerichtet ist. Ein ergonomischer Arbeitsplatz macht dich effizienter, produktiver und hilft, im Homeoffice langfristig gesund zu bleiben.

Setze Regeln, auch für dein Umfeld

Gerade wenn du nicht alleine lebst, ist es enorm hilfreich, Regeln zu setzen. Wenn du für dein Büro zuhause einen Raum mit Türe frei machen kannst – perfekt. Wenn die Türe zu ist, bist du bei der Arbeit. Das solltest du aber auch kommunizieren, gerade wenn du Kinder hast. Wenn du keinen solchen Raum einrichten kannst, bastle dir ein „Bitte nicht stören“ Schild. Das hilft aber auch dir, feste Blöcke einzuhalten.

Homeoffice mit Kindern
Homeoffice mit Kindern

Nutze Tools

Noch viel mehr als im Büro ist es wichtig, alles Aufgaben im Blick zu behalten. Ich nutze als Todo-Liste und Planungstool Todoist* – und es macht genau was es soll, über alle Plattformen.

RescueTime* – die erste Hilfe für produktives Arbeiten.

Falls dein Arbeitgeber nicht bereits Kollaborations-Tools zur Verfügung stellt, hier einige Tools die dich dabei unterstützen:

  • Slack
  • Microsoft Teams
  • Hangout

Vergiss nicht zu kommunizieren

Ja, den ganzen Tag alleine zu arbeiten kann einem – je nach Persönlichkeit – fast wahnsinnig machen. Versuche Sitzungen nicht durch Mails, sondern Videokonferenzen zu ersetzen. Dinge, für die du vorher deinen Pultnachbar persönlich gefragt hast, solltest du vielleicht telefonisch besprechen.

Geh auch mal raus

Der fehlende Arbeitsweg, die Mittagspause zuhause, weniger Bewegung im Büro, das alles ist zwar bequem und vielleicht auch günstiger. Aber sicher nicht gesund. Ersetze die halbe Stunde Arbeitsweg am Morgen mit einer kurzen Joggingrunde, geh Mittags kurz mal raus. Sport macht dich nämlich erfolgreicher.

Nutze meine Tipps um den inneren Affen (oder Schweinehund) an die Leine zu nehmen

Fazit

Sei dir bewusst, dass du zuhause nicht 8 Stunden am Stück produktiv sein wirst, du bist das auch im Büro nicht – versprochen. es geht nicht um die Zeit, sondern um das Ergebnis. und die Chancen zuhause stehen höher, dass du in den Flow kommst. Aber dafür musst du dich organisieren, einrichten und auch mal streng mit dir und deinem Umfeld sein.

Mit etwas Disziplin und Organisation bevor du anfängst, kann das Homeoffice deine Arbeit aber auch besser machen. Effizienter. Und vielleicht sogar bessere Resultate in kürzerer Zeit.

Was sind deine Erfahrungen und TIpps für das Arbeiten von Zuhause?

Mehr Produktivität durch weniger arbeiten?

Mehr Produktivität durch weniger arbeiten?

Weniger arbeiten macht produktiver. Wie du weniger machst und damit mehr erreichst.

Oder: wie dich weniger arbeiten produktiver macht.

Wer schon einmal eine grosse Arbeit, Thesis oder ähnliches verfasst hat, wird das kennen: 80% der Leistung erfolgt in den letzten 20% der Zeit. (oh, Pareto funktioniert überall). Wenn man es richtig macht, braucht mann aber dafür trotzdem keine 36-Stunden Schichten zu schieben. Wenn es um Produktivität geht ist nicht alles so einfach wie es scheint.

Die meisten Bücher zum Thema Produktivität, von David Allen* oder der Weg zum Wesentlichen*, oder auch einige die ich schon vorgestellt habe erzählen so im grossen und ganzen das selbe: steh scheiss früh auf, mach dich frisch, unterteile deine Arbeitszeit in Blöcke, sortiere sie nach Priorität führe Listen und plane voraus.

Aber: ich mag frühmorgens nur um wandern zu gehen. Aber nicht zum arbeiten. meist fange ich an zu arbeiten, weil mich mein Facebook-Feed genug genervt hat. Oder es langsam auffällt, wenn ich den dritten Kaffee geholt habe.

Wirklich produktiv bin ich dann leider zu seltsamen Zeiten, wenn die anderen nach Hause gehen, oder ich eigentlich mit meiner besseren Hälfte vor dem TV sitze und plötzlich Blogbeiträge schreibe. Ich glaube schon dass viele der Tools nützlich sind – ich nutze ja selber einige davon. Aber ich glaube auch dass wir alle unterschiedlich sind, dass Produktivität etwas sehr persönliches ist. Mit unterschiedlich geschalteten Gehirnen, unterschiedlichen Fähigkeiten und jeder mit seinen eigenen Situationen in denen er oder sie produktiv ist.

Arbeit und Produktivität sind nicht lineare Funktionen

Die meisten von uns, für die meiste Zeit unseres Lebens, gehen davon aus, dass Arbeit eine lineare Funktion ist. Linear bedeutet hier: je mehr du arbeitest, desto mehr kannst du schaffen. Die Erwartung ist, dass, wenn ich 12 statt 10 Stunden arbeite, ich 20% mehr Output generiere.

Wie Wahrheit ist, dass unsere Gehirne nicht so funktionieren. Und das fühlt sich nicht gut an, nein, es ist frustrierend. Und so kann es kommen, dass wir denken wir sollten für die geleistete Zeit bezahlt werden – dabei sollte es die tatsächlich geleistete Arbeit – der Output – sein, für die wir bezahlt werden.

Erwartung und Realität vom Verhältnis von Arbeitsertrag und geleisteter Zeit

Die einzig lineare Arbeit, die wir leisten können, sind die ganz einfachen Dinge. Boxen einpacken, Fliessbandarbeit. Weil wir dafür den Kopf nicht wirklich brauchen. Und dann wird darauf geschlossen, dass kopflastige Arbeit genau so zu funktionieren hat. Und diese Erwartungshaltung, und die Tatsache dass unser Kopf eben das nicht mitmacht, führt höchstens zu Frustration oder, im schlimmsten Fall, zum Burn-Out.

Unsere Arbeit folgt dem Gesetz der abnehmenden Grenzerträge

In Fachchinesisch an einem Beispiel erklärt:

Wird für das Produkt X oder die Partei Y bisher kaum oder wenig geworben und nun der Werbeaufwand stark erhöht, dann wachsen die Umsatzerlöse bzw. die Stimmanteile zunächst progressivan. Ab einem bestimmten Punkt wachsen sie nur noch degressiv, bis sie schließlich asymptotisch gegen Null tendieren. Dieser Trend lässt sich bei gleichbleibender Qualität auch durch noch so großen Aufwand nicht mehr umkehren.

Quelle: wikipedia – Ertragsgesetz

Oder einfacher:

Du gehst 10 Minuten joggen. Das ist gesund. Läufst du nun beim nächsten Mal 20 Minuten ist das nicht doppelt so gesund. Und eine ganze Stunde joggen ist sicherlich nicht 6x so gesund wie die 10 Minuten. Deine Muskeln werden müde, ihre Fähigkeit zum Wachstum nimmt mit steigender Dauer wieder ab (oder kann sogar ins negative kippen). 2 Stunden im Gym bringen übrigens kaum mehr als eine Stunde – ausser dass du eine Stunde Zeit verlierst.

Und warum gilt das für unsere Arbeitsleistung? Das Gehirn, genau wie ein Muskel, wird müde und bringt nicht mehr die selbe Leistung. Problemlösung, Entscheidungen und Kreativität benötigen Energie die nicht endlos verfügbar ist und die nicht, oder nur begrenzt, mit Kaffee aufgefüllt werden kann. Die Erträge die am Ende eines langen Arbeitstages noch geerntet werden sind viel härter erkämpft als sie es wahrscheinlich wert sind. Im schlimmsten Fall sind sie so schlecht, dass du am nächsten Tag noch Korrekturen vornehmen musst.

Wenn du die Arbeit aber an diesem Abend bereits abgegeben hast, die Mail schon verschickt oder 3000 zusätzliche Worte in deinem Buch geschrieben hast, kann es auch sein dass du nicht mehr korrigieren kannst oder umsonst gearbeitet hast. Das wären dann negative Grenzerträge.

Genau aus diesem Grund macht weniger arbeiten eben produktiver!

Zuerst, ein paar Belege. Klingt ja alles toll – aber ich habe das nicht erfunden. Auch wenn ich das gerne erfunden hätte. Aber ich habe halt nach dem Bachelor das Studieren gelassen. Daum sollen das andere für mich belegen:

Und davon gibt es jede Menge weiterer Beispiele. Aber ich will nicht länger suchen, auch mein Hirnmuskel will lieber weniger, dafür gut arbeiten.

Hebeleffekte nuzen

Aber eben, wir sind nicht alle gleich. Eine Besonderheit unseres Hirns ist es, durch gewisse Dinge einen Gang höher zu schalten. Beispielsweise wenn Deadlines anstehen. Oder du etwas tust, dass du gerne tust. Oder in den Flow kommst. Eben bei jedem ein wenig anders. Diese Hebel gilt es zu identifizieren und zu nutzen.

Und es gibt dinge, die schalten dich wieder einen Gang runter. Unangenehmes. langweiliges und vielleicht sich wiederholendes. Je nach Typ eben. Und das wirkt sich dann auch auf deine anderen Tätigkeiten aus.

Hebeleffekt - weniger arbeiten, produktiver sein
Hebeleffekt – weniger arbeiten, produktiver sein

Wenn du die Freiheit hast, setze die positiven Hebel an den Anfang deiner Arbeit. Und die negativen an das Ende deines Tages. So „fährst du schneller“ für die Arbeiten dazwischen. (Ja, ich weiss, ich habe schon über Eat the Frog first gesprochen, das kann aber eben auch ein positiver Hebel sein. Das musst du für dich selber herausfinden, was für dich funktioniert).

Produktiver durch weniger Arbeit?

JA! Aber: mir ist klar, nicht jeder kann selber seinen Tag so steuern, dass er die Hebeleffekte zu seinen Gunsten nutzen. Wenn du in einer Agentur oder in einem Startup arbeitest, kannst du nicht nach 6 Stunden Feierabend machen, nur weil die Forschung belegt hat, dass du eigentlich nach diesen 6 Stunden gar keinen Nutzen mehr bringst. Aber du kannst vielleicht diese Infos als Basis für ein Gespräch, oder wenn du selbständig arbeitest, für dich selber direkt, nutzen.

Und ja, du musst deinen Zeit eben doch einteilen – weil Deadlines sind eben Deadlines. Und auch wenn die Forschung sagt, dass du in 6 Stunden gleich viel schaffst wie in 8 Stunden – eine ganze Abschlussarbeit, die Vorbereitung für einen Anlass, oder was auch immer der grosse, anstehende Task ist kannst du wahrscheinlich trotzdem nicht einfach hinauszögern und dann in 6 Stunden erledigen.

Weniger arbeiten kannst du auch in dem du weniger Ablenkung hast. Mein „Tool-Tipp“ hierzu: RescueTime* – der Name ist Program. Weiter: Vorbereitung ist das halbe Leben. Als To-Do Liste nutze ich Todoist. Das beste Tool ever 🙂

Und dann helfen meine Tipps zu weniger Pro­kras­ti­na­ti­on

20 Tipps um mit dem Minimalismus anzufangen

20 Tipps um mit dem Minimalismus anzufangen

«Mehr ist mehr» – das ist oft das, womit wir unseren eigenen Wert definieren. Ein durchschnittlicher Amerikanischer Haushalt besitzt rund 300’000 Gegenstände. Aber macht das glücklich? Wohl oft ganz im Gegenteil. Immer den neusten, besten oder einfach dem was ich noch nicht habe hinterher zu jagen bedeutet Stress, die Ursache aller Zivilisationskrankheiten. Der Minimalismus versucht dem Gegensteuer zu bieten.

Minimalismus ist kein fix fertiges Konzept. Du musst dich selber auch nicht als Minimalist bezeichnen, kannst aber aus dieser Bewegung sicherlich etwas mitnehmen. Ja, viele Menschen hören nicht mehr damit auf, wenn sie erst einmal angefangen haben, ihr Leben zu entrümpeln und bewusster zu leben. Das Gefühl ist einfach befreiend. Es entwickelt sich für viele zum Lebensstil. 

Der Anfang zu einem einfacheren Leben ist nicht schwer

Aber wo fängst du an? Ich würde dir raten: nicht alles auf einmal – sonst wird es kompliziert. Hier einige Ideen, wo du mit einem minimalistischen Leben beginnen kannst. Und dann auch gleich weitermachen, wenn es dich gepackt hat.

1. Fass die erste Stunde deines Tages dein Handy nicht an.

Ja, vielleicht ist es besser, wenn du die einen altmodischen Wecker kaufst. Wenn du das Handy als Wecker nutzt, ist das erste was du nach dem Aufwachen siehst, deine ungelesenen Malis, die 14 Nachrichten aus einer Gruppe und den Terminkalender des Tages. Lass deinen Kopf erst einmal aufwachen, sich sammeln und sortieren, bevor du ihn mi all dem belastest.

2. Nimm dir Zeit für das, was du gerade tust

Multitasking funktioniert einfach nicht – egal was du sagst. Konzentriere dich auf etwas, und sei es nur auf deinen Kaffee. Geniesse die Momente, im hier und jetzt. Und der Verzicht auf Multitasking hilft gleich noch, dass die Sachen die du auch machst sauber und korrekt erledigt sind – und du gibst allem etwas mehr Bedeutung.

3. Iss ohne Ablenkung

Nimm dir Zeit für Geschmäcke, Gerüche und das Aussehen deines Essens. Positiver Nebeneffekt: das Hungergefühl ist schneller gestillt und du nimmst weniger Kalorien zu dir.

4. Geh zu Fuss

Lass dein Auto stehen, oder steig eine Station früher aus der Bahn, der Tram oder dem Bus aus und geh den Rest zu Fuss. Zu Fuss gehen kostet nichts, du hast Zeit für dich und deine Gedanken und tust dir gleich noch etwas Gutes dabei.

5. Stehe früher auf

Deine Morgenroutine bestimmt, wie sich dein Tag anfühlt. Jetzt wo du dir für alles mehr Zeit nimmst, solltest du vielleiht 10-15 Minuten früher aufstehen, um den Tag nicht schon mit Stress zu starten.

6. Bitte keine Werbung

Würde das jeder machen, könnten wahnsinnig viele Ressourcen gespart werden. Du musst weniger Altpapier entsorgen, kaufst weniger unnötige Produkte (weil du nicht auf grosse Sale-Werbung anspringst, wenn du sie nicht siehst) und es liegt weniger Post die du sowieso nie liest auf deinem Tisch.

7. Melde dich von allen Newslettern ab

Sie lenken dich ab, verführen dich dazu, Dinge zu kaufen die du gar nicht brauchst. Sie füllen deinen Posteingang und verschwenden deine Zeit und unterbrechen den Flow. Bestelle sie ab. Alle. Wenn du nach einigen Tagen oder Wochen den einen Newsletter wirklich vermisst, melde dich wieder an. Ich denke aber nicht, dass das der Fall ist.

8. Sortiere Hefte und Zeitschriften aus

Alles was du in den nächsten zwei Wochen nicht liest, kommt weg – das wäre mein Vorschlag. Vielleicht suchst du dir sogar nur die Artikel raus, die du wirklich lesen willst. Für die nimm dir dann aber auch Zeit. 

Minimalismus_Deko

9. Deko ade

Sind wir ehrlich. Welchen Nutzen bringen Dekorationen deinem Leben? Mehr Aufwand zum staubwischen? Und wenn glaubst, dass deine Wohnung ohne Deko weniger toll ist, schau dir mal all die Designer-Häuser an – da steht kaum Deko. Oder google wie die Wohnungen von Minimalisten aussehen. Toll, sage ich dir! Und wenn doch Deko: weniger ist mehr!

10. Räume deinen Badezimmerschrak auf

Wie viele Duschgels, Seifen und Cremes brauchst du wirklich? Hinterfrage mal alles, was dort so rumsteht. Brauchst du das? Oder fängt es einfach nur Staub?

11. Räume deinen Desktop auf

Spare Zeit und hör auf zu suchen. Mach endlich Ordnung auf deinem Desktop, ja dem ganzen PC. Suche dir ein System. Nicht nur wirst du schneller fündig, nein, auch dein PC läuft schneller, wenn du Ordnung schaffst und das löschst, was du seit Jahren nicht geöffnet hast. 

Minimalismus_Arbeitsplatz

12. Meditiere täglich

Fang mit 5 Minuten an. Ja, Meditation klingt esoterisch auf den ersten Blick. Und ja, die ersten Versuche sind vielleicht nicht ganz so entspannend, wie man denken könnte. Du lernst, unwichtige und störende Gedanken besser kontrollieren zu können und bewusster damit umzugehen. Meditation ist Krafttraining für den Kopf. Für den Anfang eignen sich Apps wie Headspace oder Calm hervorragend. Probiere es.

13. Sag nein zu Sachen die dir nichts bringen

Bringt mich das weiter, macht mich das glücklich. Diese beiden Fragen solltest du dir bei allem stellen, was nicht wirklich verpflichtend ist. Weil Steuern zahlen bringt mich nicht weiter und macht mich nicht glücklich, muss aber sein. Aber das Treffen mit der alten Schulfreundin, der x-te Besuch bei den Schwiegereltern diesen Monat… Macht dich das glücklich? Wenn nicht, sag nein.

14. Schränke deine Bildschirmzeit ein

Wir verbringen fast alle mehrere Stunden pro Tag an unserem Handy. Wie viel davon ist produktiv oder macht glücklich? Viel schlimmer, oft macht es unglücklich. Beispielsweise durch die Angst, etwas zu verpassen (FOMO). Definiere Zeitfenster, in denen dein Handy gesperrt bleibt – dafür gibt es Apps oder teilweise unterstützt dich sogar das Telefon selber dabei. All die Zeit, die du nun hast, toll!

15. Was du nach 2 Monaten nicht angefasst hast, kommt weg

Tipp: Pack all deine Sachen in Umzugkartons. (Das klappt am besten, wenn du sowieso gleich umziehst. Du kannst das aber auch einfach so machen). Nimm nur aus den Kartons, was du auch brauchst – die Sachen können dann nach Gebrauch bei dir «einziehen». Alles was nach zwei Monaten noch in den Kartons ist, kommt weg. Spende es, verkaufe es, wie auch immer.

16. Koche selber. Mit frischen Zutaten

Das bringt gleich mehrere Vorteile mit sich. Es ist günstiger. Es ist gesünder, da du weniger künstliche oder raffinierte Zusätze zu dir nimmst. Du weisst was du isst. Es schmeckt so, wie du es willst. Die Portion hat die richtige Grösse. Du kannst vorkochen und morgen gleich noch etwas mit zur Arbeit nehmen. Und Kochen ha etwas entspannendes und Beruhigendes, nimm dir die Zeit.

17. Bau dein eigenes Essen an

Um an den letzten Punkt anzuknüpfen, kannst du dein Essen oder deine Gewürze selber anbauen. Hast du einen Balkon? Tomaten, Gurken, Chili, da wächst alles Mögliche. Du hast keinen? Pflanze zumindest deine Kräuter und Sprossen selber, das wächst hervorragend auch in der Küche. Ohne Pestizide, ohne Abfall, von Hand geerntet.

18. Trink Leitungswasser

Weniger Verpackung, weniger Abfall, kein Schleppen, kein Zucker, keine künstlichen Süssstoffe, jederzeit verfügbar, preislich unschlagbar und lecker. Zur Abwechslung gib etwas Ingwer oder Minze, Zitrone oder Orange in die Wasserflasche. Es gibt keinen Grund, in Plastik gelagertes Wasser oder noch schlimmer, teure und ungesunde Süssgetränke nach Hause zu tragen.

19. Setze dir selber eine No-Buy-Challenge

Verpflichte dich für eine gewisse Zeit (z.B. einen Monat lang) nichts neues zu kaufen. Klar, Essen und Dinge des täglichen Gebrauchs sind in Ordnung. Aber keine Kleider, Bücher, Spiele, kein online Shopping, etc.) Das kann dazu führen, dass du merkst, dass das was du schon hast eigentlich mehr als nur reicht. Und du lernst, neue und vielleicht bessere Wege zu gehen. Für Bücher gibt es Bücherschränke, vieles was man nur ein oder zwei Mal braucht kann man auch ausleihen.

20. Kaufe nicht auf Vorrat

Das unterscheidet den Minimalisten vom Frugalisten. Dieser würde ich wohl seine «Standardprodukte» dann einkaufen, wenn sie im Angebot sind, um Geld zu sparen. Welcher Weg für dich der richtige ist, musst du entscheiden.

Bereit mit dem Minimalismus zu beginnen?

Und, wo fängst du an? Schreib es in die Kommentarspalte, ich freue mich. 

Dieser Betrag kommt ganz ohne Affiliate-Links aus – und Bloggen ist nur ein Hobby, das aber leider nicht gratis ist. Wenn du meine Arbeit aber schätzt, würde ich mich über einen Kaffee sehr freuen:

Buy Me A Coffee
Superfood aus der Region – nicht vom anderen Ende der Welt

Superfood aus der Region – nicht vom anderen Ende der Welt

Was sind Superfoods?

Superfood aus der Region, die bessere Alternative?

Unter dem Begriff Superfoods versteht man Nahrungsmittel, welche eine hohe Konzentration an Nähr-, Wirk- und Vitalstoffen beinhalten. Weiter wird ihnen eine positive Wirkung auf unsere Gesundheit nachgesagt wird. Superfoods sind im besten Fall vollwertig und naturbelassen und sollen eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen.

Laut dem Wörterbuch Oxford English Dictionary wird mit dem Begriff ein „nährstoffreiches Lebensmittel, das als besonders förderlich für Gesundheit und Wohlbefinden erachtet wird“, bezeichnet.

Das Europäische Informationszentrum für Lebensmittel bezeichnet „Lebensmittel, insbesondere Obst und Gemüse, die aufgrund ihres Nährstoffgehaltes einen höheren gesundheitlichen Nutzen als andere Nahrungsmittel haben“, als Superfood.

Quelle: Wikipedia

Aber warum denn regionale Superfoods?

Viele Superfoods wie beispielsweise Goji-Beeren, Maca-Pulver oder Chia-Samen kommen aber aus weit entfernten tropischen Regionen. Nun macht es aber Sinn, nicht nur auf uns und unsere gesunde Ernährung zu achten, sondern auch auf den Fussabdruck den wir auf unserem angeschlagenen Planeten hinterlassen, zu achten.

Bonuspunkt: durch die kürzeren Transportwege und die bessere Verfügbarkeit, sind die heimischen Superfoods oft günstiger als ihre internationalen Konkurrenten. Ein gesunder Weg zu sparen.

Leinsamen

Chia-Samen sind wohl eines der ersten Produkte, das uns in den Sinn kommt, wenn wir „Superfood“ hören. Sie sind reich an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, Antioxidantien und Chia-Samen wirken verdauungsfördernd.

Leinsamen

Als regionale Alternative, die nicht mit dem Schiff um die halbe Welt fahren müssen, empfehle ich Leinsamen. Sie werden aus Flachs gewonnen, der zur Herstellung von Kleidern oder Werkstoffen genutzt wird. Die ganze Pflanze wird somit verwertet. Bonuspunkt für die Leinsamen. Gesund sind die Samen wegen ihres hohen Gehalts an ungesättigten Omega 3-Fettsäuren, die gut für das Herz-Kreislaufsystem sind und die Blutfettwerte tief halten.


Zudem bieten Leinsamen viel Fol- und Panthothensäure, die beide gut für schöne Haut und Haare sind. Und letzteres soll sogar Akne mildern. Ein weiterer wertvoller Stoff sind Lignane. Dabei handelt es sich um sekundäre Pflanzenstoffe, die vor Krebs schützen sollen.

Sanddorn

Sanddorn - Superfood aus der Region

Sanddorn enthält sehr viel VItamin C. (ca. 800mg / 100g) und wird in unserer Region nur von der Hagebutte (1250mg /100g) geschlagen. Darüber hinaus ist Sanddorn auch reich an Vitamin E, der Spurenelemente Eisen, Kalzium, Mangan und Magnesium und enthält sogar Vitamin B12. Das sonst nur in tierischen Produkten vorkommt. Besonders im Winter stärkt das Wildobst damit unser Immunsystem und hilft bei Erkältungen. Zusätzlich wirkt Sanddorn entzündungshemmend und fördert die Wundheilung.


Am häufigsten konsumiert wird das Wildobst in Form von Sanddornsaft, Mus, Tee, Sanddornöl, Marmelade oder Gelee und Sirup.

Sauerkraut

Sauerkraut - Superfood
Sauerkraut – Superfood

Egal ob selbst gemacht oder fix fertig gekauft – das doch eher traditionell wirkende Gericht kann durchaus zu den Superfoods gezählt werden. Sauerkraut ist reich an probiotischen Milchsäurebakterien. Sie wirken in vielerlei Hinsicht gesundheitsfördernd. Sie unterstützen die Bildung der Darmflora, unterstützen die Verdauung und erleichtern die Aufnahme von Nährstoffen. Die bringt es dann auch gleich selber mit: Sauerkraut enthält die Vitamine C, B und K.

Brennnessel

Brennnesseln oder besser gesagt ihre Blätter zeichnen sich durch einen hohen Eisengehalt aus. Zudem beinhaltet die Wunderpflanze Kalium, Kalzium, Silizium (in Form löslicher Kieselsäure), Vitamin A, Vitamin E und Vitamin C. Da die Brennnessel darüberhinaus sehr eiweissreich ist, findet sie besonders grosse Beliebtheit in der vegetarischen und veganen Küche.

Brennnesseltee

Der Brennnesselpflanze sagt man folgende Heilwirkung nach: blutreinigend, entgiftend, positive Auswirkung auf die Blutbildung, Rheuma, Gicht, Verdauungsleiden, Gallenerkrankungen und Entzündungen.

Konsumiert wird Brennnessel getrocknet als Tee, in Smoothies, als Pesto, in Salaten, als Salatdressing oder als Suppe.


Tipp damit es nicht brennt
Brennnesselblätter für ca. 5 Minuten in ein Tuch einwickeln, in warmes Wasser legen, kleinschneiden und zum Salat geben. Für den Wintervorrat die gesammelten Blätter in der Sonne oder bei warmen Temperaturen an der Luft trocknen lassen.

Kürbiskerne

Kürbiskerne sind wertvolle Vitamin- und Enzymlieferanten

Kürbiskerne - superfood aus der Region

In ihnen stecken Phytosterole. Diese sollen eine positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel und die Prostata haben. Zusätzlich enthalten die Kerne des Kürbis Vitamin E, wertvolle Enzyme, Beta-Carotin sowie ungesättigte Fettsäuren.

Besonders positiv sticht die enthaltene Linolsäure hervor, die von unserem Körper nicht selbst gebildet werden kann. Sie beugt aber Bluthochdruck vor und senkt das Herzinfarktrisiko. Die Aminosäure Tryptophan, welche als natürlicher Stimmungsaufheller bekannt ist, ist ebenfalls in den Wunderkernen enthalten. Mit 100g Kürbiskernen decken Sie den täglichen Bedarf am Mineralstoff Magnesium.

Walnüsse (oder hier in der Schweiz einfach Baumnüsse genannt)

Walnüsse - die Supernuss

Walnüsse sind das Kraftpakte unter den heimischen Nüssen. Hier die vielen Punkte, mit denen sich die Nuss dafür qualifiziert:

  • Antioxidantien neutralisieren freie Radikale und schützen damit unsere Zellen vor Krebs und einer frühzeitigen Alterung
  • Kalium stärkt unser Herz und unsere Muskeln
  • Magnesium ist wichtig für das Herz, die Muskeln, den Kreislauf und unsere Nerven
  • Eisen unterstützt die Blutbildung
  • Kalzium brauchen unsere Zähne und Knochen
  • B-Vitamine stärken unsere Nerven und beeinflussen unsere Psyche positiv
  • Zink stärkt unsere Immunabwehr, ist wichtig für eine gute Haut und das Wachstum von Haaren und Nägeln
  • Vitamin A unterstützt unsere Augen und macht unsere Haut elastisch
  • Vitamin C ist das Power-Vitamin für unsere Abwehrkräfte
  • Omega-3 Fettsäuren senken den Cholesterinspiegel und halten unsere Arterien frei

Sonnenblumenkerne

Sonnenblumenkerne - heimischer Superfood

Die kleinen, knackigen Kerne der gelben Sonnenblume, welche im Herbst geerntet werden, enthalten überwiegend gesunde Fette, also einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Diese übernehmen wichtige Funktionen in unserem Körper und beeinflussen unseren Cholesterinspiegel positiv.


Zudem sind sie reich an Beta-Carotin, Folat, Vitamin E, Kalium, Magnesium, Zink und Eisen. 100g der Kernen decken bereits die Hälfte unseres Tagesbedarfs an Zink. Und dieses Spurenelement ist wichtig für unsere Gesundheit. Zink ist unter anderem beteiligt an der Bildung von Insulin und ist Bestandteil zahlreicher Enzyme. Es stärkt unseren Körper in den Bereichen Haut, Nerven und Infektionsabwehr. Wo immer es also möglich ist, sollten wir diese kleinen Kerne in unseren Speiseplan aufnehmen. Sie sind ein toller Snack für zwischendurch.

Honig

Honig als Superfood

Honig enthält um die 200 Inhaltsstoffe – von denen viele einen Zweck für uns erfüllen. Er ist zum Beispiel gesund durch seinen hohen Anteil an Mangan und Eisen, was der Blutbildung hilft. Die in ihm enthaltenen Sekrete wirken appetitanregend und er ist reich an Vitaminen. In gesundem Honig stecken etwa Vitamin C, B2 und B6, Niacin und Pantothensäure


Bereits zwei Teelöffel Honig pro Tag, am besten gelutscht, sollen dank des enthaltenen Phosphors etwa die Nerven beruhigen. Nebeneffekt: Der Stoff fördert den Knochen- und Zahnaufbau. Honig ist auch gesund, da er die Verdauung fördert, was er durch den enthaltenen Fruchtzucker wie auch Fermente erreicht. Du bekommst ihn oft direkt vom Hof, ohne jegliche industrielle Verarbeitung.

Fazit: Superfood aus der Region – die besser Alternative

Superfoods sind kein Allheilmittel. Wichtig ist eine ausgewogene und vielseitige Ernährung. Aber die Superfoods können genau das unterstützen. Und die heimischen Alternativen zu Goij, Acai und Co können dies auf nachhaltige Art und Weise. Dazu gibt es sie oft direkt vom Hof, unverpackt und wie gesagt günstiger.


6 Finanzlektionen die wir aus der COVID-Pandemie lernen können

6 Finanzlektionen die wir aus der COVID-Pandemie lernen können

Corona hat mein finanzielles Leben glücklicherweise nur begrenzt getroffen. Zwei Monate Kurzarbeit haben mich aber dazu gebracht, einiges zu überdenken. Dinge, die mir und dir gleichzeitig helfen können, finanzielle Freiheit zu erreichen. Einige Finanzlektionen die ich mitnehme, will ich dir vorstellen.

Der Gedanke „ich bin noch jung, ich kann später sparen“ wurde durch die Pandemie etwas durchgeschüttelt. 

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1. Notgroschen anlegen 

Drei bis vier Monatsgehälter sollte das Ziel sein. Und aus meiner Sicht ist das die wichtigste der Finanzlektionen. Ein Ereignis wie die Corona-Krise zeigt, wie schnell es gehen kann, ohne Job, oder zumindest mit weniger Einkommen dazustehen. Ein finanzielles Polster (am besten schnell verfügbar und nicht an Termine gebunden) ist dabei Gold wert. 

Und ja, vielleicht erscheint das jetzt gerade nicht notwendig. Aber vielleicht hast du irgendwann mal Verpflichtungen, eine Familie oder ähnliches. Und das Polster erst dann aufzubauen ist ungleich schwieriger. Also mach es jetzt. Ich mache es auch. 

Leg einen Dauerauftrag an, der gleich Anfang Monat auf dein Sparkonto wandert. Geld welches nicht da ist, gibst du nicht aus. Wie du einfach Sparen kannst, zeige ich dir hier. 

2. Zusätzliches Einkommen generieren

Wenn es um Anlagen oder andere Finanzprodukte geht, lernen wir schnell zu diversifizieren und unsere Risiken zu verteilen. Die Information meines Arbeitgebers, dass wir plötzlich weniger Lohn erhalten werden hat mich zum Nachdenken angeregt. Warum vertrauen wir beim Lohn auf eine einzelne Quelle? Auch hier sollten wir unser Risiko und damit unsere Einkommensströme besser diversifizieren. 

Ideen hierzu gibt es einige: 

  • Lege einen Blog an und lerne wie man damit Geld verdienen kann. (Vielleicht mit Chimpify*?)
  • Mache dein Hobby zu einer Einnahmequelle und beschäftige dich mit Stockfotografie 
  • Du kannst ein wenig mit Grafikprogrammen umgehen, und ein T-Shirt-Business aufbauen? 
  • Baue dir einen Nebenerwerb als Texter oder Freelancer in dem Gebiet in dem du gut bist, auf. 
  • Oder ganz altmodisch: mähe den Rasen deiner Nachbarn, gehe für die älteren Menschen in deinem Umfeld einkaufen oder fahre Pizzas aus – mit dem Fahrrad, das hält gleich noch fit dazu. 

3. Unnötige Ausgaben einschränken. 

Wir geben oft Geld aus, ohne das wir es merken. Kontogebühren, teure Handy-Abos, Zinsen auf Kreditkarten, unnötige Mitgliedschaften die sich nicht rechnen, und sooo vieles mehr. 
Hier einige Ideen, diese einzuschränken: 

  • Überprüfe dein Handy- und Internetabonnement. Ich habe darum alles zu Wingo* gewechselt – nach Jahren zu viel bezahlen, kostet mich das ganze mit wenig Aufwand plötzlich weniger als die Hälfte. Bei gleichem Service. 
  • Brauchst du wirklich eine Kreditkarte mit hohen Zinsen? Ich habe mit NEON einen Anbieter gefunden, der mir die Mastercard als Kontokarte zur Verfügung stellt. Damit geht alles: Onlineshopping, Einkaufen, Gelb beziehen und versenden. Gebührenfrei. Nach einem halben Jahr damit bin ich überzeugt. Warum kannst du hier nachlesen. (Und wenn du bei der Anmeldung den Code „PlanBesser“ eingibst, bekommst du 10.- Startguthaben)
  • Mach dir deinen Kaffee zuhause, statt ihn unterwegs zu kaufen. 
  • Koche selber
Unbenannt

4. Lerne, wie Geld funktioniert. 

Geld ist ein riesiges Thema, in dem es immer etwas zu lernen und entdecken gibt. Darüber wurden unzählige Bücher geschrieben, ganze Bewegungen wie der Frugalismus haben sich gebildet. Bilde dich weiter. Jede Woche ein wenig. Das mache zumindest ich in dieser Zeit, wenn wir schon nicht Reisen können, oder Freunde besuchen, an Open Airs gehen, oder was auch immer. 

5. Plane deine Ausgaben 

Ein Budget ist hierbei nur der Anfang. Lege ein Budget an – zu wissen, was du ausgibst, ausgeben kannst und willst, hilft. Aber ein Budget hilft nur, wenn du dich daran hälst. 

  • Schreibe Einkaufslisten. Und geh nicht hungrig einkaufen. Beides hilft, deine Kosten im Griff zu haben. 
  • Willst du etwas grösseres kaufen, kaufe es nicht jetzt, sondern erst nächsten Monat. Erstens vergehen einige Wünsche einfach wieder (das spart am meisten), zweitens kannst du dir noch einmal überlegen ob du es dir wirklich leisten kannst und ob es dich wirklich weiter bringt. Gerade Impulskäufe sind oft unnötig und teuer. Und wenn du es wirklich noch immer willst, hast du so einen Monat Zeit das beste Angebot dafür zu finden. 

Gerade in diesen unsicheren Zeiten sind das zwei Punkte auf die ich noch mehr achte. 

6. Überprüfe dich selber

Nimm dir die Zeit. Überprüfe einen Monat lang dein Budget, in dem du deine Ausgaben peinlich genau notierst. So kannst du nicht nur überprüfen, ob dein Budget stimmt, du hinterfragst dabei gleichzeitig deine Ausgaben, da du dir über jede einzelne kurz Gedanken machen musst, wenn du sie notierst. 

Die wichtigsten Finanzlektionen zusammengefasst:

Für die, die ihre Finanzlektionen für schwere Zeiten nur ganz kurz noch einmal auffrischen wollen:

1. Lege einen Notgroschen an
2. Generiere zusätzliches Einkommen
3. Schränke unnötige Ausgaben ein
4. Lerne wie Geld funktioniert
5. Plane deine Ausgaben
6. Überprüfe dich selber

Was hat dir die Pandemie über deinen Umgang mit Geld gelernt? Lasse mir einen Kommentar da – ich lerne gerne dazu! 

NEON – die Banken-App im Langzeittest

NEON – die Banken-App im Langzeittest

Seit April 2020 – also gut ein halbes Jahr – nutze ich nun NEON. Vom Oboarding, über die Vor- und Nachteile, die Nutzung und das Erlebnis erzähle ich dir hier. Willst du sparen, brauchst du ein Konto. Fürs Ausgeben auch.

Und wenn du es selbst ausprobieren willst, nutze den Code: PlanBesser und erhalte 10.- Startguthaben (und die Kontokarte geschenkt – die kostest sonst 10.-. Du bekommst also 20.- geschenkt). Einfach so. 

Unbenannt

Was ist NEON? 

NEON ist, in ihren eigenen Worten: 

  • Ein Konto
  • Eine App
  • Eine Karte 

Ein Konto: 

NEON ist ein Privatkonto – du kannst damit überweisen, Geld empfangen, bezahlen. Was man mit einem Konto halt so macht. 

Eine App: 

Sofort und überall Zugriff auf all deine Transaktionen, direkte Überweisungen, aber auch auf Sonderangebote von ihren Partnern, eine monatliche Übersicht deiner gesammelten Ein. und Ausgaben, Zugang zu eBill, usw. 

Eine Karte: 

NEON stellt dir gratis (wenn du meinen Code nutzt, sonst kostet die 10.-) eine Mastercard zur Verfügung, die als deine Kontokarte funktioniert. Du kannst also überall damit bezahlen, auch dort wo sonst nur Kreditkarten funktionieren. Kostenlos. Und dazu darfst du 2x im Monat gebührenfrei Geld abheben. 

NEON arbeitet mit der Hypothekarbank Lenzburg. Es steht also eine solide Schweizer Bank dahinter, inkl. den damit verbundenen Sicherheiten. 

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Meine Erfahrungen 

Die Eröffnung: fix. App laden, registrieren. Anschliessend flogt ein kurzer Videocall, bei dem ich mein Gesicht und meine ID kurz zeigen musste. Erledigt. Einige Tage später war das Konto eröffnet, die Mastercard lag im Briefkasten. 

Die Bedienung: Einfach und übersichtlich. Die App macht alles was ich von ihr erwarte, ohne das ich es lange suchen muss. 

Die Anbindung an E-Bill: Für mich ein riesen Plus. Ich wollte nämlich nicht gleich alles hinschmeissen und nur noch NEON verwenden, sondern erst einmal testen. Die Anbindung an E-Bill funktioniert mit mehreren Konten gleichzeitig – super! Ich muss mich auch nicht neu registrieren, meine offenen Rechnungen waren nach der Anmeldung einfach in der NEON-App verfügbar. 

Verfügbarkeit: Immer, überall. in einem halben Jahr hatte ich nicht einmal die Situation, dass ich mit NEON nicht hätte bezahlen können. Ganz im Gegenteil zur Post, meiner letzten Finanzdienstleisterin.  Kosten: Bisher keine… Ja, die Karte kostet 10.-. Aber du kannst ja den Code PlanBesser bei der Anmeldung nutzen, dann wird dir diese geschenkt. Und bekommst noch 10.- obendrauf. Nett. Im Detail: 

Kontogebühr gratis

  • Überweisung Inland (CHF) gratis
  • Überweisung Ausland Zum Devisenmittelkurs 0.8 – 1.7% Gebühren 
  • Erstkarte 10 CHF (fürs Plastik) (ausser du nutzt meinen Code: PlanBesser)
  • Grundgebühr gratis
  • Einkauf Inland gratis
  • Einkauf Ausland gratis
  • Abhebung CHF Inland An allen Bancomaten 2 mal pro Monat gratis, danach 2 CHF
  • Abhebung Ausland An allen Bancomaten 1.5% 
  • Wechselkursaufschlag 0% (Interbankenkurs)

Bargeld: Du kannst 2x pro Monat gratis Bargeld abheben an jedem Automaten. Danach kostet es dich 2.- pro Bezug. Reicht dir das nicht, kannst du an Kiosken und und überall wo es verfügbar ist, via Sonect gratis Geld beziehen. Das habe ich allerdings nicht getestet, ich bin fast Bargeldfrei unterwegs. 

Sicherheit: NEON gibt sich wirklich Mühe, sicher zu sein. Nebst der Einlagesicherung deines Vermögens bis 100’000 CHF ist auch die IT-Sicherheit auf einem Top Stand. Das kannst du hier bei NEON selber nachlesen: NEON-Blogpost zum Thema Sicherheit 

Nachteile

Die halten sich in Grenzen. Das einzige was ich vermisse ist Apple-Pay. Dann kann ich endlich mein Revolut-Konto auflösen, da ich lieber eine CH-Lösung verwenden würde. Als Nachteil könnte man den fehlenden Kontakt zu einem Bankberater nennen, aber das brauche ich nicht. Und wenn einmal etwas ist – der Support ist wirklich toll! 

Fazit

NEON macht das, was ich von einem Konto erwarte. Es ist sicher, funktioniert und kostet nichts. Es ruft mich niemand an, der mir weitere Produkte aufschwatzen will, NEON funktioniert einfach. Jetzt bitte noch mit Apple-Pay, dann bin ich wirklich zurfieden. 

Willst du es ausporbieren? Dann bekommst du mit dem Gutscheincode PlanBesser einfach 10.- geschenkt: 

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Disclaimer: Nein, ich werde dafür nicht bezahlt. Das ist meine ehrliche Meinung. Wenn du den Code einlöst, bekomme ich aber auch 10.-. Diese Möglichkeit hast du aber auch, wenn du das Konto eröffnet hast, kannst du deine Freunde einladen und ihnen 10.- Startguthaben mit auf den Weg geben. 

Frugalismus – kann man das essen?

Frugalismus – kann man das essen?

Frugalismus – die Kunst des bescheidenen Lebens. Oder: wie gehe ich mit 40 (oder gerne auch vorher) in Rente? Frugal, aus dem Englischen bedeutet einfach nur „bescheiden“ oder „einfach“. Daraus hat sich in den letzten Jahren, zusammen mit dem Minimalismus eine ganze Bewegung von jungen und junggebliebenen Menschen gebildet, deren Ziel es ist, sich mit 30 oder 40 in Rente zu begeben. 

Diese Idee ist aber nicht neu. In den USA gibt es schon seit einigen Jahrzehnten die sogenannte FIRE-Bewegung, die genau dieses Lebensmodell verfolgt. Die Abkürzung FIRE steht für Financial Independence, Retire Early – auf Deutsch: Finanzielle Unabhängigkeit, früher Ruhestand.

Es bedeutet aber nicht, auf alles Glück zu verzichten, ganz im Gegenteil. Der Verzicht schafft Platz für andere schöne Dinge im Leben. 

Frugalismus vs. Minimalismus 

Im Mittelpunkt des Minimalismus steht das Entschlacken des Lebens – sei es materiell oder sozial. Es wird einfach auf das verzichtet, was einem nicht vorwärts bringt. Die Frugalisten auf der anderen Seite stellen den Vermögensaufbau und die Reduktion der Lebenshaltungskosten in den Vordergrund. Je weniger du ausgibt, desto früher kannst du dich von deinem Job verabschieden. Das Ziel eines „richtigen“ Frugalisten ist die finanzielle Freiheit. Die eines Minimalisten das ablenkungsfreie, glückliche Leben. 

Was braucht es zur finanziellen Unabhängigkeit? 

Um finanziell unabhängig zu sein, benötig man in etwas das 25-fache seiner jährlichen Ausgaben – so die Theorie. Komme ich mit 2000.- im Monat aus, brauche ich also etwa 600’000.-. Je weniger ich also zum Leben brauche, desto mehr kann ich jeden Monat zurück legen – und andererseits muss ich weniger ansparen um mein Ziel zu erreichen. 

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Wichtiger als das Einkommen ist also die Sparquote – wie viel meines Einkommens ich jeden Monat zur Seite legen kann. 

Ein passives Einkommen wie Erträge aus Finanzprodukten oder Dinge wie Stockfotografie oder das sogenannte „T-Shirt Business“ sind nur einige Ansätze. Auch Dinge wie eine gut strukturierte Vorsorge fürs Alter verkürzen den Weg zum Ziel. 

positive Nebeneffekte 

So bedacht und überlegt zu Leben ist sicherlich anstrengend. Die Entschlackung die dafür notwendig ist, hat aber aus ihre positiven Seiten. Du merkst, wie schön die kostenlosen Dinge im Leben sind. Freunde & Familie, die Natur, selber zu kochen. Aber auch wie viel einfacher und leichter das Leben wird, wenn du nicht immer dem neusten und tollsten hinterher jagst, sondern lernst, dich mit dem zu begnügen was du schon hast. 

Gute soziale Beziehungen, eine erfüllende Tätigkeit, Lachen, Gesundheit, Sport, lebenslanges Lernen. Alles Dinge, die nicht viel Geld kosten müssen. 

Bücher zum Thema

Wenn du dich eingehender damit beschäftigen willst, hier einige Empfehlungen: 

Der reichste Mann von Babylon* von George S. Clason

Rich Dad, Poor Dad* von Robert Kiyosaki

Der Weg zu finanziellen Freiheit* von Bodo Schäfer