Eine kurze Geschichte des Minimalismus

Eine kurze Geschichte des Minimalismus

Minimalismus. Die moderne Gegenbewegung zum Kapitalismus, die sich auch ein wenig mit ihrem Gegenspieler abgefunden hat. Eine kurze Geschichte des Minimalismus.

Minimalismus, der – bewusste Beschränkung auf ein Minimum, auf das Nötigste

Duden

Somit wäre das Thema definiert. Minimalistisch halt. Aber woher kommt der Minimalismus, wie wir ihn heute kennen? Nachfolgende versuche ich hier, die Geschichte des Minimalismus kurz und hoffentlich unterhaltsam zusammenzufassen.

Wenn ich schon erzähle, wie man mit dem Minimalismus anfängt, sollten wir vielleicht besprechen, was das genau ist. Und woher diese Lebenseinstellung kommt. Sie ist nämlich schon fast so alt wie die Zeit selbst.

Minimalismus – die Ursprünge

Geschichte des Minimalismus
Diogenes in seinem Pithos von Jean-Léon Gérôme – Walters Art Museum, via Wikipedia

Der Begriff Minimalismus hat erst in den letzten Jahren wirklich Fahrt aufgenommen. Die Lehre, dass weniger mehr ist, ist aber schon alt.

Nicht arm ist der, der wenig hat, sondern der, der nach mehr verlangt

Seneca – um Christi Geburt

Aber nicht nur Seneca, auch Sokrates und andere grosse Philosophen haben sich damit beschäftigt, das weniger Besitz mehr Platz für den Geist bedeutet. Auch die grossen Religionen pflegen diese Lehre seit hunderten von Jahren. Buddhistische Mönche, das Leben im Kloster, ganz ohne Besitz, das sind die Vorläufer des Minimalismus, wie wir ihn heute als Bewegung gegen die konsumorientierte Gesellschaft sehen.

Diogenes und Antisthenes waren sogenannte Kyniker. Der Kynismus ist die Überzeugung, dass die materiellen Güter (vor allem Reichtum) nicht zum Glück des Menschen beitragen. Ihm sogar hinderlich sein können.

Etwas später, etwa 300 vor Christus, wurde im alten Griechenland die Stoa begründet.

Die Stoa setzt sich aus der Lehre der Logik, Physik und Ethik zusammen. Die wichtigsten Vertreter der stoischen Philosophie waren Seneca, Epiktet und Mark Aurel. Stoiker sind der Meinung, dass alle Gemütsregungen der Glückseligkeit schaden, weil diese den Menschen fesseln und ablenken. Um volle Beherrschung seiner Selbst und damit wahre Seelenruhe zu erreichen, muss sich der Mensch auf das ihm Eigene beschränken und darf Affekte nicht aufkommen lassen. Das bedeutet auch den Verzicht von unnötigem Besitz.

Auch die Geschichte in der Bibel ist geprägt von Enthaltung. Der wohl bekannteste Charakter in der Bibel, Jesus, sagte:

„So auch jeder unter euch, der sich nicht lossagt von allem, was er hat, der kann nicht mein Jünger sein.“

Die Bibel: Lukas 14:33

Diese Liste lässt sich über die kommenden 2000 Jahre fast endlos fortsetzen. Immer wieder gab es solche Strömungen. Und einigen davon sind bis heute geblieben. In Klöstern und religiösen Gemeinschaften aller Art.

Der Aufstieg des Konsums

Mit dem Aufstieg der Industrialisierung nimmt der Konsum in unseren Breitengraden stetig zu. Je mehr wir produzieren, desto günstiger werden die Güter. Je mehr wir produzieren, desto mehr Geld haben wir um auszugeben. Der Wunsch nach Konsum ist zu einer Art Ersatzdroge geworden. Mittlerweile ist unsere Gesellschaft eine Horde von „instant-gratifikations-Junkies“. Praktisch alles ist sofort und überall verfügbar. Güter, Dienstleistungen, Informationen, soziale Kontakte, einfach alles.

Minimalismus – eine Kunstform

In den 1960ern hat der Ausdruck „Minimalismus“ in der Kunst sein Zuhause und als Wort gefunden. Die Schönheit der Einfachheit hat viele bewegt – und tut es noch immer.

Geschichte des Minimalismus
weniger ist mehr

Gerade im Möbeldesign hat dieser Stil sichtbare Spuren hinterlassen, die bis heute Bestand haben. Dort kam Anfang des 20-Jahrhundert der Trend zu weniger Verzierung auf.

Evolution der Kultur ist gleichbedeutend mit dem Entfernen des Ornaments aus dem Gebrauchsgegenstande

Adolf Loos, Architekt, 1908

Einen guten Überblick über den Weg, den der Minimalismus im Möbeldesign genommen hat, ist hier bei Pamono zu finden.

Minimalismus – wie wir ihn heute kennen

Der Minimalismus, wie wir ihn heute kennen, fernab von Religion, weit weg von den alten Römern und Griechen und (aus meiner Sicht: leider) ohne teure Möbel, kommt aus den USA. Dort zu Beginn unter „Simple Living“ (einfaches Leben), „Voluntary Simplicity“ (freiwillige Einfachheit) oder Downshifting (herunterschalten) bekannt.

Gemeint ist aber immer dasselbe: bewusster Verzicht auf Überfluss und das Hinterfragen des eigenen Verhaltens. Nicht nur in Bezug auf Eigentum, sondern auch auf Beziehungen, Arbeit und Freizeit. Eine einheitliche minimalistische Lebensweise gibt es nicht. Wohl aber eine gemeinsame Grundhaltung: Minimalisten suchen nach einer Alternative zur konsumorientierten Überflussgesellschaft, wollen aus Alltagszwängen ausbrechen und ein erfüllteres und selbstbestimmteres Leben führen.

Hier findest du einen einfachen Einstig für jedermann:

FIRE-Movement

Aus der Kombination von der Ablehnung des Konsums und dem Minimalismus haben sich weitere Strömungen gebildet. Eine davon ist die FIRE-Bewegung. Was die FIRE Bewegung genau ist, darüber habe ich in meinem Beitrag über FIRE geschrieben.

FIRE steht für:

Financial
Independence
Retire
Early

Es zieht in dieselbe Richtung wie der Minimalismus – jedoch mit einem anderen Beweggrund. Es geht nicht um die einfach „Vereinfachung“ des Lebens, sondern darum, möglichst wenig auszugeben. Das gesparte Geld sinnvoll angelegt und mit möglichst tiefen Lebenshaltungskosten, soll ein frühzeitiger Ausstieg aus dem Hamsterrad der Arbeit möglich sein.

Die Geschichte des Minimalismus – was nehmen wir mir?

Der Minimalismus ist eine Art Rückkehr zu Strömungen, die so alt sind wie die Philosophie selber. Seit der Mensch nicht mehr nur um Essen und Trinken, sondern auch um tiefere Fragen besorgt ist, ist die Idee „weniger ist mehr“ immer aufgetaucht.

Die alten Römer und Griechen, alle grossen Religionen und philosophischen Schulen kennen das Konzept des Minimalismus schon lange. Sie nannten es nur anders.

Im Möbeldesign der 60er Jahre wurde auf vieles verzichtet, um den wahren Kern der Möbel in den Fokus zu rücken. Und zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts hat man das mit dem Rest des Besitzes gemacht und es dann gleich genannt.

Verzicht um den Fokus auf das Wesentliche zu rücken. Das ist der Kern und die Geschichte des Minimalismus.

Definitionen von Erfolg. 17 Arten, Erfolg zu sehen

Definitionen von Erfolg. 17 Arten, Erfolg zu sehen

Was ist Erfolg? Was ist Reichtum und was ist Ruhm? All diese Dinge kann man aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Nichts trifft auf alle zu. Wie siehst du Erfolg? Hier kommen 17 Definitionen von Erfolg, die vielleicht auch auf dich zutreffen.

1. Erfolg ist, immer dein Bestes zu geben.

Erfolg kann erreicht werden, wenn du versuchst, in allen Bereichen des Lebens immer dein Bestes zu geben. Selbst, wenn du damit keine grossen Erfolge erzielst. Wenn du dein Bestes gegeben hast, sei stolz auf dich und deine Leistungen.

2. Erfolg ist, wenn du verstehst, dass du die Kontrolle über dein Schicksal in der Hand hast.

Dein Schicksal liegt in deiner Hand. Und nur in deiner Hand. Übernimm Verantwortung für dein Handeln und seine Konsequenzen und du wirst sehen wie du erfolgreicher wirst.

3. Erfolg ist, sich konkrete Ziele zu setzen.

Sei konkret und realistisch, wenn es um deine Ziele geht. Erfolg kommt nicht davon, dass du dir abstrakte und unrealistische Ziele setzt. Wenn du weisst, wo du hin willst, ist der Erfolg schon fast erreicht. Mit unerreichbaren Zielen kannst du auch nie erreichte Ziele feiern.

4. Erfolg ist, sich von seinen Schwächen nicht bremsen zu lassen.

Schwächen entscheiden nicht über Erfolg und Misserfolg. Nur weil du nicht in allem gut bist, bist du nicht automatisch schlecht. Mach, was in deinen Möglichkeiten liegt und sei stolz darauf. Fordere dich immer wieder selber heraus und du wirst Erfolg haben.

5. Erfolg ist, einen Ort „Zuhause“ nennen zu können.

Home is, where your heart is. Du hast schon eine Art von Erfolg erreicht, wenn du einen Ort dein Zuhause nennen kannst. Zuhause muss keine klare Struktur haben. Es kann ein Land, eine Stadt oder auch ein Mensch sein. Ein Ort zu haben, an dem du dich sicher und zu Hause fühlst, ist etwas wahnsinnig tolles.

6. Erfolg ist, nicht aufzugeben

Beharrlichkeit und Beständigkeit führen zu Erfolg. Auch wenn es Jahre dauert, um ein Ziel zu erreichen. Beharrlichkeit ist der Schlüssel zum Erfolg.

In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du mit Sport erfolgreicher werden kannst. Egal welche der Definitionen von Erfolg für dich stimmt.

7. Erfolg ist, den Unterschied zwischen Wollen und Brauchen zu kennen.

Wenn du deine Verpflichtungen erfüllst und diene Grundbedürfnisse decken kannst, bist du eigentlich schon erfolgreich. Fähig sein, deine Bedürfnisse von deinen Gelüsten und Wünschen zu unterscheiden hilft dir, finanziell stabil zu sein. Das ist doch schon Erfolg.

Definitionen von Erfolg: Ziele

8. Erfolg ist, sich durchzusetzen, wenn man an etwas glaubt.

Erfolgreiche Menschen geben nicht auf, wenn es um die Dinge geht, die sie wollen und an die sie glauben. Es mag sein, dass andere Leute nicht deiner Meinung sind. Aber du hast deine Nachforschungen angestellt und glaubst daran. Dann gibt nicht kampflos auf.

9. Erfolg ist der Glaube daran, dass du es kannst.

Wenn du daran glaubst, dass du es schaffst, wirst du es schaffen. Selbstvertrauen kommt nicht von selber zu jedem von uns. Wenn du daran glaubst, deine Ziele und Pläne zu erreichen, wirst du erfolgreich sein.

10. Erfolg ist, deine Bedürfnisse nicht zu vernachlässigen.

Wie es im Flugzeug heisst: zieh dir deine Sauerstoffmaske zuerst an, bevor du anderen hilfst. Selbstfürsorge ist essenziell, wenn du einen Einfluss auf deinen Lebensweg und die Welt um dich herum haben willst.

11. Erfolg ist, zu lieben und geliebt zu werden.

Sein Herz für andere zu öffnen ist nicht einfach und kann für Ängste sorgen. Den Mut zu haben zu lieben und Liebe zuzulassen ist ein Schritt vorwärts in Richtung glückliches Leben und in Richtung Erfolg.

12. Erfolg ist, auch einmal Nein! zu sagen.

Erfolg ist in einem ausgeglichenen Leben zu Hause. Teil eines ausgeglichenen Lebens ist es, Nein zu sagen. Nein zu sagen heisst nicht, egoistisch zu sein. Es heisst nur, Prioritäten zu setzten und zu wissen, was du brauchst um zu einem anderen Zeitpunkt ja zu sagen.

13. Erfolg ist, wenn du weisst, dass es dazu gehört Schlachten zu verlieren, um einen Krieg zu gewinnen.

Erfolgreiche Menschen wählen ihre Schlachten weise. Wenn du weisst, welche Schlachten kritisch sind um deine Ziele zu erreichen, wirst du erfolgreich sein.

14. Erfolg ist, den wahren Wohlstand zu erkennen.

Liebe, Gesundheit, Freunde, Familie und so weiter. Das ist das, was wirklich glücklich macht. Dies zu erkennen ist wichtig um nicht immer allem anderen hinterherrennen zu müssen. Wenn du das verstanden hast, bis du erfolgreich.

15. Erfolg ist, jeden Tag etwas Neues zu lernen.

Erfolgreiche Menschen wissen, das das Lernen nie endet. Nimm dir Zeit, dich mit Menschen mit anderen Ansichten zu unterhalten, lies etwas Neues oder schau dir einen Ted Talk zu einem neuen Thema an. Wenn du jeden Tag etwas lernst, hast du am Ende unglaublich viel gelernt.

Definitionen von Erfolg: jeden Tag etwas Neues zu Lernen
Definitionen von Erfolg: jeden Tag etwas Neues zu lernen

16. Erfolg ist, sich nicht auf die Palme bringen zu lassen.

Gelassene Menschen strahlen Erfolg regelrecht aus. (Hier findest du eine Anleitung für mehr Gelassenheit in deinem Leben). Zu verstehen das nicht alles, was man dir an den Kopf wirft, mit dir zu tun hat, ist ein riesengrosser Erfolg.

17. Erfolg ist, Ängste zu überwinden.

Eine Angst zu überwinden macht, dass du dich unverwundbar fühlst. Werde dir deiner Ängste bewusst und gehe sie an. Eine um die andere. Wenn du das schaffst, kannst du jedes Mal unglaublich stolz auf dich sein.

Definitionen von Erfolg: Fazit

Es gibt unzählige Definitionen von Erfolg. Wenn du Glück, Liebe oder ein Abenteuer erlebst in diesem Augenblick, bist du bereits erfolgreich. Bleib dran!

Wie definierst du Erfolg? Erzähl es mir in den Kommentaren.

Sinnvoller Vermögensaufbau & Fehler die du vermeiden kannst

Sinnvoller Vermögensaufbau & Fehler die du vermeiden kannst

Vermögen aufzubauen, das wünschen wir uns doch alle. Egal ob wir damit anfangen, oder (noch) mehr Vermögen aufbauen wollen. Wenn du die folgenden Fehler vermeidest, kann ein sinnvoller Vermögensaufbau auch bei dir klappen.

Es ist einfacher zu beantworten, welche Fehler du beim Vermögensaufbau vermeiden solltest. Dennoch gebe ich dir hier auch Strategien zum Vermögensaufbau mit auf den Weg. Kurz, ich versuche dir zu zeigen, wie ein sinnvoller Vermögensaufbau klappen kann.

Warum solltest du Vermögen aufbauen?

Vermögen ist nicht einfach nur das Geld auf deinem Konto. Vermögen umfasst sämtliche Dinge mit Wert die du besitzt – abzüglich aller deiner Verbindlichkeiten. Wenn du viel Geld auf dem Konto hat, aber daneben mit einem Berg Schulden kämpfst bist du unter dem Strich pleite – zumindest vereinfacht gesagt.

Der Vorteil von Vermögen gegenüber Einkommen ist: es geht weniger schnell verloren. Wenn du deinen Job verlierst, ist es nicht einfach weg. Dein Einkommen schon.

Wie du herausfindest, wie viel Vermögen es braucht um nicht mehr arbeiten zu müssen, findest du in meinem Beitrag über die F.I.R.E-Bewegung.

Und im Alter musst du dich mit Vermögen nicht auf ein marodes Rentensystem verlassen. Privater Vermögensaufbau ist der sicherste Weg, Altersarmut vorzubeugen.

Bevor du mit dem Vermögensaufbau beginnst

Tilge deine teuren Schulden

Ein sinnvoller Vermögensaufbau sollte erst beginnen, wenn du deine Schulden getilgt hast – zumindest die, die Kosten verursachen. Kreditkarten, überzogene Konten oder Konsumkredite haben so hohe Zinsen, dass du das mit den Renditen deiner Anlagen unmöglich wieder reinholen kannst.

6% Rendite sind super – nützt aber nichts, wenn du 12% Zinsen auf deinen Schulden bezahlst.

Lege eine kleine Reserve an

Bevor du beginnst, dein Geld in irgend etwas zu investieren, solltest du dir etwa 3 Monatsgehälter zur Seite legen. Ein Defekt an deinem Auto, ein abgebrochener Zahn. Solche Dinge können deine Finanzplanung auf den Kopf stellen. Und dann brauchst du einfach und schnell verfügbares Geld.

Wenn du in einem dummen Moment Aktien verkaufen musst, weil du das Geld gerade jetzt brauchst, kann das massive Verluste bedeuten. Leg es auf ein Sparkonto, Es muss da auch nicht arbeiten, es soll einfach als Reserve für schlechte oder unvorhersehbare Zeiten dienen.

Sparen ist der schlechteste Weg, Vermögen aufzubauen

Wenn du eine Umfrage machst, wie man Vermögen aufbaut, werden die meisten Menschen sagen: Sparen.

Die Zinspolitik der Zentralbanken hat Sparen als Mittel zur Vermögensbildung quasi unbrauchbar gemacht. Die Zinsen, die du auf einem Sparkonto erwarten kannst, liegen im Moment unter der Inflationsrate:

Das ist nicht grundsätzlich falsch – es ist der einfachste und naheliegendste Schritt, der einem dazu einfällt. Aber die Frage war: wie geht sinnvoller Vermögensaufbau?! Und dann ist klassisches Sparen der falsche Weg.

Sparkonto - sinnvoller Vermögensaufbau
Quelle. K-Tipp Schweiz. Zinsen, mit denen ein sinnvoller Vermögensaufbau nicht möglich ist. Stand: 20.11.20

Das Schweizer Konsumentenmagazin K-Tipp führt eine Übersicht der Zinskonditionen auf Sparkonten. Dort zeigt sich: ohne Sonderkonditionen ist 0.5 % Zins das höchste aller Gefühle.

Lege ich heute 100’000 unverzinst zur Seite, ist es bei einer angenommenen Inflationsrate von 1.8% in 20 Jahren noch 69’539.00 wert…. Ja, zur Zeit ist die Inflation tiefer als 1.8% – das wird sich aber sicherlich wieder ändern. Dazu kämen dann noch Kontoführungsgebühren und allenfalls die Vermögenssteuer.

Solange die Zinsen ähnlich hoch oder tiefer als die Inflationsrate liegen, ist klassisches Sparen = Wertvernichtung.

Womit baue ich denn dann Vermögen auf?

Um eine höhere Rendite zu erzielen, bieten sich börsengehandelte Produkte an. Beispielsweise Aktien, Fonds, oder in einigen Fällen Obligationen, können für einen sinnvollen Vermögensaufbau verwendet werden.

In den letzten Jahren hat es sich gezeigt das auch P2P Produkte wie Bondora* gute bis sehr gute Renditen abwerfen.

Um sinnvoll Vermögen aufbauen zu können, muss die Rendite höher sein als die Kosten und die Inflation zusammen.

Je höher die Rendite, desto höher das Risiko

Das war schon immer so. In der aktuellen Phase sehr niedriger Zinsen trifft das aber noch mehr zu. Rendite, Sicherheit und Verfügbarkeit (Liquidität) standen schon immer in einem Spannungsfeld. Sie lassen sich in einem Dreieck darstellen. Quasi das magische Dreieck des Vermögensaufbaus.

sinnvoller Vermögensaufbau: Dreieck des Geldes

Wenn du in einer Ecke mehr willst, musst du in einer andern, oder sogar in beiden, Abstiche in Kauf nehmen. Das richtige Gleichgewicht zu finden ist also wichtig. Und: diversifizieren um das Risiko zu minimieren. Weil im Moment gibt es hohe Renditen wirklich nur mit hohem Risiko. Aber dazu später mehr.

Risiken minimieren – Rendite optimieren

Beim Anlegen gibt es viele Fallstricke und Stolpersteine, die einem im Weg stehen können. Um nicht darüber zu stolpern, macht es Sinn, sich früh genug eine Strategie zurecht zu legen.

Wird das ganze Kapital in einem Sektor angelegt, kann das verehrende Folgen haben.

Beispiel: Wenn du all dein Geld in die Elektro-Mobilität investierst, mag dir das heute als tolle Idee erscheinen. Was wenn sich aber nächstes Jahr heraus stellt, dass Wasserstoff viel nachhaltiger und effizienter ist? Oder die Tesla-Blase platzt? Dann nimmst du sehr hohe Wertverluste in Kauf.

Wenn du also deine Investitionen nicht ausreichend streust, hättest du dein Geld wohl besser auf dem Sparkonto gelassen. Investiere also nicht nur in Sektoren, die du schon beruflich kennst. In diesem Fall wäre eine Krise in deinem Sektor doppelt schlimm: Dein Kapital verliert an Wert und du vielleicht sogar noch dein Einkommen dazu.

Mit vielen kleinen Investments in unterschiedlichen Werten und Sektoren schläft es sich einfach auch besser. Du musst nicht auf jedes Ereignis an der Börse reagieren, weil du im betroffenen Sektor nur wenig Geld investiert hast. Nimmt ein Wert ab, wird wohl ein anderer zunehmen und die Schwankungen ausgleichen.

Spekulation auf einzelne Werte ist etwas für Profis. Und auch die liegen mehr daneben als sie Recht haben.

Wo anfangen?

Wo fängt ein sinnvoller Vermögensaufbau denn an?

  • Zuerst: tilge deine Schulden
  • Lege etwas auf ein Sparkonto als Reserve
  • Dann: sorge erst mal fürs Alter vor
  • Fonds sind ein guter Anfang
  • P2P als Diversifizierung

Altersvorsorge

Ja, das klingt Ultra langweilig. Macht aber einfach Sinn. Zum einen: du sparst Steuern. Und dann: deine Altersvorsorge muss ja nicht nur für die Rente sein. Zumindest in der Schweiz kann sie auch für den Bau eines Hauses oder für den Weg in die Selbständigkeit verwendet werden.

Ich nutze hierzu Viac. (darüber habe ich schon einmal berichtet).

Mein Viac-Portfolio mit einem Aktienanteil von 60 % (nachhaltige Aktien) hat im Moment eine Rendite von 11.9 % – was ein wahnsinnig guter Wert ist. Die Steuerersparnis noch nicht eingerechnet.

Fonds

Fondssparpläne sind für den Anfang sehr einfach. Du zahlst monatlich einen Betrag X in einen Fonds ein. Am besten via Dauerauftrag. So musst du nicht dran denken und verfällst nicht in den Fehler (siehe unten) immer zum richtigen Zeitpunkt investieren zu wollen. Ein Fonds besteht aus vielen unterschiedlichen Aktien – je nachdem welchen Fonds du wählst. So ist das Risiko schon breit gestreut. Achte aber auf die Kosten – da gibt es grosse Unterschiede.

Mein Fondssparplan läuft im Moment noch bei Postfinance – ich bin aber auf der Suche nach neuen Möglichkeiten. Wenn du Tipps hast, die Kommentarspalte wartet.

P2P

Um nicht gänzlich von der Börse abhängig zu sein, ist es sinnvoll, sich nach Anlagen ausserhalb der Börse umzusehen. Eine Idee sind hier sogenannte P2P Plattformen. Da vergeben Privatanleger Kredite an Private oder Firmen. Und das verläuft dazu noch antizyklisch zur Börse. Wenn es der Börse schlecht geht, boomt der P2P-Markt.

Ich investiere im Moment mit Bondora Grow & Go. Da wird im Moment dein angelegtes Geld mit 6.75 % verzinst.

Vorteil: keine Mindesteinzahlungen. Du kannst also schon mit 1.- beginnen und schauen, ob das etwas für dich ist.

Und: mit diesem Link* bekommst du 5 Euro Startguthaben geschenkt!

Weitere Möglichkeiten

Nebst diesen Dingen zum Anfang geht es natürlich noch weiter:

  • Aktien – vergiss aber nicht zu diversifizieren
  • ETF’s – an der Börse gehandelte Fonds
  • Immobilien – wenn du das Kleingeld hat
  • Kryptowährungen – als Diversifikation, nicht als Hauptanlage! Sonst kannst du auch gleich Lotto spielen

Über all diese Punkte folgen in der Zukunft hier noch Beiträge – bleib mir also treu.

sinnvoller Vermögensaufbau - nicht nur Sparen
Etwas Sparen solltest du schon – aber Anlegen macht mehr Sinn

Fehler, die du dabei machen kannst

Du investierst gar nicht erst. Viele Beginner machen den Fehler, auf den richtigen Zeitpunkt warten zu wollen. Oder ewig lange das richtige Produkt zu suchen. Das ist wie mit Kinder kriegen – den richtigen Moment zu finden fühlt sich selten wirklich gut an – mach es einfach und sei dann glücklich.

Wenn du dabei nicht das grosse Ganze im Blick hast, kann folgendes durchaus passieren: Du streust deine Anlagen und Investments nicht ausreichend.

Gerade mit einer unzureichenden Streuung läufts du Gefahr, ständig umzuschichten. Dabei geht gerne vergessen, dass das immer wieder Kosten verursacht. Und du im falschen Moment Analgen, Aktien oder Investitionen abstösst und dabei Verluste einfährst.

Du hast zwar ein gutes und ertragreiches Portfolio, aber hast auf der anderen Seite noch immer Schulden, die mit ihren Zinsen deine Rendite auffressen. Das würde wenig Sinn machen.

Du hast keine Reserve – und nun gibt es einen Börsencrash, eine Finanzkrise oder ähnliches. Oder du verlierst zum Beispiel deinen Job. Dann musst du eventuell deine Anlagen zum schlechtesten Moment veräussern. Darum: habe immer etwas auf der Seite.

Deine Anlagen haben hohe Kosten. Renditen sind immer nur Prognosen. Es kann auch sein, dass du keine, oder nur kleine Gewinne machst. Die Kosten sind aber trotzdem da. Und fressen das auf, was noch da ist. Darum: schaue immer auch auf die Kosten, nicht nur die erwarteten Gewinne.

Du lässt dich von unseriösen Angeboten verlocken. Versprechungen wie: hohe Renditen ohne Kosten, oder kein Risiko bei 10 % Rendite. Nichts ist gratis. Und wenn etwas unglaublich gut erschient, frage dich, ob das Sinn macht. Schaue, was andere für Erfahrungen gemacht haben. Blogs wie diesen hier gibt es viele – wir nehmen die Angebote für dich auseinander.

Fazit – sinnvoller Vermögensaufbau

Gar nicht so schwierig, oder? Wichtig ist, nicht alles auf eine Karte zu setzten. Sich bewusst sein, was man da macht und keine Angst hat – das ist nämlich alles gar nicht so kompliziert.

Wichtig ist, dass du verstehst, das es ein langfristiges Spiel ist. Und gewinnen tut der, der am ersten anfängt – dann hat das Geld nämlich mehr Zeit um zu wachsen.

Hast du schon mit deinem Vermögensaufbau angefangen? Wie kommst du woran?

FIRE Bewegung – «Financial Independece, Retire Early»

FIRE Bewegung – «Financial Independece, Retire Early»

Die FIRE Bewegung – «Financial Independece, Retire Early», oder auf deutsch: Finanzielle Freiheit, früh in Rente gehen. Klingt doch nach einem Plan, früh in Rente zu gehen, oder?

Das Ziel der Anhänger der FIRE Bewegung ist, spätestens Mitte 40 genug auf der Seite zu haben, um nicht mehr arbeiten zu müssen. Oder zumindest zu machen, was man will und nicht von einem Arbeitgeber abhängig zu sein. Anders leben als die Generation vor uns, oder die unserer Grosseltern. Sich nicht bis ins hohe Alter sich um seinen Job Sorgen zu machen.

Was braucht es, um früh in Rente zu gehen?

Im Zentrum der Diskussion um die FIRE Bewegung stehen die 4%-Regel und die Sparquote.

Die 4%-Regel

Die vier Prozent-Regel stammt aus einer Studie, der sogenannten Trinity Studie. Die besagt, dass man 4 % eines Portfolios, das 60 % in Aktien und 40 % in Anleihen investiert ist, pro Jahr abheben kann. Dann sollte das Geld 30 Jahre reichen.

Sie ist in der Szene aber umstritten – viele Anhänger der Bewegung orientieren sich an 3% pro Jahr. Oder: Statt jedes Jahr 4% deines Vermögens am Anfang zu beziehen, beziehst du immer nur 4% vom noch vorhandenen Vermögen – aber das rechne ich jetzt nicht für dich aus. MIt einer guten Anlagestrategie reicht dein Vermögen so endlos lange.

Daraus lässt sich dann schliessen, wie viel gespartes oder eben angelegtes Geld man benötigt, um sich zum Zeitpunkt x „zur Ruhe“ zu setzten. Bei 4% wären das 25x den Betrag, den du pro Jahr im Ruhestand benötigen. Bei 3% etwa 34x diese Summe.

Brauchst du also voraussichtlich maximal 50’000.- pro Jahr, benötigst du ein Vermögen von 1.25 Millionen Franken, Euro oder wovon auch immer du 50’000 pro Jahr brauchen willst.

Die Sparquote

Nun stellt sich aber die Frage, wie du an diesen Stock von Geld kommst? Das lässt sich mit der Sparquote beantworten. Die Sparquote ist der Teil deines Einkommens, den du anlegen oder eben sparen kannst. Im Schnitt sind das etwas 10% – bei den Anhängern der Financial Independece, Retire Early Bewegung sind eher 40% und mehr die Norm.

Und: je sparsamer du lebst, desto weniger brauchst du dann, um früher in Rente zu gehen. Verdienst du 100’000 im Jahr und brauchst 50’000, hast du eine Sparquote von 50% und musst (mit der 4% Regel) noch 25 Jahre arbeiten.

Ideen um mehr zu sparen findest du hier:

Brauchst du aber nur 40’000 pro Jahr, sinkt der Betrag, den du dir ansparen willst auf 1 Mio, und du erreichst diesen sogar früher, weil du mehr ansparen kannst – nämlich nach 16 Jahren.

Du siehst, darum sind die Anhänger der FIRE-Bewegung gleichzeitig Frugalisten. Je frugaler du lebst, desto mehr kannst du sparen, desto weniger brauchst du im Alter. Also bist du schneller am Ziel.

Und, je mehr du einnimmst, desto einfacher wird es. Also, suche dir zusätzliche Einkommensquellen.

Willst du nicht selber rechnen, dann findest du hier einen Rechner von moneyland.ch.

FIRE Bewegung sparen
FIRE heisst sparen, aber nicht nur. Auch anlegen ist wichtig

Die FIRE Bewegung in der Schweiz

DIe Schweiz bietet dem FIRE-Movement einen guten, soliden Boden. Die Löhne sind hoch, gespart wurde hier schon immer mehr als anderswo. Mehr Einkommen = früher in Rente gehen. Dennoch wissen wir, dass unser Vorsorgesystem an seine Grenzen kommt – Überalterung sei Dank. Auf eigenen Beinen stehen zu können und zu wissen, dass man sich nur auf sich selber verlassen muss ist somit ein aktuelles Thema.

Einige tolle Vertreter aus der Schweiz folgen im nächsten Abschnitt.

FIRE Bewegung Blogs

Wie die meisten Bewegungen unserer Zeit, kommt auch FIRE aus den USA. Inzwischen hat sich aber auch im deutschsprachigen Raum eine Art Community gebildet. Hier einige der Blogs zum Thema die ich aktiv verfolge. Aber nach dem Lesen wieder hier hin zurück kommen, okay?

Mustachian Post

Ein (anonymer) Schweizer, der mit seiner Familie im französischsprachigen Teil der Schweiz lebt und in Deutsch, Englisch und Französisch über seine Erfahrungen, sein Vorgehen und die Tools dazu bloggt. Einer meiner absoluten Lieblings-Blogs. Will mit 40 finanziell frei sein – und scheint auf dem besten Weg dazu zu sein.

Bringt Anfang 2021 sogar ein Buch zum Thema – ich werde es hier mit Freude verlinken.

Thomas der Sparkojote

Frugalist, Minimalist, FIRE-Anhänger. Unternehmer, der schon ein grosses Stück auf seinem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit hinter sich hat. Und das mit noch nicht einmal Mitte 20ig… Blogger, YouTuber, Podcaster und Onlline-Shop Betreiber.

Manchmal etwas widersprüchlich, aber er legt seine Reise offen, was ich sehr spannend finde.

Update 22.12.2020: Thomas sagt auf Nachfrage, er sei kein Frugalist oder FIRE-Anhänger, das findet er alles scheisse. Das Ding beim Bloggen ist, dass der Leser entscheidet, wie er den Blogger wahrnimmt und nicht umgekehrt. Darum lasse ich den Text so stehen, füge aber dieses Update hinzu.

Frugalisten.de

Genau so stelle ich mir den Prototypen des FIRE-Menschen / Frugalisten vor. Alles zu eben diesen beiden Themen. Will auch mit 40 in Rente gehen.

The Frugal Gene

Eine Chinesin in den USA, die gemeinsam mit ihrem Partner 90(!)% Sparquote erreicht. Super sympathische Schreibweise, viele Bilder. Einfach gut zu lesen. Wenn du des Englisch mächtig bist, give it a try.

R.I.P – Retire in Progress

Und gleich noch ein Vertreter der Schweiz, diesmal in englisch. Erzählt unterhaltsam über seinen Weg zur finanziellen Freiheit. Nach eigenen Angaben ist er, je nach Perspektive, eigentlich schon finanziell frei. Aber eben auch irgendwie noch nicht. Aber er scheint auf gutem Weg. Und bringt mich gelegentlich zum Lachen.

Und ich?

Nein, ich bin nicht finanziell frei. Und auch kein richtiger Anhänger der Bewegung. Aber: ich finde viele der Ansätze sehr interessant. Ich bin der Meinung, dass die Investition von Geld in Wissen und Weiterkommen, Bildung und Werkzeuge (Blogs, Unternehmen, und so) mich eines Tages dahin bringt, dass ich von selbst finanziell unabhängig bin. Die Voraussetzung ist aber, dass ich meinen Lebensstil nicht mit steigendem Einkommen nach oben anpasse.

Dazu kommt, dass ich von Frugalisten, FIRE-Anhängern und Minimalisten all das mitzunehmen versuche, was mein Leben entrümpelt und vereinfacht. Dazu will ich kein Geld ausgeben dass ich nicht ausgeben muss oder ganz bewusst will, also folge ich den Sparkniffen der Frugalisten.

Ich liebe das Abenteuer, das kostet Geld. Mein Ziel ist es, mein Pensum so reduzieren zu können, dass ich all meinen Träumen nachgehen kann. Und mir diese auch leisten kann. Ich will selber entscheiden wie und wo ich mein Geld verdiene. Also folge ich, zumindest teilweise, den Regeln der FIRE Bewegung, damit ich dieses Ziel erreiche.

Und du, schon on-FIRE? Erzähl mir darüber in den Kommentaren.

15 Vorsätze fürs neue Jahr – und wie du sie erreichst

15 Vorsätze fürs neue Jahr – und wie du sie erreichst

Das neue Jahr kommt schon wieder näher. Und mit der Feiertags-Saison vor der Türe schauen viele von uns zurück und überdenken die Entscheidungen, die sie im Leben schon getroffen haben. Vorsätze fürs neue Jahr sind die perfekte Gelegenheit, all die fehlgeschlagenen Versuche, die man durchs Jahr hatte noch einmal aufzunehmen. Oder einen neuen Weg für sich aufzuzeichnen.

Es ist eine gute Zeit, sich hinzusetzten und eine Liste von Veränderungen die man gerne hätte, aufzustellen. Da aber die meisten Menschen bei ihren Vorsätzen scheitern, hier eine kleine Hilfestellung.

Nachfolgend eine Liste mit 50 Vorsätzen für das neue Jahr. Inklusive Tipps und Wege (repektive Links zu den passenden Beiträgen und Hilfen), wie du diese erreichen kannst. Wenn du auf der Suche nach effizienten Wegen bist, wie du dein Leben besser machen kannst, wirst du hier eine Menge mitnehmen können.

1. Komme in Form

Gewicht zu verlieren oder sportlicher zu werden ist einer der häufigsten Vorsätze fürs neue Jahr. Sport macht nicht nur schlank und hübsch, sondern auch erfolgreicher. Es ist einfach, damit anzufangen, aber sehr schwierig dran zu bleiben. Hier findest du Hilfe, um langfristig dran zu bleiben.

2. Beginn dich gesünder zu ernähren

Sport alleine reicht eben nicht, um schlank und gesund zu sein. Sich gesünder zu ernähren ist schwer, sind wir doch von Junk-Food umgeben. Einfacher als sich gesund zu ernähren ist es, sich bewusst zu ernähren. Man darf sich ab und an etwas gönnen, sonst hält man das nicht lange durch. Ergänz dein Essen mit regionalen Superfoods, koche selber – das ist ein guter Anfang.

3. Höre auf zu Prokrastinieren

Die grösste Hürde, seine Vorsätze und Ziele zu erreichen ist der Wunsch sich zu entspannen und nichts zu tun, anstelle von harter Arbeit. Wenn du mit der Prokrastination einmal angefangen hast, ist es schwer, wieder aus dem Hamsterrad zu kommen. Hier findest du Hilfe, die Spirale zu durchbrechen und den Affen im Kopf zum arbeiten zu bringen.

4. Arbeite an deinem Zeitmanagement

Zeit ist ein kostbares Gut. All die Vorsätze kannst du nur erreichen, wenn du dafür auch genügend Zeit hast. Hier erkläre ich dir, wie du deine Zeit im Griff hast. Je besser du deine Zeit selber kontrollierst, desto mehr kannst du erreichen ohne auszubrennen.

Vorsätze fürs neue Jahr

5. Unternimm mehr Abenteuer

Immer nur im Hamsterrad zu funktionieren wird auf Dauer langweilig. Dann gibst du deine Vorsätze fürs neue Jahr wieder auf, weil sie sich nur nach Arbeit anfühlen. Die Antwort hier heisst Mikroabenteuer – für ein gutes Abenteuer brauchst du nicht einmal Urlaub. Eine Nacht unter dem Sternenhimmel sorgt für neue Energie, um zu erreichen was du erreichen willst.

Willst du mehr Abenteuer, schau mal bei Outdoorista vorbei.

6. Verdiene nebenbei Geld

Selbst Millionäre suchen immer nach Möglichkeiten, um mehr Geld zu verdienen. Und wir normalen Menschen können immer mehr Geld gebrauchen, oder? Glücklicherweise gibt es immer Möglichkeiten zum Nebenverdienst. Sei es sich ein T-Shirt Business aufzubauen, mit der Stockfotografie anzufangen oder einfach dem Nachbarn den Rasen zu mähen.

7. Werde gelassener

Gelassen zu sein ist eine Kunst. Sie hilft dir, ruhiger zu werden, die Welt positiver zu sehen. Gelassene Menschen sind erfolgreicher, man nimmt sie ernster und hört ihnen zu. Gelassener zu werden ist mein Ziel im neuen Jahr. Wie du zu mehr Gelassenheit in deinem Leben findest.

8. Arbeite weniger

Weniger Arbeit führt zu mehr Produktivität. Und es schafft mehr Zeit, um deine Vorsätze zu erreichen. Mehr Zeit für dich und deine Liebsten. Und das ohne, dass du weniger erreichst in dieser Zeit. Klingt nach einem leeren Versprechen? Ich hoffe mein Beitrag dazu kann dich vom Gegenteil überzeugen.

9. Sorge endlich für dein Alter vor

Auch wenn du – wie ich – in der Schweiz lebst, sich selber Gedanken über die Altersvorsorge zu machen ist wichtig. Und sie kann ja nicht nur für die Aufbesserung zur Rente genutzt werden, sondern auch um Steuern zu sparen, um sich auf die Selbständigkeit vorzubereiten, oder um ein Haus zu kaufen. Ich persönlich nutze dazu VIAC, das ich auch ausführlich getestet habe.

10. Spare mehr, oder fang damit an

Sparen ist aber nicht nur fürs Alter sinnvoll. Einen Notgroschen für unvorhergesehenes auf der Seite zu haben, ist Gold wert. Und du kannst einen Teil deines angesparten Geldes anlegen und dir so ein passives Einkommen generieren. Oder wenn du noch nicht so weit bist, um deine Schulden abzubauen.

11. Gib weniger Geld aus

Um sinnvoll sparen zu können, musst du wohl weniger ausgeben. Vieles was wir uns leisten, brauchen wir gar nicht. Und es gibt Wege, weniger auszugeben, ohne dass du auf all zu viel verzichten musst. Mit weniger Geld zu leben, ist gar nicht so schwierig.

mit wenig Geld leben

12. Versuche, minimalistischer zu leben

Du musst kein Minimalist werden, um die Vorzüge des Minimalismus zu geniessen. Ein entschlacktes Leben bringt mehr Glück, als immer dem Besten, Neusten und Tollsten hinterher zu jagen. Hier 20 Tipps, die dir helfen, einen minimalistischen Lebensstil aufzubauen.

13. Hör auf zu rauchen

Rauchen verkürzt dein Leben, das wissen wir wohl alle. Und es kosten Unmengen von Geld – das du wirklich sprichwörtlich verbrennst. Wenn du das wirklich angehen willst, dann hier meine Buchempfehlung:

Allen Carr, Endlich Nichtraucher bei Amazon*

Allen Carr, Endlich Nichtraucher bei Orell Füssli CH*

14. Lies ein Buch. Oder mehrere

Alle erfolgreichen Menschen lesen, so viel sie können. Sind sie vielleicht deshalb erfolgreich? Versuch es und lies Bücher. Hier meine 11 Bücher, die dich weiterbringen.

15. Lerne, deine Emotionen zu kontrollieren

Unkontrollierter Ärger kann dich in eine Menge Schwierigkeiten bringen. Aber auch Eifersucht, Neid und Stolz können dich daran hindern vorwärts zu kommen und glücklicher zu sein. Noch einmal: Gelassenheit bringt dich zum Ziel. Herr deiner Gefühle zu sein, hilft dir immer – besonders aber in schwierigen Situationen.

Was sind deine Vorsätze fürs neue Jahr?

Für all diese Vorsätze muss nicht unbedingt Silvester sein. Du kannst jederzeit damit beginnen. Sie sind es auf jeden Fall immer wert, damit anzufangen. Ich wünsche dir auf jeden Fall schon einmal gutes Gelingen, frohe Festtage und ein frohes, neues Jahr!

Was sind deine Vorsätze fürs neue Jahr? Was wolltest du schon lange umsetzten? Und welcher der Vorschläge wirst du umsetzten? Schreib es in die Kommentare – ich freue mich!

Mit wenig Geld leben – Tipps und Tricks

Mit wenig Geld leben – Tipps und Tricks

Es gibt mehrere Gründe mit wenig Geld leben zu wollen:

Egal welchen Ansatz du verfolgst – mit wenig Geld zu leben, oder leben zu müssen ist möglich. Und viele der Wege um mit wenig Geld zu leben tun gar nicht so weh, wie du vielleicht denkst. Nein, es kann sehr befreiend sein. Eine neue Sicht auf Besitz und Geld zu lernen kann dich von Sorgen, die du bisher hattest befreien.

Hier ein Weg, wie du mit wenig Geld leben kannst, Schritt für Schritt:

Verschaffe dir einen Überblick

Um zu wissen wie viel Geld du ausgeben (oder sparen) kannst, musst du wissen wie viel du zur Verfügung hast. Stelle Lohn und Ausgaben gegeneinander auf.

  • Wie viel kommt jeden Monat rein? Wichtig ist hier der Nettolohn. Hast du Nebenverdienste? führe auch diese auf.
  • Stelle deine Fixkosten zusammen. ALLLE! Auch die Steuern (vor allem wenn du in der Schweiz lebst…). Aber auch periodische Sachen wie Versicherungen, ÖV-Abonnemente, Miete, Alles was immer wieder kommt und planbar ist. (vergiss Netflix und co nicht)
  • Stelle deine variablen Kosten zusammen. Das geht übrigens am einfachsten, in dem du sie dir über eine gewisse Zeit peinlich genau aufschreibst. Und am besten auch noch „was“, nicht nur „wie viel“. Sammle einen Monat lang alle Kassenzettel. Vom Einkauf, übers Tanken, den Latte-Macchiato
  • Hast du an alles gedacht? Wasser, Strom, Kredit-Rückzahlungen, die Vereinsmitgliedschaft?

Es ist schwierig, dass alles an einem Abend zu erledigen. Nimm dir einige Wochen Zeit, alles genau zu prüfen. Schau dir deine Kontobewegungen, Kreditkartenabrechnungen und so weiter noch einmal genau an.

Stelle fest was du kürzen kannst

Du hast dir eine Übersicht verschafft. Nun stechen dir wohl schon einige Dinge ins Auge, die du direkt streichen oder reduzieren kannst. Dinge wie:

  • Muss der Kaffee auf dem Arbeitsweg sein? Kannst du nicht deinen Kaffee zuhause brühen und mitnehmen?
  • Brauchst du ein Netflix-Abo für dich alleine? Oder könntest du es nicht mit jemandem teilen?
  • Brauchst du dein Festnetztelefon? Reicht das Handy nicht?
  • Suche dir einen Mitbewohner
  • Trinke Wasser anstelle von Süssgetränken
  • Kreditkarten sind böse, wenn du eng drin bist
  • Kaufe nichts auf Pump – Zinsen sind der Grund, warum die reichen reich

Viele Dinge fallen einem erst auf, wenn man sie in der Übersicht sieht. Darum ist der erste Schritt, das Erstellen einer Übersicht so wichtig. Wirklich! Sehr wichtig!

Prüfe auch versteckte Kosten. Wie hoch sind deine Kontogebühren? Macht es vielleicht Sinn, hier günstigere Angebote zu prüfen? Mein Vorschlag: NEON – einfach und günstig. Und 10.- Startguthaben geschenkt, wenn du den Code PlanBesser eingibst. (und die Kreditkarte kannst du dir auch gleich sparen.

Neon - mit wenig Geld leben

Setze dir Ziele

Du kannst nichts erreichen, wenn du keine Ziele hast. Setze dir so konkrete Ziele wie möglich. Sie dürfen gerne etwas höher sein – das bietet Ansporn. Und macht Sparen (oder weniger ausgeben) zu einer Art Spiel.

  • Ich will in den nächsten 365 Tagen meine Ausgaben um insgesamt 20% reduzieren
  • Ich gebe nicht mehr als 10.- pro Tag fürs Essen aus

Aus deiner Übersicht kannst du die grössten Posten nehmen und dir dort langfristige Ziele setzen.

  • prüfe, ob sich ein Umzug lohnen kann. Oft ist die Miete der grösste Posten.
  • Transport: ist das Auto in Zeiten von Carsharing wirklich notwendig?
  • lerne selber zu Kochen – Essen ist oft der grösste variable Posten

Notgroschen! Auch wenn du nicht viel Geld zum Leben hast

Es wird immer unvorhergesehene Ausgaben geben. Beulen am Auto, Defekte am Fahrrad, Zahnschmerzen, Arztbesuche. Jeder von uns muss irgendwann mal Geld ausgeben, dass er so nicht eingeplant hatte. Und wenn du dass dann von deinem Gehalt nehmen musst, reicht es wieder mal nicht bis zum Ende des Monat – und das führt nur zu Problemen.

Ein Monatslohn auf einem Sparkonto, ist hier eine gute Idee. Das Geld sollte nicht auf deinem Giro-Konto sein, aber dennoch frei verfügbar.

Arbeite an deinem Lebensstil

Minimalisten leben günstiger:

Aber auch andere Mittel können dir dabei helfen, mit weniger Geld auszukommen, respektive weniger auszugeben und mehr zu sparen.

  • Lege das Geld sofort bei Seite. Bring deinen Sparbetrag gleich Anfang Monat in Sicherheit. Menschen geben nur aus was auf Anhieb da ist.
  • Lege dir ein Sparschwein zu – alles Kleingeld kommt da rein.
  • Pflanze deine eigenen Lebensmittel an.
  • Lerne zu kochen – selber Kochen ist so viel günstiger
  • Repariere, anstatt neu zu kaufen. Lerne zu nähen um Löcher zu flicken

Suche dir eine zweite Einkommensquelle

Ich habe gesagt „mit wenig Geld leben“. Aber mehr Geld zur Verfügung zu haben, macht das Sparen einfacher, es wird einfacher passives Einkommen aufzubauen. Und nein, die Idee ist nicht, dass du dann mehr ausgibst.

  • Durchsuche Kleinanzeigen – es gibt immer etwas zu tun
  • Verkaufe deine Fotos
  • Mach Geld aus deinem Hobby – das Internet wird dir helfen

Suche nach Erfahrungen, nicht Dingen

Urlaub auf den Malediven sind toll. Aber das gute liegt so nahe – so viel günstiger. Geh wandern, statt fliegen. Joggen ist günstiger als das Fitnessstudio. Zeit mit Freunden gibt dir langfristig mehr, als der neue 50 Zoll-TV.

Und wenn du auf der Suche nach lokalen Abenteurern bist, schau dich mal bei Outdoorista um.

Mit weniger Geld leben ist möglich

Aber es bedeutet auch Arbeit. Eine Änderung der Einstellung zu Geld. Du musst hart mit dir selber sein. Aber es ist möglich. Und du gewöhnst dich daran, versprochen. Dafür geht es dir später besser, du machst dir weniger Sorgen und: das Leben macht nicht weniger Spass. Versprochen

Wie du langfristig mehr Sport machst. Und dran bleibst

Wie du langfristig mehr Sport machst. Und dran bleibst

Ein wenig Sport habe ich immer mal wieder gemacht. Aber auch immer wieder etwas neues. Ich mache zwar gerne Sport. Aber richtig gut war ich nie in etwas. Wahrscheinlich weil ich nie dran geblieben bin. Aber wie geht das eigentlich, langfristig mehr Sport machen? Was ist das Geheimnis? Mittlerweile habe ich es übrigens geschafft dran zu bleiben. Ich zeige dir wie.

Aber fangen wir vorne an. Ich war beim Karate, habe Unihockey gespielt, Handball, Crossfit, Hallenklettern Mountainbiken, you name it… Und dazwischen bin ich immer mal wieder gerannt oder Rennrad gefahren. Und dabei bin ich geblieben. Zum einen mit den 4 grossen Brocken, die gleich folgen – und mit ein paar kleinen Happen, die im Anschluss folgen. Also egal wo nach du suchst, ich hoffe ich kann dir dabei helfen, dass du langfristig mehr Sport machst.

Die Macht der Gewohnheit

Die folgenden Punkte funktionieren übrigens auch bei anderen Sachen im Leben, die du zu dauerhaften Gewohnheiten machen willst. Probiere es aus.

Habe einen klaren Plan

Entscheidungen brauchen Energie. Sich immer wieder neu entscheiden zu müssen ist also sehr, sehr anstrengend. Darum solltest du dich hinsetzten und dich einmal entscheiden. Und zwar die folgenden Fragen:

1. welche Sportart(en)?

Es ist egal was du machst. Ja, jeder Sport hat Vor- und Nachteile. Kosten, Dauer, Anreise, Abonnemente, schlecht für die Knie, und so weiter. Aber am Ende gibt es nur eine richtige Sportart: die die du (regelmässig) machst. Egal was die andern sagen und machen, such dir etwas mit dem du dich identifizieren kannst, dass dir Spass macht. Ausprobieren erlaubt. Aber nicht wie bei mir, 20 Jahre lang probieren…

2. wie oft & wie lange

Wenn du dir sagst: ab und zu – dann machst du es nie. Einmal die Woche? Ups, und schon ist Sonntag und du warst nicht im Gym. Sei konkret. Mir hat ein Trainingsplan geholfen. Aber ich bin halt ein Zahlen-Nerd. Nach unten zeigenden Grafiken mag ich nicht. Ein rotes Datenfeld wenn ich heute nicht rennen war macht mich verrückt. Meine Sportuhr* die mir sagt „unproduktiv“ zieht mir die Laufschuhe an.

3. Aber: überfordere dich nicht

Wenn du lange keinen Sport machst, ist das Verletzungsrisiko hoch. Und auch das Risiko auszubrennen. Fang klein an. Aber eben regelmässig. Und: langsam laufen macht dich schneller! Und du bleibst gesund.

Fang heute an

Morgen anfangen hat noch nie funktioniert. Weil du es dann morgen auf morgen verschiebst. Wenn du deinen Plan geschmiedet hast: geh raus und leg los. Jeder Plan braucht einen Startschuss. Wenn es ein Club oder eine Mannschaft ist, ist das eventuell schwierig. Dann melde dich zumindest heute noch an.

Sei realistisch

Zu grosse Ziele sind unerreichbar. Sie zu erreichen können nur ganz wenige Menschen aus eigenem Antrieb. Niemand wird bei seiner ersten Jogging-Runde einen Marathon laufen. Niemand wird nach einer Woche Radfahren die Tour de France gewinnen. Schau, dass du nicht komplett tot zuhause ankommst nach dem Sport. Das Geheimnis ist, nach Hause zu kommen, wenn du noch einmal so viel könntest wie du gerade gemacht hast. Das fühlt sich seltsam an. Aber es verhindert das Ausbrennen, Muskelkater der dich von der nächsten Runde abhält. Ich fand das zu Beginn seltsam -aber seit ich das mache, bleibe ich dran.

Wenn du das hier mit Interesse liest, nehme ich nicht an dass aus dir der nächste Messi oder ein Olympia-Sieger in irgend einer Disziplin wird. Sondern dass du beginnst langfristig Sport zu machen. Oder?

Such dir Trainingspartner

Okay, Disclaimer: Ich trainiere grundsätzlich alleine. Aber: Ich verabrede mich für Wettkämpfe mit Freunden. Dort untrainiert aufzukreuzen geht nicht.

Die Aussage: Ich mache einfach für mich Sport, reicht in meiner Erfahrung nicht um am Ball zu bleiben. Wenn du dich aber jeden Mittwoch Abend mit einem Freund zum Training verabredest, ist die Chance dass du dann dort auch auftauchst viel, viel grösser. Oder eben: Mannschaftssport. Schon nach kurzer Zeit ergeben sich Freundschaften. Und dann gehst du vielleicht mal deswegen hin, und nicht wegen dem Sport. Aber du machst dann eben doch langfristig mehr Sport.

Oder du machst es wie ich: alleine trainieren, aber mit gemeinsamen Zielen.

Und wenn das mal nicht reichen sollte?

Lege deine Laufkleidung bereit. Wenn am Morgen die Laufkleider schon im Bad liegen und dich daran erinnern gehst du wohl eher zum Sport.

Überlege dir am Vortag schon, wann du trainieren gehst. Direkt nach dem Aufstehen, direkt nach der Arbeit, vor dem Abendessen.

Erzähle anderen von deinen Plänen und Zielen. Das ist wie wenn du mit dem Rauchen aufhören willst. Wenn du es allen erzählst hast du ein klein wenig Druck es auch zu machen.

Melde dich für einen Event an. Du willst ja dort nicht letzter werden.

Dokumentiere deinen Erfolg. ich nutze dazu eine Garmin Fenix 6pro. Aber es gibt viel günstigere Optionen:

Und? Schaffst du es nun langfristig mehr Sport zu machen?

Dranbleiben ist nicht einfach. Irgendwann ist Sport aber ein Teil deines Lebens. Eine Gewohnheit. Du fühlst dich besser, wirst straffer und schlanker. Sport macht dich erfolgreich – aber es ist auch Arbeit, dort hin zu kommen.

Hier noch einmal die wichtigsten Punkte:

  1. Formuliere einen konkreten Plan. So konkret wie möglich
  2. Beginne heute mit der Umsetzung. Warte nicht
  3. Konzentriere dich auf kleine, realistische Ziele
  4. Mach’s nicht allein. Oder setze dir mit einem Freund gemeinsame Ziele

Erzähl mir von deinen Strategien. Wie schaffst du es, dran zu bleiben?

Zu wenig Zeit? Wie du deine Zeit im Griff hast.

Zu wenig Zeit? Wie du deine Zeit im Griff hast.

Es gibt Tage, die haben einfach zu wenig Stunden. Oder die vorhandenen Stunden gehen einfach zu schnell vorbei. Aber: leider nein, zu wenig Zeit zu haben ist nicht der Zeit ihre Schuld. Sondern deine.

Wir haben alles die gleiche Anzahl Stunden zur Verfügung. Nur nutzen wir sie nicht alle gleich. Was die erfolgreichen Personen, bei denen es nie scheint als hätten Sie zu wenig Zeit von dir unterscheidet: Sie haben ihre Zeit im Griff. Sie nutzen sie sinnvoll.

Wenn auch dir die Zeit davon rennt – dann bist du hier am richtigen Ort gelandet.

Fühlt es sich an als hättest du zu wenig Zeit?

Dieses Gefühl kommt meist dann auf, wenn schlechte Angewohnheiten das Ruder übernehmen. Und vielleicht merkst du es nicht einmal. Aber sie zerstören deine Produktivität.

Wenn du weniger arbeiten willst, oder mehr schaffen, dann muss du dir erst einmal diesen Zeitfressern bewusst werden. Hier eine kurze Aufstellung der Probleme, die Menschen mit „zu wenig Zeit“ am häufigsten begegnen. Wenn du sie kennst, kannst du sie besser beheben.

Zu viel oder zu wenig Schlaf

Wenn dein Hany spuckt, stottert oder nicht das tut, was du von ihm willst, was machst du dann? Du startest es neu. Dieser Neustart ist beim Menschen der Schlaf.

Schlafen erlaubt es deinem Körper und deinem Geist, sich zu erholen. Alle Werkzeuge wieder dort hin zu packen wo sie hingehören und die Schuladen aufzuräumen. Es füllt deine Batterien wieder auf. Aber es muss richtig gemacht werden. Schlafen ist kompliziert. Gerade die Menge an Schlaf ist kritisch. Für einen Erwachsenen werden etwa 6 bis 8 Stunden empfohlen.

Zu wenig Schlaf macht unproduktiv. Das sollte klar sein. Aber zu viel Schlaf macht eben auch faul. Und dann sollte es noch ruhig, in passender Temperatur, wenn möglich im Bett und nicht auf dem Sofa sein. Ja, schlafen ist kompliziert. Und wenn du es falsch machst, frisst es deine Zeit.

Multitasking

Was hier kommt, ist für einige vielleicht eine Überraschung… Aber Multitasking ist ein richtig schlimmer Produktivitätskiller.

Unser Gehirn kann sich einfach immer nur auf eine Sache gleichzeitig konzentrieren. Und den vielgerühmten Flow, den kann man auch nicht erreichen, wenn man immer zwischen vielen Dingen hin- und her springt. Immer und immer wieder muss dein Kopf sich neu einstellen und den Fokus wieder finden. Lass es einfach.

Non-Stopp arbeiten

Was ist der beste Weg um mehr in weniger Zeit zu schaffen? Manche würden sagen: nonstop arbeiten.

Das kostet Energie und Motivation. Warum weniger abreiten produktiver ist, habe ich an anderer Stelle schon einmal zusammengefasst:

Mehr Produktivität durch weniger Arbeit?

Ein anderer Ansatz: mach jede Stunde 5 Minuten Pause. Für die brauchst du auch kein schlechtes Gewissen zu haben. Sie es alls kurzen Tank-Stopp an um deine Batterien aufzufüllen. Danach kann es gestärkt weiter gehen. Und sorgt am Ende dafür dass du schneller fertig bist.

Ablenkung

In einer Umgebung voller Ablenkung zu arbeiten, ist einer der Gründe dass das Gefühl nach zu wenig Zeit aufkommt. Es endet darin, dass du völlig sinnlose Dinge tust und nicht arbeitest.

Der beste Weg dem entgegen zu wirken ist, sich einen produktiven Arbeitsplatz einzurichten. Wenn du von zu Hause arbeitest, hier einige Ideen: Homeoffice, zuhause produktiv sein

Arbeitest du in einem Büro, hast du alles notwendige in Reichweite. Wenn nicht, schau dass es so ist. Wasser, einen Snack, Notizen, Ladegeräte und alles andere was du für deine Arbeit brauchst. Das verhindert, dass du deinen Workflow immer unterbrechen musst.

Wie du das Beste aus deinem Tag machst

Zu wenig Zeit?

Wenn du die Punkte oben verstanden, oder sogar schon beseitigt hast – toll. Dann kommen hier einige Inputs, wie du das Beste aus deinem Tag machst.

Habe einen Plan

Den Tag mit einem Plan zu starten, ist einer der hilfreichsten Punkte um das Gefühl on zu wenig Zeit in den Griff zu bekommen. Eine gut geplante To-Do-Liste mit Prioritäten ist ein wahrer Produktivitätsbooster

Ein Wochenkalender, in dem du einträgst was du wann erledigst wirkt genau so gut. Ich persönlich arbeite mit Todoist.* Einfach weil einfach. Und weil es überall, auf allen Plattformen funktioniert.

Positiver Nebeneffekt: wenn du die Dinge aufgeschrieben hast kannst du sie aus deinem Kopf verbannen bis es so weit ist. Das schafft Kapazitäten im Kopf. Versprochen.

Setze Prioritäten

Prioritäten zu setzen ist selbst dann wichtig, wenn du nicht das Gefühl hast, zu wenig Zeit zu haben. Und wenn du das Gefühl hast, dann solltest du das erst recht machen. Ganz einfach: das Wichtige zuerst!

Dafür gibt es verschiedene Tools. Eines davon ist das Eisenhower-Prinzip. Da will ich aber andern den Vorrang lassen. Ivan Blatter hat das – und mögliche Alternativen – ausführlich erklärt.

Weiter: Setze auch ausserhalb der Arbeit damit auseinander. Zum Beispiel wie viel Arbeit und wie viel Freizeit du brauchst um glücklich zu sein. Weil das Leben nicht nur aus Arbeit, sondern auch aus Abenteuern bestehen soll.

Vermeide Prokrastination

Ja, hier, ich bin betroffen. was du dagegen unternehmen kannst, habe ich hier beschrieben:

Verbessere dein Zeitmanagement

Alles findet sich irgendwie im Thema Zeitmanagement. Alle Tipps und Tricks hängen irgendwie damit zusammen. Das ist der Zauberspruch zu mehr Zeit.

Du nutzt bereits alle Stunden des Tages. Wenn du dich jedoch hinsetzen und berechnest, wie viel Zeit du tatsächlich am Tag verbraucht hast, wirst du feststellen, dass mehr als die Hälfte der Zeit verschwendet ist.

Zeitmanagement hält davon ab, diese unkalkulierte Zeit zu verschwenden. Es ist die Fähigkeit, die die Kraft gibt, jede Minute produktiv zu durchlaufen. Und wenn du lernst, mit Zeit umzugehen, hast du plötzlich mehr davon.

Fazit – immer noch zu wenig Zeit?

Eines ist (fast) sicher: zu wenig Zeit gibt es nicht. Nur eine schlechte Nutzung der Ressource Zeit. Vielleicht verschwendest du sie. Oder du setzt die falschen Prioritäten. Oder willst zu viel.

Zeit ist Geld. Und wenn du diese Tipps und Mittel umsetzt, bist du vielleicht plötzlich reich. Reich an Zeit. Und damit kannst du dann machen was du willst.

Wo verlierst du die meiste Zeit? Sag es mir.

Und jetzt, geh raus und erobere die Welt.

Mikroabenteuer – wie du aus dem Alltag ausbrichst

Mikroabenteuer – wie du aus dem Alltag ausbrichst

Mikroabenteuer – was soll das sein?

Jeder Tag kann Urlaub sein. Auch Mittwochs, mitten in der Arbeitswoche. Du brauchst keinen Urlaub – nein, du musst nicht einmal auf das Wochenende warten. Mikroabenteuer gehen immer. Wenn du 9-to-5 arbeitest, hat theoretisch jeden Tag ein 5-to-9-Abenteuer platz. Ein Mikroabenteuer ist, je nach Definition, alles zwischen 8 und 72 Stunden.

(und pssst, ein kleiner Tipp: für die grossen Abenteuer, besuche Outdoorista!)

Nein, dass heisst nicht, dass du nach einem strengen Tag den Mount Everest bezwingen musst. Abenteuer ist reine Einstellungssache. Schlaf im Sommer unter den Sternen. Nimm dein Bike mit zur Arbeit – und fahre über unbekannte Wege nach Hause. Bau ein Floss, mach es einfach.

Der Startschuss für das Konzept der Mikroabenteuer kam allen Anschein nach von Alastair Humphrey.  Sein Buch Microadventures: Local Discoveries for Great Escapes*  hat es in Großbritannien innerhalb weniger Stunden auf Platz 12 der Bestseller-Liste gebracht.

Mir gibt es unglaublich viel, Freitags etwas früher Feierabend zu machen, mich auf mein Fahrrad zu schwingen. Bewaffnet mit Gaskocher, Schlafsack und einem kleinen Badetuch. Vielleicht eine Zahnbürste und etwas Geld.

Alle Vorteile von Abenteuern im Alltag im Überblick:

  • du lebst nicht nur für die Wochenenden und Urlaube
  • einfache Durchführung ohne lange Vorbereitung
  • kostengünstig bis kostenlos. Perfekt für einen minimalistischen Lebensstil
  • Gefühl sein Leben aktiv zu gestalten
  • Flucht aus dem Hamsterrad bzw. ein Schritt aus deiner Komfortzone

Vor meiner und vor all unseren Türen gibt es wilde Ecken ohne Trubel – geh einfach mit offenen Augen durch die Welt.

Mikroabenteuer wandern
Mikroabenteuer – auch Wandern ist ein Abenteuer

Ideen für kleine Mikroabenteuer

Irgendwo muss man ja anfangen. Also einige kleine Abenteuer für den Start.

  • Schlaf im Garten, ohne Zelt. Nur du und dein Schlafsack
  • Stehe in der Nacht auf und mach eine Wanderung im Mondschein. Auch bekannte Orte sind in diesem Licht eine fremde Welt.
  • Bau dir einen Unterschlupf im Wald um die Ecke. Jeden Abend ein bisschen. Und am Wochenende schläfst du dann dort.
  • Geocaching – ein modernes Mikroabenteuer.
  • Wähle für deine Alltagswege andere Mittel. Gehe zu Fuss, statt mit dem Fahrrad zur Arbeit. Statt mit dem Auto stehst du eine Stunde früher auf und nimmst das Fahrrad.
  • Koche dein Abendessen auf dem offenen Feuer. Besonders im Winter toll, wenn du dann trotzdem ins warme Bett kannst.
Mikroabenteuer - koche draussen
Mikroabenteuer – koche draussen

Mikroabenteuer – Fortgeschritten

Fortgeschritten weil: die einen brauchen mehr Zeit, sind also eher fürs Wochenende. Und die anderen brauchen vielleicht eine Dusche in der Firma, brauchen vielleicht ein wenig Material. Und die dritten brauchen eine gute Fitness. Sie sind aber noch immer Mikro. Ein Abenteuer für zwischendurch.

  • Bikepacking-Tour nach der Arbeit. Und am Morgen vom Biwak / Zelt direkt wieder ins Büro. Das kannst du skalieren. 20km, 50km, 100km weg von der Arbeit? Deine Fitness und deine Arbeitszeit setzen die Grenzen.
  • Würfel-Abenteuer: würfle am Bahnhof aus, auf welchem Gleis du in den nächsten Zug einsteigst. Im Zug würfelst du, nach wie vielen Haltestellen du aussteigst. Und dann schau mal, was es dort so gibt. Am besten mit einem guten Freund.
  • Schwimm durch einen See
  • Pack dein Fahrrad, such den nächsten Fluss und finde heraus wo er entspringt in dem du ihm flussaufwärts folgst.
  • Melde dich für etwas an, was du noch nie gemacht hast. Ein Sprint-Triathlon, zum Beispiel. Der dauert keine 2 Stunden – ich würde das aber doch als Abenteuer werten. Für mich war es eines.
  • Wandere Abends auf einen Berg. Schlafe dort. Nichts ist schöner als den Sonnenaufgang in den Alpen.

Packliste für fast alles

Wenn du beschliesst, nach der Arbeit oder am Wochenende ein kleines Abenteuer in Angriff zu nehmen, dann hier die Mindestausrüstung – zumindest wenn die Übernachtung unsicher ist. Alle verlinkten Produkte benutze ich auf meinen Abenteuern, gross wie klein, und sie sind einfach super:

Bereit für dein nächstes Abenteuer?

Auch wenn die Blogparade von Torsten schon eine ganze Weile vorbei ist, verlinke ich dennoch diesen Beitrag darauf. Zumindest könnt ihr so weitere Ideen und Ansätze kennen lernen.

Die perfekten Rezepte für unterwegs findet ihr übrigens bei Outdoorista

Weiter haben bereits viele schlaue Köpfe über dieses Thema geschrieben. Hier meine Buchempfehlungen:

Mikroabenteuer: Raus und machen! Einfach gute Outdoor-Erlebnisse vor der Haustür. Ideen, Ausrüstung, Motivation*

Die coolsten Mikroabenteuer Deutschlands: Über 100 Ideen für unvergessliche Erlebnisse fern vom Alltag*

be wild: Mikroabenteuer – 50 kleine Fluchten aus dem Alltag. Der Leitfaden*

Und jetzt hör auf zu lesen. Schluss mit Prokrastination. Geh raus.
Und wenn du wieder da bist, erzähl mir von deinen Abenteuern. Was muss ich unbedingt erlebt haben? Was ist deine Empfehlung für ein Mikroabenteuer?

Gelassenheit – eine umfassende Anleitung

Gelassenheit – eine umfassende Anleitung

Persönlich bin ich eher ungelassen. Ich nehme vieles persönlich. Projiziere das Verhalten anderer darauf, was sie von mir halten. Ich bin ungeduldig. Ja, ich wirke auf andere oft unaufgeregt, gelassen. Aber wenn man mich besser kennt, oder sogar ich ist, dann merkt man – nein – Gelassenheit ist nur an der Oberfläche vorhanden.

Gelassenheit ist für mich eine Herausforderung, der ich mich aber stellen will.

Nach, oder besser mit einer kleinen Depression ist die Gelassenheit flöten gegangen. Nichts hat mehr funktioniert. Ich musste meine Bachelor-Arbeit verschieben, weil ich es einfach nicht geschafft habe ohne zu heulen anzufangen. Bei der Arbeit lief es nicht besser.

Ich habe mich schon vorher mit dem Thema beschäftigt. Aber diese depressive Episode hat mich dazu gebracht mich mehr mit mir und dem Thema Gelassenheit auseinander zu setzen. Bücher, der Besuch bei einem Psychologen, Meditation und „Spasstabletten“ haben mich wieder in die richtige Bahn gebracht. (oh da war eine Pause auf meinem Blog – das war gerade die Erklärung dazu)

Okay, was ist denn Gelassenheit?

Gelassenheit, auch innere Ruhe oder Gleichmut, ist die Fähigkeit oder innere Einstellung, die Fassung, Ruhe und Haltung zu bewahren. Das Gegenteil wäre in dem Fall Unruhe, Nervosität oder Stress. Für mich gehört zur Gelassenheit auch die Besonnenheit, die Fähigkeit in schwierigen Situationen den Verstand und das rationale Denken und Handeln zu behalten und sich nicht von Emotionen lenken zu lassen.

Das ist der Punkt dieses Blogs. Die Dinge über die ich schreibe sind auch für mich. Ich will Dinge lernen, anders machen. Glücklich, finanziell unabhängig, sportlich und eben gelassen sein. Und anderen zeigen, was ich daraus lerne.

Wenn ich an Gelassenheit denke, sehe ich einen buddhistischen Mönch. Und das kommt nicht von irgendwoher. Ein zentraler Begriff der buddhistischen Geistesschulung ist Upekkhā (skr. Upekṣā, „Gleichmut“), einer der vier Grenzenlosen Geisteszustände (Liebe, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut). Zum Bedeutungsspektrum dieses Begriffs gehören auch Gelassenheit, Nicht-Anhaften, Nicht-Unterscheiden, Loslassen. Diese Art von Gelassenheit soll die „Weisheit der Gleichheit“ zum Ausdruck bringen, das heißt die Fähigkeit, alle Menschen als gleich zu betrachten und keine Unterschiede zwischen sich selbst und anderen zu machen. Der Geisteszustand der Gelassenheit hat also zur Voraussetzung, die dualistische Unterscheidung zwischen sich selbst und anderen zu unterlassen.

Eine Anleitung zur Gelassenheit

Nicht alles was nun folgt funktioniert für mich. Aber für andere. Und nicht alles was für mich funktioniert, muss bei dir klappen. Aber ein Versuch ist es wert.

Was dir die Gelassenheit raubt

Nicht allen rauben die selben Dinge die Gelassenheit. Nicht alle nerven die selben Dinge. Welcher dieser Punkte triggert dich am meisten?

  • Ungeduld: Warteschlangen, Kinder, mit sich selber
  • Überforderung: Immer länger werdende To-Do-Listen, viel zu enge Deadlines
  • Hektik: alles muss schnell gehen
  • Angst: vor neuem, vor Schmerzen,
  • Lärm: Nachbarn über oder neben dir, Strassenlärm, etc.
  • der eigene Ehrgeiz: das (unvalidierte) Gefühl nicht zu genügen
  • Eifersucht: das dumme Gefühl, dass dein Partner jemand anderen findet
  • Unzufriedenheit: mit dem was du hast, oder eben nicht hast
  • nicht befriedigtes Harmoniebedürfnis: Streit mit dem Partner, dicke Luft

… und so vieles mehr. Bei mir ist es oft die Angst nicht zu genügen. In der Beziehung, bei der Arbeit, dass die Bachelorarbeit nicht gut genug, oder sogar nicht fertig wird (noch bevor ich angefangen hatte, toll)

Von Vorbildern lernen

Ich kenne nur sehr wenige Menschen, die sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Und ich bin mir nicht einmal sicher, ob sie die Gelassenheit gemeistert haben. Es gibt nämlich Menschen, die sagen von mir dass ich mich nicht aus der Ruhe bringen lasse. Könnten Sie doch nur in mich hinein sehen…

Aber sich diese Menschen zum Vorbild zu nehmen ist ein guter Anfang. Wenn du etwas erreichen willst, brauchst du ein Ziel. Etwas, dass sich visualisieren lässt. Und diese Menschen helfen dir dabei zu sehen, wo du hin willst. Und vielleicht musst du schon beim Lesen dieses Artikels an diese Person denken, („oh, das macht er/sie auch…“)

Diese Menschen zeichnen sich etwa durch folgende Attribute aus:

  • ruhig
  • sanftmütig
  • diplomatisch
  • freundlich
  • bescheiden
  • selbstlos
  • optimistisch
  • verständnisvoll

Ja, viele dieser Menschen sind von Natur aus so – aber man kann Gelassenheit und innere Ruhe auch trainieren. Dafür ist diese Anleitung da.

Grundlagen der Gelassenheit

  • Loslassen
  • Platz, Zeit und Raum für dich
  • Jeder hat seine eigene Wahrheit
  • Gelassenheit ist eine Entscheidung

Werkzeuge für mehr Gelassenheit

Atemübungen

Leg oder setz dich hin. Konzentriere dich nur auf deine Atmung. Atme vier Sekunden tief ein und sechs Sekunden aus. Das ist eigentlich nur die Vorstufe zur Meditation. Es hilft, dich im Hier und Jetzt zu sammeln. Den Trubel und all die Dinge um dich herum für einen Moment hinter dir zu lassen und nur das zu tun, was wirklich wichtig ist. (Versuch mal nicht zu atmen, dann merkst du, es gibt nichts wichtigeres. Ein Tag nichts trinken, essen, kein TV oder keine soziale Interaktion: no problemo. Aber 5 Minuten ohne Luft, nope.)

Meditation

silhouette of man sitting on grass field at daytime

Meditation ist die fortgeschrittene Version der Atemübungen. Du lernst deine Gedanken zu fokussieren, sie zu kanalisieren. Ist es in deinem Kopf oft laut und wirr, macht die innere Stimme was sie will? Dann ist das genau das, was ich dir empfehle. Bald folgt an dieser Stelle ein Link zu einen Artikel von mir zu diesem Thema. BIs dahin, hier ein Ausflug zu jemand anderem, was Meditation alles für dich tun kann.

Sport

Sport macht erfolgreich, davon habe ich schon berichtet. Und Sport macht gelassen. Oder vielleicht macht er erfolgreich, weil er eben auch für mehr Gelassenheit sorgt. Für mich persönlich ist Ausdauersport eher wie Meditation, wo ich meine Gedanken ordnen kann und HIT-Training macht mich einfach so gelassen, weil ich mich richtig auspowern kann.

Schlaf

Schlaf macht ausgeglichen und gelassen. Ja, man kann zu viel schlafen. Aber die meisten von uns schlafen zu wenig. Geh einfach ab und an mal um halb Neun ins Bett. Du verpasst nichts – versprochen.

Lerne Toleranz

Wir alle haben unsere ganz eigene und persönliche Realität und Sicht auf die Welt. Dies zu akzeptieren ist nicht immer einfach. Und manchmal fast gar nicht möglich. Sich aber bewusst zu werden, dass es nicht nur deine, sondern auch ganz viele andere Wahrheiten gibt, ist ein riesiger Schritt zu einem ruhigeren Geist. Sich also über andere Meinungen aufzuregen, solltest du versuchen, sie zu akzeptieren. Nur weil jemand nicht der selben Meinung wie du ist, heisst das nicht, dass ihr nicht trotzdem Freunde sein könnt.

Lerne zu beobachten, anstatt zu werten. Denk dir nicht „so ein Affe“, sondern versuch zu denken, „ah, so sieht er die Welt, interessant“. Beobachten erzeugt mehr Distanz und kostet weniger Energie als zu werten.

Arbeite an deiner Kommunikation

Viele der Dinge, die dich Gelassenheit kosten, basieren auf etwas zwischenmenschlichem.

Zuhören ist schwierig. Oft wollen wir dringend auch etwas sagen, und nerven uns, dass wir nicht zu Wort kommen. Lehne dich zurück und höre ganz bewusst zu. Versuche nichts zu sagen, ausser Interesse (aktives Zuhören). Das lässt sich trainieren. Und wenn du dann etwas sagt, hat das mehr Gewicht als bei einer Plaudertasche – vertrau mir.

Wenn du bei etwas anderer Meinung bist, versuche nicht zu widersprechen. Sondern versuche mittels Fragen herauszufinden, warum der andere so denkt oder fühlt. Aus dem Gespräch kann sich so mehr ergeben als verhärtete Fronten. Vielleicht könnt ihr beide etwas lernen.

Perfektion loslassen

Man muss erst lassen können, um gelassen zu sein

Meister Eckhart, irgendwann um das Jahr 1300

Auch, oder gerade für ein gelasseneres Leben, ist das Pareto-Prinzip, die 80/20 Regel unheimlich nützlich. Für die letzten 20 Prozent zur Perfektion brauchst du nämlich 80% der Ressourcen. Meistens reicht auch die zweit oder drittbeste Lösung völlig aus, auch wenn du das nicht glaubst – versuch es.

Und gerade in Bezug auf Menschen, egal ob du selber oder bei andern, ist Perfektion nicht möglich. Niemand ist perfekt. Nicht du, nicht dein Partner. Aber du und er sind wahrscheinlich gut. Viel mehr ist bei einem so komplexen Ding wie einem Menschen nicht notwendig und nicht möglich (Wie auch, wir verwesen langsam vor uns hin…)

Die Macht der Gedanken

Es gibt einen guten Grund, warum Meditation so weit oben auf dieser Liste steht. Es lehrt, mit Gedanken bewusster umzugehen. Du kannst dich nämlich bewusst entscheiden bei negativen Gedanken nicht hinzuhören. Und die positiven zu geniessen und nicht von Zweifeln überschatten zu lassen. Aber das braucht viel Übung und einen bewussten Umgang mit seinem eigenen Denken. Das hebe ich mir für ein andermal auf.

Sich und die Dinge weniger ernst nehmen

Es ist ganz egal was passiert – es wird vorbei gehen. Es gibt immer einen Weg. Auch wenn du das in dunklen Stunden nicht glaubst. Und ja, manchmal braucht man Hilfe, um den Weg wieder zu finden. (Siehe Psychologe und Spasstabletten, weiter oben). Wenn du vor etwas ganz dunklem stehst, nimm in deinem Kopf die Taschenlampe raus und schau dich um. Alles nur halb so schlimm.

Manchmal braucht es erst ein wenig Distanz. Geh raus, laufe, zieh dich zurück. Warte bis morgen. Egal was du gerade machen willst aus der Situation. Frage dich, was du in einem Jahr darüber denken würdest, bevor du grosse Sachen machst.

Aber egal was es ist, nimm es nicht zu ernst. Ich stelle mir das Leben manchmal als Spiel vor. Ja, wir haben nur ein Leben. Aber innerhalb des Spiels kannst du fast alles. Mir ist klar, das gilt nicht für alle Menschen auf dieser Welt. Da ich aber Deutsch schreibe, nehme ich an, dass ich mich mit einer privilegierten Zielgruppe unterhalte, die in einem Land mit ausgebauten Sozialsystem und sicheren Verhältnissen lebt. Ich war mal Koch. Heute endet meine Stellenbezeichnung auf „Manager“, ich habe noch studiert, aus eigener Kraft. Und ja, nur mit meinem eigenen Geld. Alles ist möglich. Mach kurz Pause und dann meistere das nächste Level in diesem Spiel.

Es geht nicht immer um dich – nicht einmal in einem Konflikt

Konflikte sind Gift für die Gelassenheit. Was mir aber immer hilft:

Es hat nichts mit Dir zu tun.

Sondern nur mit dem Anderen. Mit seinen Geschichten, über sich, über das Leben, vielleicht auch mit seinerGeschichte über Dich, seinem unvollständigen und verzerrten Bild von Dir – aber nie mit Dir.

Tim von myMonk

Und dann noch das, was ich schon einige Male wiederholt habe: es gibt unterschiedliche Realitäten und Wahrheiten. Wenn du das verstehst, kannst du Konflikte in einem anderen Licht betrachten.

Belastung senken

Produktiver sein bedeutet nicht unbedingt mehr zu schaffen, sondern mehr Zeit für sich und die Dinge die einem wichtig sind zu schaffen. Arbeit geht nicht um Leben und Tod – ausser in einigen wenigen Berufsgruppen, ja. Meist geht es aber nur um Geld. Wenn dir dein Körper und dein Geist sagen, dass es Zeit für eine Pause ist, nimm sie dir. Geh raus, nach Hause, in die Berge, oder 5 Minute auf Klo und atme einfach tief durch.

Manchmal ist weniger einfach mehr!

Zusammenfassung – die guten Worte zum Schluss

Die Reihenfolge der Massnahmen musst du aber für dich selber herausfinden. Einige Menschen können nur mit ruhigem Kopf Sport machen und dann den nächsten Schritt gehen. Andere müssen mit Sport anfangen, um den Kopf dort hin zu bringen, das er sich mit den anderen Punkten beschäftigen kann.

Hier noch einmal als Gedankenstütze:

  • Lerne von Vorbildern, von gelassenen Menschen
  • mach Atemübungen
  • Meditiere
  • Treibe Sport
  • Schlaf genug
  • Lerne Toleranz
  • Arbeite an deiner Kommunikation
  • Niemand ist perfekt – verinnerliche das
  • Nutze die Macht der Gedanken
  • nimm nicht alles so ernst
  • es geht nicht immer um dich
  • mehr ist nicht immer mehr

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